14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Wir fördern die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten im Rahmen der jeweiligen länderspezifischen gesetzlichen Bestimmungen unter der Kontrolle der Geschäftsführung, der Sozialarbeiter sowie der Integrationsfachdienste.

Mitarbeiter können mit ihren Anliegen immer auf unsere Betriebssozialarbeiter zukommen. Zudem wird unsere interne Richtlinie der Initiative 500 sowie der Code of Conduct digital an jeden neuen Mitarbeiter verschickt und hängt im Original an den verschiedenen Standorten aus.
Am AfB Standort Wien gibt es außerdem einen Betriebsrat, der sich für die Belange der Mitarbeiter einsetzt.

Jeder Mitarbeiter bekommt am Ende seiner Probezeit eine Aktie der AfB für einen Euro und wird damit direkt am Wachstum der AfB beteiligt.
Im Rahmen der lokalen Regelkommunikation haben Mitarbeiter die Möglichkeit dazu und werden aktiv aufgefordert, Wünsche und Anregungen zu äußern sowie Kritik zu üben. Ebenso ist die Möglichkeit gegeben, über eine Online-Plattform Probleme und Ideen in anonymer Form einzubringen.

Bei der Ausdehnung unseres in Deutschland entwickelten Geschäftsmodells werden europaweit anerkannte Regeln und Prozesse unter Einbezug von lokalen Gegebenheiten sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen übertragen. Darunter fallen unter anderem nationale und europaweit geltende Gesetze nach dem Sozialgesetzbuch, dem Abfallwirtschafts- sowie dem Elektrogesetz. Die in Deutschland relevanten Regularien und Gesetze setzen wir als Mindeststandard in unseren internationalen Filialen an.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Unsere Mitarbeiter werden den Tätigkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechend zu branchenüblichen Gehältern bezahlt.

Wir legen großen Wert auf Chancengerechtigkeit unserer Mitarbeiter. Durch die Richtlinien der Initiative 500 werden Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität ausgeschlossen. Jeder Mitarbeiter wird über die Richtlinien informiert und hat sich daran zu halten. Gleichberechtigung wird von der Einstellung, über die Entlohnung bis zur Fort- und Weiterbildung gelebt.

Darüber hinaus bieten wir Möglichkeiten zur individuellen Arbeitszeitreduzierung sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeit zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die Möglichkeit von Heimarbeit wird unseren Mitarbeitern eingeräumt. Daneben greift der Verhaltenskodex weitere Prozessdefinitionen bzw. Aspekte hinsichtlich Gesundheitsschutz und Chancengerechtigkeit auf.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Um die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter langfristig zu erhalten und zu fördern, ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, deren Tätigkeitsausübung aufgrund ihres Alters oder ihrer Krankheit nicht mehr möglich ist, einen Arbeitsplatz- oder Tätigkeitenwechsel. Diesbezüglich sind wir sehr flexibel, möglich ist beispielsweise ein vorübergehender, stressbedingter Arbeitsplatzwechsel in eine Abteilung mit strukturierterem Ablauf und weniger Verantwortung.

Zusätzlich kann Arbeitsplatzausstattung an die speziellen Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden. Hierfür stehen beispielhaft höhenverstellbare Tische in den Büros, unterstützende Software bei Sehbehinderungen, Sondersicherheitsanlagen für Mitarbeiter mit Hörbeeinträchtigung sowie Kräne zur Vermeidung des Hebens schwerer Lasten. Darüber hinaus werden bewusst jüngere Mitarbeiter zur Unterstützung älterer Mitarbeiter eingesetzt, um so die Beschäftigungsfähigkeit durch Kompetenz- und Fachaustausch zu sichern.

Zudem bieten wir den Mitarbeitern Stundenreduzierungen an.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

Im Jahr 2015 verzeichnete die AfB gemeinnützige GmbH Deutschland insgesamt 2350 Ausfalltage ihrer Mitarbeiter. Seit Januar 2016 bis Ende August 2016 gab es weitere 2462 gemeldete Krankheitstage.
Dazu kommen ca. 419 Verletzungen im Berichtszeitraum in der gesamten AfB (hochgerechnet mit den Werten eines Großteils der Niederlassungen). Die Verletzungen sind in den meisten Fällen Schnittwunden oder Quetschungen. Todesfälle gab es keine. Daten aus Frankreich und Österreich konnten für den Berichtszeitraum noch nicht erhoben werden und sollen im nachfolgenden Bericht einfließen.

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Es wurden keine Gesundheits- und Sicherheitsthemen mit Gewerkschaften behandelt.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

Die durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Weiterbildungen und Schulungen pro Mitarbeiter beläuft sich auf 0,8h (hochgerechnet mit den Werten eines Großteils der Niederlassungen).

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Die Leitungsorgane der AfB gemeinnützigen GmbH setzen sich aus dem Higher Management (Geschäftsführung), Middle Management (Stabstellen und globale Bereichsleiter) sowie dem Lower Management (Niederlassungsleiter) zusammen. Hinsichtlich der Altersstruktur unserer Mitarbeiter beträgt das Durchschnittsalter 36,5 Jahre. Die Altersgruppen setzen sich wie folgt zusammen: bis unter 20 Jahre: 9 Mitarbeiter, von 20 bis unter 25: 15 Mitarbeiter, von 25 bis unter 30: 39 Mitarbeiter, von 30 bis 35: 43 Mitarbeiter, von 35 bis unter 40: 42 Mitarbeiter, von 40 bis unter 45: 13 Mitarbeiter, von 45 bis unter 50: 16 Mitarbeiter, von 50 bis unter 55: 16 Mitarbeiter, von 55 bis unter 60: 11 Mitarbeiter, von 60 bis unter 65: 5 Mitarbeiter, 65 oder mehr: 1 Mitarbeiter. Hinsichtlich des Geschlechtes hat die AfB gemeinnützige GmbH 84 Prozent männliche und 16 Prozent weibliche Mitarbeiter angestellt. Entsprechend unseres gemeinnützigen Geschäftsmodells sind bei der AfB gemeinnützigen GmbH 42 Prozent Menschen mit Behinderung angestellt.

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

Unsere betriebsinternen Sozialarbeiter werden bei Meldung unmittelbar aktiv und gehen jedem Verdacht von Diskriminierung nach. Bisher konnten sich jedoch noch keine Fälle bestätigen.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Zulieferer, bei denen wir Verbrauchsmaterial und Ersatzteile einkaufen, sind zum größten Teil aus Deutschland. Nur in Einzelfällen wird bei Lieferanten aus dem Ausland bestellt. Allerdings haben wir momentan nicht die Ressourcen, um zu überprüfen, wo die Produkte hergestellt werden. Im nächsten Jahr soll ein Lieferantenkodex entstehen, um einen ersten Schritt Richtung nachhaltige Lieferkette zu gehen. Weiterhin ist die Einkaufsabteilung angehalten, sich an das Siegelranking zu halten, so dass vorab hinsichtlich sozialer und ökologischer Auswirkung überprüfte Produkte und Dienstleistungen bevorzugt werden.

Im Geschäftsmodell der AfB liegt das größte Risiko hinsichtlich Menschenrechte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere im Großhandelsgeschäft. Für diesen Bereich gibt es einen verantwortlichen Bereichsleiter, der anhand einer Richtlinie über Neukunden entscheidet. Es wurde ein einheitlicher Onlineshop eingeführt, der durch ein Application Form, Preistransparenz und bessere Kontrolle das Risiko verringern soll. Wir beschränken uns auf Länder, in denen wir davon ausgehen, dass Menschenrechte gewahrt werden und achten aktiv drauf, dass sowohl wir als auch unsere Kunden keinen Elektroschrott außerhalb der OECD bringen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

Unsere Kaufverträge enthalten bisher keine Menschenrechtsklauseln.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

Wir haben in unserer nachgelagerten Lieferkette bei den zwei größten Kunden, die mehr als 30 Prozent des Großhandelgeschäfts ausmachen, eine Auditierung durchgeführt und diese unter anderem hinsichtlich Menschenrechte überprüft.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Alle neuen Kunden im Großhandelgeschäft füllen ein Application Form mit Fragen zu Menschenrechten, Umweltproblemen und Nachhaltigkeit aus. Der globale Bereichsleiter führt eine Dokumentenprüfung der Kunden durch und entscheidet über eine Zusammenarbeit entsprechend der dafür entwickelten Richtlinien. Bis auf die zwei größten Kunden, wurden bisher keine Kunden vor Ort überprüft.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Bisher konnten wir keine menschenrechtlichen Auswirkungen bei unseren Kunden auf "First Tier"-Ebene aufdecken. Jedoch können wir aufgrund von begrenzten Ressourcen nicht über diese Stufe hinaus prüfen bzw. Auditierungen durchführen. Wir versuchen durch Auswahl und Befähigung unserer Mitarbeiter diesem entgegenzuwirken.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Durch unsere Geschäftstätigkeit gibt es nachweislich einen positiven Effekt auf das Gemeinwohl in der Region. Als Integrationsunternehmen schaffen wir Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt und leisten somit einen Beitrag zur deren gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe. Diese wird durch die Analyse der Phineo gAG bestätigt. Darüber hinaus bewirken wir mit unserer Dienstleistung ein gesamtgesellschaftliches Umdenken hinsichtlich der erfolgreichen Vereinbarkeit von nachhaltigem und wirtschaftlichem Handeln. Durch die Wiedervermarktung der gebrauchten IT-Hardware können wir diese zu günstigen Konditionen anbieten und den Nutzerkreis von IT erweitern. So fördern wir gleichzeitig die digitale Inklusion. Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit der deutschen Industrie- und Handelskammer eine Ausbildung zum Fachpraktiker/in für IT Systemelektronik speziell für Menschen mit Behinderung entwickelt. Die anerkannte Ausbildung hilft jungen Auszubildenden aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Wir vermarketen einen wesentlichen Teil der übernommenen IT-Hardware über eine führende Einkaufsplattform zu günstigen Konditionen an gemeinnützige Organisationen in Deutschland. Des Weiteren fördern punktuell durch Sachspenden gemeinnützige Organisationen, deren Wirkungsbereich sich nahe unserem Kerngeschäft auf digitale Inklusion oder Ressourceneinsparungen fokussiert. Entscheidungen darüber werden entsprechend einer Engagementrichtlinie durch ein internes Gremium getroffen. Darüber hinaus engagieren sich die regional stark verankerten Niederlassung in ihrem eigenen Handlungsbereich in einem nicht festgelegtem Rahmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

Als gemeinnütziges Unternehmen sind wir dazu verpflichtet, den erwirtschafteten Gewinn wieder zu investieren. Eine Gewinnausschüttung wird von der AfB gemeinnützigen GmbH nicht betrieben und ist uns gesetzlich untersagt.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Für unseren Geschäftsbereich sind Gesetze nach dem Sozialgesetzbuch, dem Abfallwirtschafts- sowie dem Elektrogesetz relevant. In der EU sind wir insbesondere an die WEEE-Richtlinie 2012/19/EU und die nationalen Umsetzungen gebunden.
Dies sind insbesondere in Deutschland das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten, in Österreich die Elektroaltgeräteverordnung und in Frankreich das Décret n° 2005-829 du 20 juillet 2005 relatif à la composition des équipements électriques et électroniques et à l'élimination des déchets issus de ces équipements.

Wir leisten keine monetären Zuwendungen an Parteien, Politiker oder damit verbundene Einrichtungen.

Darüber hinaus stehen wir mit vielen Parteien im Austausch, da wir als Vorzeigeunternehmen im Bereich Kreislaufwirtschaft im IKT-Sektor als auch zum Thema Inklusion als Experten angefragt werden. Es gab bereits zahlreiche Besichtigungen u.a. von den Grünen (Baden-Württemberg), der SPD (Berlin) sowie von Organisationsvertretern des Bundes vom Umweltbundesamt (Berlin). Außerdem sind wir Einladungen von Ministerien gefolgt, haben uns in Arbeitsgruppen zum Thema Green-IT in Berlin und in Düsseldorf eingebracht und haben an einem UNEP International Resource Panel Stakeholder Workshop zum Thema Kreislaufwirtschaft teilgenommen.

Hinsichtlich Spenden gibt es für die Entscheidungsfindung einen festgelegten, internen Kriterienkatalog. Dieser basiert auf dem Grundgedanken, dass jede Spende ein Investment in die Gesellschaft und damit einen sozialen Mehrwert generieren soll. Dabei konzentrieren wir uns entsprechend unserem Kernbereich auf die Themen digitale Inklusion und Ressourcenschonung. Ausgewählte Führungskräfte bewerten jede Anfrage und geben die Spende im Anschluss zur Umsetzung in der jeweiligen Region frei. Führungskräfte können als Fortbildung Kurz-Secondments in anderen Organisationen durchführen.

Unsere CR-Abteilung betreibt Lobbyarbeit zum Themenkomplex Social Entrepreneurship in einer Arbeitsgruppe des BVDS (Bundesverband Deutsche Startups e.V.). Ziel ist es, gemeinsam mit anderen führenden Akteuren die Rahmenbedingen für Social Enterprises in Deutschland zu verbessern. Die Arbeitsgruppe konnte so ein Strategiepapier der SPD prägen.
Zudem haben wir gemeinsam mit Verbänden und anderen Unternehmensvertretern, auf Einladung des Wirtschaftsministeriums von Nordrhein-Westfalen, auf Fragen zu den Rahmenbedingungen hinsichtlich einer nachhaltigen Wertschöpfungskette bezug genommen. Wir setzen uns dafür ein, dass kreislaufwirtschaftliche Ansätze in Ausschreibungen und in der Ausgestaltung von Gesetzen bevorzugt werden sollten.

Lobbyarbeit zum Elektrogesetz oder dem Sozialgesetzbuch haben wir auch im Jahr 2016 nicht vorgenommen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

Wir leisten keine Zuwendungen an Parteien, Politiker oder damit verbundene Einrichtungen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Das Thema Korruption in unserem Leitbild verankert und dulden sie in keinster Weise. Verdachtsfälle melden wir umgehend an die entsprechende Stelle, sodass diese geprüft und gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen werden können. Eine Sanktionierung bei Korruption erfolgt durch die Sperrung des betroffenen Zulieferers. Eine Missachtung der Richtlinien zieht klare Konsequenzen für den entsprechenden Mitarbeiter nach sich.

Da wir das Großhandelsgeschäft als den Bereich mit dem größten Korruptionsrisiko identifiziert haben, wurde im letzten Jahr eine Richtlinie erarbeitet, welche die Korruptionsrisiken auf ein Minimum reduzieren soll. Die Reduzierung wird durch ein Bewerbungsverfahren für Großkunden, die Festlegung von Mindestverkaufspreisen, Zielsetzungen zur Vereinheitlichung von Verkaufspreisen, die Fokussierung auf den Handel über den Onlineshop, elektronische Zahlungssysteme und die Einbeziehung der Bereichsleitung in die Geschäfte abseits des Onlineshops durchgesetzt.

Bisher gibt es keine schriftliche Antikorruptionsrichtlinie. Eine Ausarbeitung ist langfristig geplant.

Für dieses Thema sind die Geschäftsleitung sowie unsere Sozialarbeiter zuständig.

Durch die Entwicklung und interne Kommunikation des Leitbilds wurden die Mitarbeiter unter anderem zum Thema Korruption sensibilisiert. Zudem gibt es gesonderte Workshops / Lehrgänge für unsere Mitarbeiter im Vertrieb.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

Bisher fand keine Überprüfung der Korruptionsrisiken statt. Die im Großhandelsgeschäft Größten sind jedoch bekannt und werden mit einer offiziellen Richtlinie verstärkt in den Fokus gerückt.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

Es wurden noch keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung erhoben.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

Es wurden keine Bußgelder gegen die AfB gemeinnützige GmbH erhoben.