14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

In seinen "Grundsätzen sozialer Verantwortung bei Bosch" bekennen sich die Geschäftsführung und die Arbeitnehmervertretungen unter anderem zur Einhaltung der Menschenrechte, Chancengleichheit, fairen Arbeitsbedingungen und zu weltweiten Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Letztere gewährleistet Bosch zudem durch ein Arbeitsschutzmanagementsystem, das auf dem weltweit anerkannten Standard OHSAS 18001 basiert, und mittlerweile an allen Standorten eingeführt wurde. Ein externes Zertifikat durch eine unabhängige Zertifizierungsorganisation besitzen rund 100 Standorte.

Die "Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch" orientieren sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Verantwortlich für die Umsetzung sind die Leiter der jeweiligen Geschäftsbereiche, Regionalgesellschaften und Standorte. Jeder Mitarbeiter ist über den Inhalt der Grundsätze informiert und hat die Möglichkeit, Verstöße zu melden. Das gleiche gilt für Verstöße gegen den "Code of Business Conduct" (siehe auch 15. und 20.), der auf den "Grundsätzen sozialer Verantwortung bei Bosch" aufbaut und darüber hinaus gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Regelungen insbesondere zum Thema Compliance enthält. Der Code of Business Conduct richtet sich an Mitarbeiter und Geschäftspartner weltweit.

Auch auf Lieferantenebene setzt sich Bosch für die Einhaltung von Sozialstandards ein. Dazu heißt es in den Bosch-Einkaufsbedingungen: „Der Lieferant verpflichtet sich, die jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Mitarbeitern, Umweltschutz und Arbeitssicherheit einzuhalten und daran zu arbeiten, bei seinen Tätigkeiten nachteilige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verringern.“ Grundlage für die von Bosch an seine Lieferanten formulierten Anforderungen bilden die ILO Kernarbeitsnormen mit ihren vier Grundprinzipien Vereinigungsfreiheit, Abschaffung von Zwangsarbeit, Beseitigung von Kinderarbeit sowie dem Verbot von Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. Außerdem ist Bosch seit 2004 Mitglied der Global Compact Initiative der Vereinten Nationen. In seinem jährlichen Fortschrittsbericht stellt das Unternehmen dar, mit welchen Grundsätzen und Maßnahmen es dazu beiträgt, Arbeitnehmerrechte sowohl im eigenen Unternehmen als auch bei seinen Lieferanten zu wahren.

Darüber hinaus sind die sozialen Aktivitäten des Unternehmens von jeher auch auf das Gemeinwohl, insbesondere auf die Förderung von Chancengleichheit durch Bildung, gerichtet. An nahezu allen Bosch-Standorten weltweit gibt es deshalb Initiativen, in denen sich die Mitarbeiter ehrenamtlich für soziale Belange engagieren. Um sowohl gezielt als auch langfristig zu helfen, hat Bosch darüber hinaus in verschiedenen Ländern Unternehmensstiftungen gegründet. Diese Non-Profit-Organisation realisieren heute Bildungs- und Sozialprojekte in China, Brasilien, Indien und den USA.

Bosch fördert dieses Engagement aus zweierlei Gründen: Zum einen, weil sich die Ehrenamtlichen im Sinne der Bosch-Werte für eine intakte Gesellschaft stark machen. Zum anderen, weil sie Teamgeist beweisen und kreative Lösungsansätze entwickeln – Fähigkeiten, die unmittelbar auf die Innovationskraft des Unternehmens einzahlen. Auch deshalb gehört es in Deutschland beispielsweise zum Förderprogramm für angehende Führungskräfte, eine soziale Organisation aus der Region bei der Umsetzung eines aktuellen Vorhabens zu unterstützen.

Links:
Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch
Umgang mit Lieferanten
Interaktive Grafik Umwelt- und Sozialaudits
Mitarbeiterengagement
Regionales Engagement