14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Wertschöpfung und Wertschätzung - diese Werte begründen die Personalstrategie des Vorsorgespezialisten Wüstenrot & Württembergischen. Nur wer das Potenzial seiner Mitarbeiter auf hohem Niveau fördert und damit die Leistungsfähigkeit seiner Belegschaft stärkt, schätzt deren Wert und bietet Motivation für neue Ideen und Impulse:

Um Rechtsverstöße zu vermeiden und aufzudecken, hat die W&W-Gruppe ein Group Compliance Committee etabliert (siehe DNK 20).

Der Verhaltenskodex formuliert die wesentlichen Regeln und Grundsätze für verantwortungsbewusstes sowie rechtlich korrektes Verhalten und gilt für alle Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst (siehe GRI 4,8).

In der W&W AG bestehen nebst den tariflichen Leistungen diverse mit dem Betriebsrat getroffenen Betriebsvereinbarungen, welche die Interessen der Arbeitnehmer sichern.

Zudem gilt für alle Mitarbeiter des lnnendienstes sowie des angestellten Außendienstes der beiden Versicherer Württembergische und Karlsruher ein mit der Gewerkschaft ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) vereinbarter Tarifvertrag.

Es werden generell mindestens die gesetzlich vorgeschriebenen Standards eingehalten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Der Verhaltenskodex hält fest, dass die W&W-Gruppe keinerlei Diskriminierung oder Belästigung im Arbeitsumfeld duldet, sei es aufgrund von Alter, Behinderungen, Herkunft, Geschlecht, politischer Haltung oder gewerkschaftlicher Betätigung, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung. Die W&W-Gruppe beurteilt alle Mitarbeiter und Führungskräfte nach deren Leistung und Potenzial. Etwaige Probleme am Arbeitsplatz werden ernsthaft, vertraulich und unverzüglich gelöst. Daneben ist der Kontakt zu den Geschäftspartnern durch eine enge Kooperation und offene Kommunikation geprägt, die es dem W&W-Konzern ermöglicht, einer diskriminierenden Handlungsweise entschieden entgegenzutreten.

Gründung der Projektgruppe „Gender Diversity“ (02/2011)
Diversity@W&W identifiziert und erarbeitet potentielle Maßnahmen einer gezielten Nutzung, positiven Gestaltung und bewussten Förderung personaler Vielfalt im Sinne eines produktiven und wertschätzenden Umgangs mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Beschäftigten der W&W-Gruppe:

- Verabschiedung Maßnahmepaket an Gesamtboard im Juli 2011
- Feinkonzeption der Maßnahmen bis Dezember 2011
- Start der Maßnahmen ab Januar 2012

Das W&W-Projekt „Gender Diversity“ wurde im August 2011 außerdem mit dem BPM Corporate Award ausgezeichnet, der für Unternehmen steht, die ein pragmatisches, innovatives und effektives Konzept haben, um Frauen im Unternehmen zu fördern. Die Jury bewertet sowohl einzelne Maßnahmen, um den Frauenanteil im Unternehmen zu erhöhen als auch die Rahmenbedingungen, die die Karriere weiblicher Mitarbeiter unterstützen.

Seit Ende 2010 ist die W&W-Gruppe aktiv im X Company Netzwerk Stuttgart vertreten. Das Ziel des Netzwerks ist es, den wirtschaftlichen Mehrwert von gemischten Führungsteams aufzuzeigen und in den beteiligten Organisation konkrete Maßnahmen anzustoßen, damit mehr Frauen in Führungspositionen kommen.

Interkultureller Vertrieb bei der Wüstenrot Bausparkasse
Die Wüstenrot-Vertriebsorganisation „Interkultureller Vertrieb“ (DKI), die sich insbesondere an den Kreis türkisch- sowie italienisch-stämmiger Bausparkunden wendet, feierte ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit der Errichtung einer speziellen Vertriebseinheit zur Betreuung dieser Bevölkerungsgruppen im Jahr 1986 zählt Wüstenrot zu den Pionieren des sogenannten Ethno-Marketing in Deutschland.

Integration von Menschen mit Behinderung
Wüstenrot stellt jungen, behinderten Auszubildenden von der Diakonischen Einrichtung Karlshöhe Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese nutzen auch Pausenräume und Kantine des Unternehmens und werden so in den Alltag integriert.

Abteilung Arbeits- und Gesundheitsschutz
- Betriebsärzte
- Sicherheitsbeauftragte
- Arbeitsschutzausschuss
- Fachkräfte für Arbeitssicherheit

W&W Gesundheitsmanagement
- Konzernsteuerkreis über 10 Geschäftseinheiten
- Arbeitskreis zu Gesundheitsthemen (13 Personen)
- Arbeitskreis Gefährdungsbeurteilung (14 Personen)
- Netzwerk Sucht
- Betriebsärztlicher Dienst
- Betriebssportgruppen der W&W-Gruppe
- Kooperationen mit Fitnesscentern

Mit den Leistungen innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagement (siehe auch GRI LA8) hat sich die W&W-Gruppe im Rahmen des Corporate Health Award als Exzellenz-Unternehmen in der höchsten Kategorie platziert. (Voraussetzung für die Auszeichnung ist das Vorhandensein eines systematischen, strategischen und ganzheitlichen Gesundheitsmanagements, das zu den besten der Branche zählt und Vorbildfunktion hat.)

Angemessene Bezahlung
- In den Vergütungsgrundsätzen der W&W-Gruppe ist festgehalten, dass die Gesamtvergütung der Mitarbeiter wettbewerbsfähig sein muss, d.h. sie ist so gestaltet, dass Mitarbeiter gewonnen, gehalten und bestmöglich motiviert werden.
- Die Auszeichnung als FairCompany von Karriere.de bestätigt den fairen Umgang mit Berufsanfängern in der W&W-Gruppe. Dafür musste sich W&W dazu verpflichten, bestimmte Regeln einzuhalten, die für faire Praktikumsbedingungen sorgen, wie u.a. auch eine adäquate Arbeitsentschädigung zu zahlen.

Vereinbarung von Familie und Beruf
W&W unterstützt aktiv die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die eine zunehmende Herausforderung für die Beschäftigungs- und Personalpolitik darstellt. Ein Ziel ist es dabei auch, die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber zu stärken:

- Pilotprojekt „Flexibles Arbeiten“ zur besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Seit November 2011 erproben Mitarbeiter Modelle orts-unabhängigen Arbeitens, z.B. regelmäßige Tätigkeit von unterwegs, computergestützte Zusammenarbeit räumlich verteilter Teams oder Tätigkeit von zu Hause aus. Flexibilität soll in Bezug auf den Arbeitsort sowie auf die Arbeitszeit gewährleistet sein. Ziel sind attraktive und bedarfsgerechte Arbeitsplätze, die es erleichtern, Mitarbeiter verschiedener Funktionsgruppen zu gewinnen und dauerhaft zu binden.
- Das Angebot für Kinderbetreuung wird jährlich ausgebaut. Die betriebliche Kindertagesstätte „Feuerseepiraten“ wurde 2011 genehmigt und bietet seit Februar 2012 mit bis zu 30 Betreuungsplätzen die Möglichkeit, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Auch am Standort Ludwigsburg ist eine betriebliche Kindertagesstätte in Planung.
- Betriebliche Elternzeit im Anschluss an die gesetzliche Elternzeit.
- Betriebliche Pflegezeit bis zu 3 Jahren.
- Kinder-„Notfallbetreuung“ in Kooperation mit dem Eltern-Kind-Zentrum e.V. S- West (EKiZ).
- Eltern-Kind-Büros zur Notfallbetreuung.
- Kooperation mit der pme Familienservice GmbH zur Beratung und Vermittlung von „childcare“- und „eldercare“-Angeboten.
- Betriebliche Kinderweihnachtsfeier für 3-9 Jährige.
- Möglichkeit zur Teilnahme an betrieblichen Schulungen während der Elternzeit.
- Seminar zum Wiedereinstieg nach Elternzeit - Wiedereinstieg@W&W.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Gesellschaftliche Veränderungen, wie z. B. der Einsatz neuer Medien und Kommunikationstechnologien oder die notwendige Steigerung von Flexibilität und Selbstorganisation der Arbeitswelt von morgen, lassen die personalwirtschaftlichen Herausforderungen immer anspruchsvoller werden. Auch der Arbeitsmarkt verändert sich durch den demografischen Wandel. Der Anteil älterer Erwerbstätiger steigt, der von Nachwuchskräften sinkt. Gleichzeitig wird der Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer höher, um die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt und deren Herausforderungen zu bewältigen. Der Fokus der Personalarbeit lag 2011 auf den folgenden vier Handlungsfeldern, innerhalb derer die Folgenden aufgelisteten Maßnahmen, Instrumente und Projekte durchgeführt wurden.

Handlungsfeld 1: Ressourcen bedarfsorientiert steuern
- Projekt Ressourcensteuerung
- Personal- und Kostenplanung
- Jahresgehaltsübersicht im Personalportal

Handlungsfeld 2: Führungs- und Veränderungsfähigkeit steigern
- Führungskultur und Führungsverhalten
- Jahresgespräch
- Netzwerk der Veränderer
- Arbeitsrechtliche Schulungen im Rahmen von FIT „Führung in der Tagesarbeit“
- Neue Informationsformate für Führungskräfte

Handlungsfeld 3: Arbeit flexibel und bedarfsgerecht gestalten
- Pilotprojekt „Flexibles Arbeiten“
- Lebensphasengerechte Laufbahnplanung
- Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
- Gesundheitsmanagement
- Demografiemanagement

Handlungsfeld 4: Talente systematisch identifizieren, rekrutieren, entwickeln und bilden
- Nominierungsprozesse und Potenzialeinschätzungsverfahren
- Gender Diversity
- Ausgezeichnetes Premium Talentprogramm
- Mentorenprogramm
- Expertenlaufbahn
- W&W Traineeprogramm
- Kooperation mit Schulen und Hochschulen

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI LA7
Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie Summe der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region.

Betriebs- und Wegeunfälle, sowie krankheitsbedingte Fehlzeitenquote (Stand 31.12.2011):
(Abwesenheitsart
- Name der Firma: Anzahl Fälle;in Tagen)

Betriebsunfall
- W&W AG:1;12
- Württ. Versicherung AG:4;54
- Wüstenrot Bausparkasse AG:1;48

Wegeunfall
W&W AG:3;9
W&W Informatik GmbH:1;12
W&W Service GmbH:3;38
Württ. Lebensvers. AG:4;17
Württ. Versicherung AG:20;518
Wüstenrot Bausparkasse AG:4;31

Gesamt 41;739

Krankheitsbedingte Fehlzeitenquote W&W Konzern Inland (ohne Auszubildende):5,24 (Vgl. Vj. 4,94)

Es sind keine arbeitsbedingten Todesfälle eingetreten.

Leistungsindikator GRI LA8
Unterricht, Schulungen, Beratungsangebote, Vorsorge- und Risikokontrollprogramme, die Mitarbeiter, ihre Familien oder Gemeindemitglieder in Bezug auf ernste Krankheiten unterstützen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die bewusste Gestaltung der Arbeitsbedingungen bei der W&W unter dem Aspekt der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Das betriebliche Gesundheitsmanagement der W&W-Gruppe wird über den Konzernsteuerkreis Gesundheit und die thematischen Arbeitskreise Arbeitssicherheit / Gefährdungsbeurteilung / Gesundheitsschutz organisiert.

Das Angebot umfasst die aktive Gesundheitsförderung, z.B.
- Seminare / Vorträge / Informationen: Führungskräfteschulungen; Stressbewältigungsseminare; Angebote z.B. zu gesunder Ernährung, Herz und Rücken; Intranetseite zum W&W Gesundheitsmanagement; Vorträge zu bestimmten Themen durch Spezialisten; Themenwochen
- Kooperationen mit Fitness- und Yogastudios, Angebot „Mobile Massage“
- Beratung / Sozialbetreuung durch Betriebsarzt; Mitglieder Arbeitskreis Gesundheit; Betriebsrat; Individuelle Beratung; Vermittlung von externen Anlaufstellen bei Problemen
- Vorsorgeangebote Messungen / Tests, z. B. Blutdruckmessung, Körperfettmessung, Blutzuckermessung, Cholesterinmessung, Sehtest, Venentest, Hörtest; Impfungen

und reaktive Maßnahmen, z.B.
- Krankenstandsanalysen und abgeleitete Maßnahmen
- Betriebsärztlicher Dienst (Information der Mitarbeiter bei gefährlichen Viren/Grippen, Notfalldienst, Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, Beratung Wiedereingliederung, allg. Gesundheitsberatung, Suchtberatung, etc.)
- Netzwerk Sucht (Vertrauliche Suchtkrankenhelfer, Beratung, Information und Sensibilisierung, etc.)

Im Rahmen der Präventionskampagne 2011 „Unternehmen unternehmen Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG Bund) wurde außerdem die W&W-Aktion „Umgang mit Stress und Belastungssituationen“ als Best-Practice-Beispiel auf der Homepage des BMG veröffentlicht.

Für die Mitarbeitenden, deren Angehörige und Pensionäre der W&W-Gruppe bestehen in Form von Stiftungen und Verbänden verschiedene Unterstützungskassen:
- Die Alex-Möller-Stiftung, die nach seinem Gründer benannt wurde, hat den Zweck Pensionären der Karlsruher Lebensversicherung AG und deren Angehörigen freiwillige einmalige, wiederholte oder laufende Unterstützung bei Hilfsbedürftigkeit, vollständiger oder teilweiser Invalidität sowie bei sonstigen Notfällen zu gewähren. (Die Karlsruher Lebensversicherung AG ist 2007 auf die Württembergische Lebensversicherung AG verschmolzen worden)
- Die Raiser Stiftung verfolgt den Zweck, festangestellten Mitarbeitern im Innen- und Außendienst sowie Pensionären der Württembergische Versicherungen in Fällen finanzieller Not Unterstützung zu gewähren.
- Zweck der Unterstützungskasse der Wüstenrot-Unternehmen ist die Gewährung freiwilliger Unterstützungen an die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter (angestellte Mitarbeiter und Handelsvertreter) und zwar mittels einmaligen oder wiederholten Unterstützungen von Fall zu Fall, bei Hilfsbedürftigkeit und bei Sterbefällen.

Leistungsindikator GRI LA10
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde.

Weiterbildung pro Mitarbeiterkategorie und Geschlecht (Stand 31.12.2011):
Führungskräfte gesamt: 26.264 Std.
- FK weiblich: 5.354 Std. = durchschnittlich 43 Std. pro weibliche Führungskraft
- FK männlich: 20.910 Std. = durchschnittlich 42 Std. pro männliche Führungskraft

Mitarbeiter gesamt: 187.249 Std.
- MA weiblich: 65.072 Std. = durchschnittlich 16 Std. pro Mitarbeiterin
- MA männlich: 117.421 Std. = durchschnittlich 26 Std. pro Mitarbeiter

Anzahl Auszubildende unterteilt nach Geschlecht (Stand 31.12.2011):
Auszubildende gesamt: 465
- Azubis weiblich: 48,2 % = 224
- Azubis männlich: 51,8 % = 241

Davon neue Auszubildende (ab 2011 an den Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe im Innen- und Außendienst): 163
- Azubis weiblich: 48,1% = 78
- Azubis männlich: 51,9 % = 85

- davon 6 Trainees (18-monatiges W&W-Trainee-Programm in verschiedenen Schwerpunktbereichen wie Mathematik, Recht oder Personal)

Leistungsindikator GRI LA13
Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren für Vielfalt.

Personalbestand Inland gesamt (ohne Auszubildende):
Zum Stichtag 31.12.2011:
- 10.118 Arbeitnehmer (Vgl. Vj. 10.117)

Im Jahresdurchschnitt 2011:
- 10.133 Arbeitnehmer (Vgl. Vj. 9.967)

(Zum 31.12.2011 waren bei der W&W 42 verschiedenen Nationalitäten vertreten)

Aufteilung hinsichtlich Geschlecht (Inland, ohne ATZ Passivphase, Azubis, Praktikanten/Aushilfen):
-Weiblich: 50 %
-Männlich: 50 %

Frauenanteil in Führungspositionen 2011:
-2011: 19.58 %
-2010: 18.76 %

Führungskräfte im W&W Konzern Inland 2011 (im Innendienst) unterteilt nach Kategorie und Geschlecht:
Vorstand / Geschäftsführung:
-7,7 % Frauen
-92,3 % Männer

Führungsebene 1:
-11,4 % Frauen
-88,6 % Männer

Führungsebene 2/3:
-21,5 % Frauen
-78,5 % Männer

Beschluss Gesamtboard im Juli 2011:
Betriebliches Ziel von 30 % Frauenanteil in Führungspositionen bis Ende 2015

Altersstruktur in der W&W-Gruppe (Stand 2011):
<20 Jahre: 10
20-24 Jahre: 325
25-29 Jahre: 772
30-34 Jahre: 946
35-39 Jahre: 1.102
40-44 Jahre: 1.520
45-49 Jahre: 1.704
50-54 Jahre: 2.532
55-59 Jahre: 1.226
< 60 Jahre: 266

Zugehörigkeit zu einer Minderheit wird nicht erfasst.

Leistungsindikator GRI HR4
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen.

1 Fall / Vorwurf der Diskriminierung im Außendienst, wobei das Verfahren im Vergleich (einvernehmliche Regelung) beendet wurde.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Gefahr von genannten Verstößen wird im Rahmen der Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe als sehr gering eingeschätzt, weshalb keine konzernübergreifenden Maßnahmen vorhanden sind.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI HR2
Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden und ergriffene Maßnahmen.

Dieser Indikator wird so nicht gemessen, da im Rahmen der Geschäftsaktivitäten der W&W-Gruppe keine Gefahr des Verstoßes gegen die Menschenrechte besteht.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Geschichte und Tätigkeitsfelder der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen basieren auf sozialen Grundideen. Ihrem Grundverständnis von gesellschaftlicher Verantwortung entspricht die Wüstenrot Stiftung , die hinter der Mehrheitseigentümerin, der Wüstenrot Holding AG, steht. Sie fördert Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Bildung und Erziehung. Die W&W-Gruppe ergänzt dieses Engagement vor allem durch Unterstützung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, der Ludwigsburger Schlossfestspiele, des Festspielhauses in Baden-Baden sowie der Bachakademie Stuttgart. Zusammen mit der Stadt Stuttgart fördert W&W den Preis „Partner für Sicherheit“ zur Kriminalitätsvorbeugung. Weiteres Engagement in und für die Region gibt es in den Bereichen Sponsoring und Spenden, Corporate Volunteering, Kooperationen mit Schulen und Hochschulen, W&W Kunstsammlung und auch über die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH und die Württembergische Classic.

Sponsoring und Spenden
- Die W&W-Gruppe ist über die Tochterunternehmen Wüstenrot und Württembergische Sponsor von diversen regionalen Vereinen und Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales, wie z.B. des VFB Stuttgart, dem Handballverband Württemberg, des SWR-Nachtcafes oder des Ottokars Puppentheaters.

Corporate Volunteering
- An den Standorten Ludwigsburg, Stuttgart und Karlsruhe fand im Rahmen des Gesundheitsprogramms 2011 jeweils ein "Charity-Walk" durch die Unternehmensgebäude statt. Pro gelaufene Runde lobte die W&W AG zwei Euro für soziale Einrichtungen in der Nachbarschaft der Standorte aus. Insgesamt wurden damit 4.392 Euro erlaufen und drei regionalen sozialen Organisationen gespendet.

Kooperationen mit Schulen und Hochschulen
- W&W-Hochschulkooperationen sind aktuell mit der Uni Hohenheim, Uni Ulm, HFT Stuttgart, HfWU Nürtingen und der HS Pforzheim vereinbart.
- 2011 wurden erstmals Bildungspartnerschaften mit dem Friedrich-List-Gymnasium aus Asperg sowie der Schlossrealschule in Stuttgart geschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaften bietet Wüstenrot & Württembergische den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu Bewerbertrainings, Betriebsführungen und zur Teilnahme an den Praktikumswochen „Step-One“.

W&W Kunstsammlung
- Die W&W Kunstsammlung umfasst rund 3.500 Werke, wovon etwa 800 aktiv genutzt werden. Vertreten sind viele lokale und regionale Künstler mit international hohem Rang.

Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH
- Die Städtebauförderung ist eines der wirksamsten Instrumente für eine nachhaltige und strukturelle Entwicklung von Städten und Gemeinden - und dank ihrer Anreizsysteme auch eines der wesentlichen Konjunkturprogramme.
- Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH verweist diesbezüglich auf eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik Stuttgart. Deren Ergebnis belegt, dass ein Euro der Städtebauförderung über acht Euro Bauvolumen generiert.

„Württembergische Classic“
- Die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der W&W AG, veranstaltete 2011 ihre renommierte Oldtimer-Rallye bereits zum 16. Mal.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI EC1
Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert, einschließlich Einnahmen, Betriebskosten, Mitarbeitergehältern Spenden und anderer Investitionen in die Gemeinde, Gewinnvortrag und Zahlungen an Kapitalgeber und Behörden (Steuern).

Im Geschäftsbericht 2011 der Wüstenrot & Württembergische AG sind sowohl Kennzahlen der W&W AG als Steuerungsorgan als auch der W&W-Gruppe enthalten.

Gewinn- und Verlustrechnung der W&W AG:
Stand 31.12.2011 (in Tsd. €)

Jahresüberschuss: 74.623
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: 574
Gewinnrücklagen: 25.000
Bilanzgewinn: 50.197

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der W&W AG:
Stand 31.12.2011 (in Tsd. €)

0,50 € Dividende je Stückaktie: 45.996
Einstellungen in anderen Rücklagen: 4.000
Vortrag auf neue Rechnung: 201
Gesamt: 50.197

Angaben zur W&W-Gruppe:
Stand 31.12.2011 (in Tsd. €)

Jahresüberschuss: 191,6

Steueraufwendungen: 628.364.288
Lohnsteuer: 122.956.107
Versicherungsteuer: 254.610.638
Feuerschutzsteuer: 7.072.638
Kapitalertragsteuer (Produktsteuern): 79.588.749
Kapitalertragsteuer (Anteilseigner) W&W AG: 12.131.527
WL (27,78%): 98.150
Ertragsteuern: 124.850.190
Umsatzsteuer: 17.540.201
Grundsteuer: 4.304.033
Grunderwerbsteuer: 5.212.055

Personalaufwendungen: 39.571
Löhne und Gehälter: 31.178
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung: 4.498
Aufwendungen für Altersversorgung: 3.895

Spendenaufwendungen (nicht politisch): 182,224

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die W&W AG und ihre Tochtergesellschaften nehmen über Interessensvertreter in diversen Verbänden und Vereinen aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung teil. So gehört der Vorstandsvorsitzende der W&W AG Dr. Alexander Erdland seit 2007 dem Präsidium des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) an, dessen Aufgabe die Vertretung der Versicherungsunternehmen gegenüber gesellschaftlichen und politischen Positionen ist. Als weitere wesentliche Aktivität ist die Mitgliedschaft im Verband der Privaten Bausparkassen e.V. zu nennen, wo der Generalbevollmächtigte der Wüstenrot Bausparkasse AG Matthias Lechner als Vorstandsmitglied aktiv ist.

Zahlungen werden an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e.V., dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte (VGA) e.V., dem Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. und ähnliche Institutionen geleistet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SO6
Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern.

Von der Versicherungsseite wurden insgesamt 2.198.028,60 Euro an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e.V., dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte (VGA) e.V., dem Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. und ähnliche in Deutschland ansässigen Institutionen geleistet.

Von der Bankenseite wurden insgesamt 1.021.492,96 Euro (exklusiv Pflichtbeiträge in Einlagensicherungsfonds, Restrukturierungsfonds o.ä.) an den Verband privater Bausparkassen, den Bankenverband, Arbeitgeberverbände und ähnliche in Deutschland ansässige Institutionen geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Corporate Governance / Compliance
Corporate Governance steht in der W&W AG und im gesamten W&W-Konzern für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle der Unternehmen.
(Siehe Geschäftsbericht W&W AG 2011, S.308)

- Die W&W wirkt auf die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch eine konzernweite Compliance-Organisation hin. Zur Steigerung der Effizienz der Compliance wurde ein Group Compliance Committee eingerichtet, das sich aus dem Leiter Konzern Recht und Compliance, dem Leiter Konzernrisikomanagement, dem Konzern-Compliance-Beauftragten, dem Konzern-Beauftragten für Geldwäsche und Wertpapiercompliance, dem Leiter Konzernrevision sowie dem Konzern-Datenschutzbeauftragten zusammensetzt.
- In der W&W-Gruppe ist ein Verhaltenskodex etabliert. Dieser gilt für alle Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch ein konzernweit veröffentlichtes Handbuch, das unter anderem konkrete Beispiele für Konfliktsituationen und ihre Lösungen bietet. Der Kodex ist öffentlich einsehbar unter: http://www.ww-ag.com/rmedia/media/konzern/dokumente_2/verhaltenskodex/Verhaltenskodex-091201.pdf
- Zudem unterstützt ein externer (Konzern-)Ombudsmann die Mitarbeiter der W&W-Gruppe, falls diese auf gewichtige und strafrechtlich bedeutsame Vorgänge im Unternehmen aufmerksam machen wollen.
- Führungskräfte und alle Mitarbeiter werden anhand von ausführlichen Dokumentationen über das Insiderrecht, das Kartellrecht sowie zu den Themen Korruption und Compliance unterrichtet. Anhand von Beispielen und Selbstkontrollmöglichkeiten werden die Rechtsgebiete für die Praxis verständlich vermittelt.
- Die W&W AG gibt seit des erstmals 2002 von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex formulierten Kodex jährlich eine Entsprechenserklärung ab und veröffentlicht diese jeweils dauerhaft auf der Unternehmenswebsite. Mit dem Kodex sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung für nationale und internationale Investoren transparent gemacht werden.
- Die W&W-Gruppe verfügt über einen umfassenden Risikoprozess zur Verhinderung betrügerischer Handlungen, namentlich Manipulation der IT, Bestechung und Korruption, Geldwäsche, Unterschlagung / Veruntreuung, Diebstahl, Manipulation der Bilanz und Verschwendung. Innerhalb dieses Prozesses werden alle für die genannten Risiken relevanten Geschäftseinheiten ermittelt und einer umfassenden Gefährdungsanalyse unterzogen.
- Derzeit wird durch Wirtschaftsprüfer eine Überprüfung des W&W Compliance Management System auf Basis von IDW PS 980 durchgeführt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SO2
Prozentsatz und Anzahl der Geschäftseinheiten, die auf Korruptionsrisiken hin untersucht wurden.

2011 wurden 18 Geschäftseinheiten der W&W-Gruppe als „relevant“ eingestuft (siehe DNK 20) und somit einer umfassenden Gefährdungsanalyse unterzogen.
Die W&W-Gruppe wurde damit zu 100 % auf Korruptionsrisiken hin untersucht.

Leistungsindikator GRI SO7
Anzahl der Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopol-bildung erhoben wurden und deren Ergebnisse.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden vier Klagen gegen die W&W erhoben. Davon wurden zwei gewonnen und zwei verloren; zurzeit werden alle Klagen in nächster Instanz weitergeführt.

Leistungsindikator GRI SO8
Wesentliche Bußgelder (Geldwert) und Anzahl nicht monetärer Strafen wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften.

Im Geschäftsjahr 2011 sind keine wesentlichen Bußgelder oder nicht-monetäre Strafen gegen die W&W wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften erhoben worden.