14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Grundsätzlich unterliegen alle Geschäftstätigkeiten der Deutsche Wohnen den deutschen Gesetzen, die Arbeitnehmerrechte klar vorgeben.

Die Entlohnung der Angestellten erfolgt angelehnt an das Vergleichsumfeld der Wohnungswirtschaft. Die Berechnung beruht auf der 2014 eingeführten Vergütungsstruktur, die nach einheitlichen Standards für eine markt- und leistungsgerechte Vergütung sorgt. Haustarifverträge bestehen noch für ehemalige GSW-Mitarbeiter, die rund 13 % der Mitarbeiter der Deutsche Wohnen ausmachen.

Für die Interessen der Mitarbeiter der Deutsche Wohnen setzt sich die Ende 2007 eingerichtete Fokusgruppe ein. Diese Mitarbeitervertretung der Deutsche Wohnen Gruppe dient als Sprachrohr der Belegschaft. Rund 20 Mitarbeiter aus verschiedenen Berufszweigen und unterschiedlichen Standorten, jeweils ein Vertreter der Geschäftsführung der DWM und DWI sowie Vertreter der Personalabteilung treffen sich zweimal jährlich und greifen aktuelle Themen auf. Darüber hinaus ist der Vorstandsvorsitzende zu jedem Treffen eingeladen und in den überwiegenden Fällen auch anwesend, um aktuelle Probleme lösungsorientiert zu besprechen. Die besprochenen Themen und Ergebnisse werden den Mitarbeitern in Form eines Protokolls im Intranet sowie über den Mitarbeiter-Newsletter zugänglich gemacht. Ganzjährig stehen Ansprechpartner und anonyme Briefkästen für Anregungen oder Beschwerden zur Verfügung.

Die 2015 eingeführten strukturierten Mitarbeitergespräche enthalten einen an Führungskräfte gerichteten Feedback-Anteil und stellen einen Dialog zwischen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern dar. Darüber hinaus wird im Rahmen der regelmäßigen Mitarbeiterbefragung Feedback zum Unternehmen eingeholt.

Die Deutsche Wohnen und ihre Zulieferer sind nur in der Bundesrepublik Deutschland tätig.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Unseren Mitarbeitern wollen wir ermöglichen, in allen Lebenslagen ihre Arbeit und ihr Privatleben in Einklang zu bringen. Persönliche Work-Life-Balance und Familienfreundlichkeit des Arbeitsumfeldes fördern wir durch verschiedene Maßnahmen. So sind neben Homeoffice auch Teilzeit- und Gleitzeitmodelle möglich und sämtliche Mitarbeiter haben neben 30 Tagen Urlaub die inoffiziellen Feiertage Weihnachten und Silvester frei. Auch unsere freiwilligen Sonderleistungen für besondere Lebenslagen gehören dazu. 46 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befanden sich 2015 in Elternzeit.

Dass diese Regelungen grundsätzlich für alle Mitarbeiter gelten, wurde 2011 in unseren Verhaltensrichtlinien und Führungsgrundsätzen niedergelegt. Sie bilden den Rahmen für einen konstruktiven Umgang miteinander: Verlässlichkeit, Wertschätzung und Transparenz. Wir fördern Vielfalt und dulden keine Diskriminierung der Mitarbeiter aufgrund von Geschlecht, Alter, Herkunft, Behinderung oder sexueller Ausrichtung. Dies gilt für die Einstellung von Mitarbeitern, für das bestehende Arbeitsverhältnis sowie für die berufliche Entwicklung. Hierfür sind ausschließlich Leistung, Persönlichkeit, Fähigkeiten und Eignung entscheidend. Jegliches diskriminierende Verhalten wird innerhalb der Deutsche Wohnen prinzipiell nicht geduldet. Die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind allen Führungskräften der Deutsche Wohnen bekannt.

Wir wissen, dass unser Erfolg zu wesentlichen Teilen auf dem Engagement und der Motivation unserer Mitarbeiter beruht. Zu den Meilensteinen im letzten Jahr gehörte deswegen auch die Umsetzung der 2014 eingeführten leistungs- und marktgerechten Vergütungsstruktur, die für einheitliche Standards sorgt. Basierend auf einem Marktvergleich sämtlicher Tätigkeiten in den einzelnen Unternehmen der Deutsche Wohnen sowie auf Branchen-Tarifverträgen definieren wir vier Gehaltsebenen. Die Eingruppierung der Angestellten in diese Stufen erfolgt aufgrund ihres Stellenprofils und ihrer Qualifikation. Diese Vergütung nach transparenten Regeln und nicht auf Verhandlungsbasis schafft Fairness und sorgt dafür, dass vergleichbare Positionen gleich vergütet werden.

Leiharbeitnehmer beschäftigen wir nur in Ausnahmefällen und verzichten auf unentgeltlich arbeitende Praktikanten.

Grundsätzlich gewährt die Deutsche Wohnen Voll- und Teilzeitangestellten sowie befristet beschäftigten Mitarbeitern und Auszubildenden dieselben fördernden Leistungen. Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, etwa Massagen, Obstkörbe, Gesundheitstage und Sportaktivitäten, stehen allen Mitarbeitern offen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Deutsche Wohnen unterstützt alle Mitarbeiter beim Erhalt ihrer fortdauernden Beschäftigungsfähigkeit. Dafür ermittelt sie in den Mitarbeitergesprächen den individuellen Bedarf und bietet den Mitarbeitern passgenaue Seminare und Trainings an. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten – beispielsweise Gesundheitstage, Massagen, Obstkörbe, die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten sowie Vorteilsangebote eines Trainingsanbieters – rundet das Bild ab.

Für eine hohe fachliche Expertise und die Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen setzen wir auf zielgerichtete individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Im Rahmen des Mitarbeitergesprächs werden Weiterbildungsbedarfe ermittelt und durch einen Methodenmix auf den Mitarbeiter zugeschnittene Maßnahmen angeboten. Grundsätzlich stehen die Fortbildungen für alle Mitarbeiter gleichermaßen offen.

Unsere Führungskräfte und unseren Führungskräftenachwuchs fördern wir umfänglich in internen Entwicklungsprogrammen, wodurch theoretische Fachkenntnisse und Unternehmens-Know-how optimal miteinander verknüpft werden. Rund 18 % unserer heutigen Führungskräfte sind ehemalige Auszubildende. Führungskräfte haben die Möglichkeit, spezielle Schulungen und Coachings wahrzunehmen, die sie sowohl fachlich als auch im Umgang mit Mitarbeitern stärken.

Im Jahr 2015 investierte die Deutsche Wohnen rund EUR 350.000 in die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

Der Aspekt Arbeitsschutz wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

Abwesenheitsrate: 5,39
Tödliche Unfälle: 0

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Der Aspekt Arbeitsschutz wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

Zum 31. Dezember 2015 waren 47 Auszubildende und Studenten bei der Deutsche Wohnen AG beschäftigt (Vorjahr: 58).

Im Rahmen unseres strategischen Talentmanagements richten wir Weiterbildung vor allem an fachlicher Zielsetzung und dem individuellen Bedarf aus. Mitarbeiterseminare bietet die  Deutsche Wohnen zielgruppenspezifisch an, wie beispielsweise zum richtigen Umgang mit schwierigen Fällen in den Service-Büros und im Backoffice sowie Verhandlungstrainings für  Projektmanager. Daneben stehen allgemeine Weiterbildungen,  etwa zu Zeit- und Selbstmanagement, der gesamten Belegschaft offen. Um den Erfolg der Personalentwicklungsmaßnahmen besser messen zu können, wird die Deutsche Wohnen 2016 die Anzahl der Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter erfassen und ab dem nächsten Jahr berichten.

Im Jahr 2015 investierte die Deutsche Wohnen rund EUR 350.000 in die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Die Deutsche Wohnen fördert Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Über 65 % der gesamten Belegschaft der Deutsche Wohnen sind Frauen. Ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2014: 66,6 %). Auf Führungsebene, bestehend aus Managing Director, Director und Manager mit Führungsverantwortung der Deutsche Wohnen, beträgt der Frauenanteil 51,7 % und ist damit gegenüber 2014 (48,2 %) leicht gestiegen. 65,5 % der Führungskräfte sind unter 45 Jahre alt (2014: 61,1 %).

In den Kontrollorganen liegt der Frauenanteil bei 0 %. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand für den Zielerreichungszeitraum bis 30. Juni 2017 wurde auf 0 % festgelegt. 11 % der Mitglieder der Kontrollorgane sind in der Altersgruppe von 30 bis 50 Jahre, 89 % sind älter als 50 Jahre.

Das durchschnittliche Alter der Mitarbeiter bei der Deutsche Wohnen lag 2015 bei 41,3 Jahren (2014: 41,9 Jahre). Mit fast 40 % ist der Großteil der Mitarbeiter jünger als 35 Jahre, der Anteil der über 55-Jährigen liegt bei 10,7 % (2014: 14,9 %).

Die Schwerbehindertenquote der Deutsche Wohnen AG (Holding) lag über den gesetzlich festgelegten 5 %, die der DWCF und DWC lag im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die DWM, DWI und DWSC erfüllen die Vorgaben nicht und leisten ihren Beitrag über die Ausgleichsabgabe.

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

Jegliches diskriminierende Verhalten wird innerhalb der Deutsche Wohnen prinzipiell nicht geduldet. Die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind allen Führungskräften der Deutsche Wohnen bekannt. Vorfälle von Diskriminierung wurden im Berichtsjahr nicht bekannt.

Ausbildungsquote (optional)

Auszubildendenquote: 5,8 %

Mitarbeiterfluktuation (optional)

Mitarbeiterfluktuation

  2015 2014 1)
Fluktuationsquote gesamt 2)    
Anzahl Männer 27  13
Anzahl Frauen 42 21
Gesamt in % 9,5 6,9
Arbeitnehmerveranlasste Kündigungen    
Anzahl Männer 11 9
Anzahl Frauen 21 6
Gesamt in % 4,4 3,0
1)   Aufgrund der Umstrukturierung im Zuge der GSW-Übernahme wurde die Fluktuationsquote 2014 ohne GSW berichtet.
2)   Inkl. arbeitnehmer- und arbeitgeberveranlasster Kündigungen, Renteneintritt, Aufhebungsverträgen

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Gleichheit aller Menschen als Wert spiegelt sich in der Bedeutung der Menschenrechte für die Deutsche Wohnen wider. In ihrem Einflussbereich achtet sie auf deren Einhaltung und Umsetzung. Dazu gehören intern Ausschluss und Ahndung diskriminierenden Verhaltens sowie extern die Sicherstellung von entsprechenden Verhaltensweisen bei Dienstleistern und Zulieferern. Grundsätzlich unterliegen alle Geschäftstätigkeiten den deutschen Gesetzen, darin eingeschlossen auch die Bestimmungen des Grundgesetzes, die klare Aussagen beispielsweise zu Vereinigungsfreiheit oder gegen Zwangsarbeit treffen. Da das Thema Menschenrechte für eine ausschließlich in Deutschland tätige Immobiliengesellschaft gesetzlich geregelt ist, gibt es bei der Deutsche Wohnen über Compliance-Richtlinien hinaus keine weiteren Verfahren.

Unsere Auftragnehmer im Neubau sind verpflichtet, den DGNB-Standard zu erfüllen. Dieser schreibt die Einhaltung von anerkannten ökologischen und sozialen Standards vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

Der Aspekt Menschenrechte wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

Der Aspekt Menschenrechte wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Der Aspekt Menschenrechte wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Der Aspekt Menschenrechte wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Seit ihrer Gründung ist die Deutsche Wohnen AG Mitglied der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. (DESWOS), um die Armut und Wohnungsnot in Entwicklungsländern zu bekämpfen.

Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich die Deutsche Wohnen zudem in einer Kooperation mit Hestia e.V., einem Verein zur Hilfe von Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind und stellt regelmäßig geeigneten Wohnraum zur Verfügung. Auch für das Projekt „NeuRaum – Wohnen nach dem Frauenhaus“ stellt das Unternehmen Wohnungen bereit. Das Projekt der Caritas für das Erzbistum Berlin e.V. wird durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanziert und durch die Deutsche Wohnen als zentralen Partner unterstützt.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern der Jugendhilfe unterstützen wir jugendliche Flüchtlinge, die alleine nach Deutschland gekommen sind, und stellen ihnen Wohnungen zur Verfügung. Seit Anfang 2016 ist die Deutsche Wohnen zudem Gründungsmitglied von „Wir zusammen“. Die Plattform, der mittlerweile über 70 Mitgliedsunternehmen angehören, schafft Transparenz und Orientierung über das vielfältige und kreative Engagement für Flüchtlinge.

Im Berichtsjahr hat die Deutsche Wohnen die Neuausrichtung ihrer Spendenstrategie weiter vorangetrieben. Wir engagieren uns vor allem im sozialen Bereich im Umfeld unserer Bestände, wo wir unsere Kernkompetenzen besonders effektiv einsetzen können. Wir sind überzeugt, dass wir oftmals mit kleineren Aktivitäten an verschiedenen Orten mehr Effekte erzielen als mit einer großen Einzelaktion. Ein Fokus lag dabei 2015 auf der Unterstützung von Flüchtlingen und anderen bedürftigen Gruppen.

Unsere Spenden für das Gemeinwesen erhöhten sich gegenüber 2014 um 60 % auf insgesamt EUR 146.500. Zudem sponserte die Deutsche Wohnen insgesamt 7.000 Kinderferienpässe in Berlin und Hannover im Wert von etwa EUR 90.000. Ab Mai 2016 werden wir außerdem den eintrittsfreien Mittwoch im Berliner Bröhan-Museum finanziell fördern.

Für eine genaue Auflistung unserer vielfältigen Engagements im Gemeinwesen siehe unser Nachhaltigkeitsbericht 2015 auf Seite 35 und 52.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

Die Deutsche Wohnen hat im Geschäftsjahr 2015 erneut alle wesentlichen Kennzahlen deutlich gesteigert und eigene Prognosen übertroffen. Der Konzerngewinn lag mit EUR 1,2 Mrd. gut ein Drittel über dem Vorjahresergebnis. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Neubewertungsgewinn unserer Immobilien zurückzuführen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT) ist um 36 % auf EUR 384,4 Mio. gestiegen. Dazu trugen insbesondere ein verbessertes Verkaufsergebnis von EUR 68,9 Mio. (Vorjahr: EUR 52,4 Mio.), niedrigere Verwaltungskosten von EUR 74,7 Mio. (Vorjahr: EUR 90,5 Mio.) nach vollständiger Integration der GSW sowie geringere Finanzierungsaufwendungen durch die erfolgreichen Refinanzierungen in den vergangenen zwei Jahren bei. Die Kostenquote (Cost Ratio) im Verhältnis zur Vertragsmiete hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 14,4 % auf 11,8 % verringert. Die durchschnittliche Vertragsmiete betrug zum Jahresende EUR 5,89 pro m2. Der liquiditätswirksame Steueraufwand der Deutsche Wohnen belief sich 2015 auf EUR 21,5 Mio. (2014: EUR 16,5 Mio.).

Die Personalkosten der Deutsche Wohnen beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 45,9 Mio. (Vorjahr: EUR 56,9 Mio.).

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Dividende von EUR 0,54 je dividendenberechtigter Inhaberaktie ausgeschüttet. Das entspricht einem Gesamtbetrag von EUR 182,2 Mio. (2014: EUR 129,9 Mio.).

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Deutsche Wohnen beteiligt sich an politischen Diskussionen rund um die Immobilienwirtschaft, beispielsweise zu den Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau. Dieser hinkt der Nachfrage nach Wohnungen in Ballungsgebieten hinterher, was steigende Wohnkosten zur Folge hat, die gerade einkommensschwächere Mieter belasten. Das 2015 verabschiedete „Gesetz zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten“ droht jedoch dringend erforderliche Investitionen zu bremsen.

Die Deutsche Wohnen ist mit ihrer Expertise als eines der führenden Wohnimmobilienunternehmen ein Dialogpartner der Politik in Bund, Ländern und Kommunen. Mit über 100.000 Wohneinheiten in Berlin und als damit größtes privates Wohnungsunternehmen sind wir in der Hauptstadt Ansprechpartner für wohnungswirtschaftliche Fragen. Unsere Kommunikation ist dabei breit aufgestellt und bezieht alle im Bundestag vertretenen Parteien ein. So führten wir 2015 regelmäßige Gespräche mit Abgeordneten, Staatssekretären oder Ministerialbeamten auf Bundes- und Landesebene sowie Baustadträten, Mitgliedern der lokalen Parlamente und Quartiersmanagern in Bezirken mit signifikantem Bestand. Die Deutsche Wohnen sponserte zudem das Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion mit etwa 2.000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien. Zudem organisierte das Unternehmen das Bundespolitische Frühstück mit Abgeordneten verschiedener Parteien zu den Themen demografische Entwicklung, ansteigende Energiepreise sowie zunehmende Urbanisierung, die für Mieter und Vermieter gleichermaßen eine Herausforderung darstellen und die Politik in die Pflicht nehmen. Anlässlich der Unterbringung von Flüchtlingen in unserem Bestand nahmen wir nahe Mannheim an einer Anwohnerversammlung mit Landtagsabgeordneten und dem Oberbürgermeister teil. Während des gesamten Berichtsjahres waren Führungskräfte der Deutsche Wohnen auf Podien und Veranstaltungen von Immobilienwirtschaft, Verbänden und Politik vertreten (Mitgliedschaften in Interessenverbänden siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015 G4-16).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

Der Aspekt Politik wurde in der Wesentlichkeitsanalyse 2015 als nicht relevant bewertet und wird daher nicht mehr berichtet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und der Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie der faire Umgang mit Geschäftspartnern und Wettbewerbern sind wichtige Grundsätze der Deutsche Wohnen AG. Für diese zeichnet der Compliance Officer des Konzerns verantwortlich. Er führt das Insiderverzeichnis der Gesellschaft und informiert Management, Mitarbeiter und Geschäftspartner über relevante rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Folgen, zum Beispiel von Verstößen gegen Insidervorschriften. Zudem fungiert der Compliance Officer als zentraler Ansprechpartner für Fragen und Meldungen von Verdachtsfällen zu Verstößen. Für die Überwachung der Einhaltung des Datenschutzes und Beschwerdefälle wurde ein externer Datenschutzbeauftragter ernannt.

Unsere Verhaltensrichtlinien verbieten Korruption ausdrücklich. Unternehmensweit ist eine Unterschriftsregelung in Kraft, die für jede Auftragsvergabe eine Zweitunterschrift und eine Plausibilitätskontrolle nötig macht. Die benötigte Hierarchiestufe des zweiten Unterzeichnenden ist vom Wert der Rechnung abhängig und steigt entsprechend.

Unsere Verhaltensrichtlinien stellen auch unmissverständlich klar, dass Mitarbeiter nicht berechtigt sind, Geschenke oder Vergünstigungen anzunehmen oder zu fordern. Dies gilt insbesondere, wenn Zuwendungen im Gegenzug für die Zusicherung eines möglichen Geschäftsabschlusses gewährt werden. Auch die unrechtmäßige Beeinflussung von Geschäftspartnern durch Begünstigungen, Geschenke oder die Gewährung sonstiger Vorteile untersagen die Richtlinien eindeutig. Die Richtlinien werden jedem neuen Mitarbeiter bei Arbeitsantritt ausgehändigt und er wird zu deren Befolgung verpflichtet. Zudem sensibilisieren die Vorgesetzten ihre Mitarbeiter für diese Themenfelder. Als Ansprechpartner für Fragen und/oder Meldungen etwaiger Verstöße oder Verdachtsfälle fungiert insbesondere der Compliance Officer der Deutsche Wohnen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

Alle Unternehmensbereiche und Prozesse der Deutsche Wohnen unterliegen regelmäßigen Untersuchungen hinsichtlich Compliance-Risiken. In der Deutsche Wohnen Gruppe ist ein zentrales Risikomanagementsystem implementiert, welches im Rahmen des Jahresabschlusses geprüft wird. Das Risikomanagementsystem beinhaltet über die Compliance-Themen auch das Korruptionsrisiko. Insofern unterliegt die gesamte Deutsche Wohnen Gruppe einer Prüfung hinsichtlich der Korruptionsrisiken.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

2015 wurden, wie auch in den Vorjahren, keine Korruptionsvorfälle bekannt.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

2015 kam es zu keinen Bußgeldern oder Sanktionen wegen der Verletzung von Gesetzen.