14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Einhaltung der nationalen und international anerkannten Standards zu Arbeitnehmerrechten wird in der Lieferkette umfänglich gewährleistet:

-          durch die Wahl von Lieferbetrieben für Naturstein mit Sitz in Deutschland.
-          durch die Verwendung von Natursteinmaterialien aus Deutschland oder europäischen
           Ländern
-          Der Werkzeuglieferant Guillet hat seinen Sitz in Frankreich und verfügt über
           Zertifizierungen, die sein umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften belegen

Das Unternehmen ist nur am Standort Wetter tätig.

Im eigenen Betrieb wird auf gute Arbeitsbedingungen, wertschätzenden Umgang und angemessene Entlohnung nach Tarifvertrag geachtet. Arbeitskleidung wird gestellt.

Die Einbindung der Mitarbeitenden geht über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus,  durch das Führen von monatlichen Entwicklungsgesprächen und durch Tagesbesprechungen.

Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement wird kontinuierlich gefördert, durch regelmäßige Information zur Nachhaltigkeitsstrategie, durch Aufklärung zu Risiken in der Lieferkette von Naturstein, Trainings zum Verhalten gegenüber den Kunden, Informationen zum umweltschonenden Verhalten vor Ort durch Mülltrennung etc.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Der Betrieb bildet regelmäßig aus. Die Vergütung erfolgt nach Tarif.

Chancengerechtigkeit wird bei der Auswahl der Auszubildenden praktiziert. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle, auch Frauen werden selbstverständlich ausgebildet, sind allerdings im Bereich der Steinbildhauerei selten anzutreffen.

In den vergangenen Jahren wurden vorrangig sozial benachteiligte Menschen als Auszubildende eingestellt, die ansonsten im Arbeitsmarkt nur wenige Chancen haben.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben im Steinbildhauerbetrieb von Vincent einen hohen Stellenwert. Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung (Hose, Weste, Shirt, Jacke, Hut), Schutzbrille und Gehörschutz werden gestellt.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Ziel ist, sozial benachteiligten Menschen Arbeit zu geben. Durch die Ausbildung im Handwerksbetrieb von Vincent erlangen diese einen anerkannten Berufsabschluss, der ihnen die Teilhabe an der Arbeitswelt erheblich erleichtert.

Zudem ist das Ziel, über den Rahmenplan hinaus auszubilden und die handwerklichen Fähigkeiten der Auszubildenden zu fördern.

Auflagen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden und Sicherheitsthemen werden über die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft Bau an den Betrieb herangetragen und werden vollständig erfüllt. (siehe Ausführungen im Kriterium 15).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

Unfälle und Verletzungen
2015: keine
2014: keine

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Im Steinbildhauerhandwerk sind die relevanten Gesundheits- und Sicherheitmaßnahmen:

Lärm: Die Bearbeitung von Naturstein kann lärmintensiv sein. Daher ist bei bestimmten Arbeiten das Tragen von Gehörschutz zwingend.
Stäube: Bei bestimmten Arbeitsschritten entstehen Stäube. Dann ist das Tragen einer Atemmaske zwingend.
Augen: Durch umherfliegende Steinsplitter ist das Tragen einer Schutzbrille angebracht.
Körperliche Belastungen: Durch das Heben und Tragen von Materialien mit hohem Gewicht ist insbesondere der Rücken stark belastet. Hebeschule und Rückenschule sollen Schäden vorbeugen.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

Die Ausbildung eines Mitarbeiters zum Steinmetz- und Steinbildhauer umfasst 40 Stunden pro Woche, somit rund 1.800 Stunden pro Jahr, nach Abzug von 6 Wochen Urlaub.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Kleinstbetrieb, daher Indikator nicht passend

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

Keine Vorfälle

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Wahrung der Menschenrechte und die Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der  Lieferkette werden gewährleistet durch

- das Angebot von heimischen Natursteinen aus deutschen Steinbrüchen
- das Angebot von europäischem Natursteinmaterial aus vertrauenswürdigen Ländern
- durch den Ausschluss von problematischem Natursteinmaterial aus Übersee oder auch Re-Importen
- die Konzentration auf wenige deutsche Lieferanten (Steinbrüche und Händler), die seit Jahren
   persönlich bekannt sind
- die genutzten Werkzeuge werden vom französischen Traditionsunternehmen Guillet geliefert.
- Kooperation mit regionalen Partnern, die ebenfalls im eigenen Betrieb fertigen.

(Siehe auch die Ausführungen im Kriterium "Tiefe der Wertschöpfungskette" zu den sozialen Nachhaltigkeitsaspekten in der Lieferkette)

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

Die signifikanten Investitionen in den Betrieb wurden in Deutschland am Standort Wetter vorgenommen. Die Vertragspartner unterliegen somit den deutschen Gesetzen, wodurch Menschenrechte umfassend geschützt sind.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

100 % 
Es gibt nur einen Geschäftsstandort in Wetter.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Gearbeitet wird mit einem festen Stamm von Lieferanten, mit Sitz in Deutschland. Nur der Werkzeuglieferant sitzt in Frankreich. Alle Lieferanten sind gezielt nach Nachhaltigkeitsaspekten ausgesucht worden und halten Menschenrechtskriterien ein.

Sollten neue Lieferanten hinzukommen, werden diese auch hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechtskriterien geprüft.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Es bestehen durch die strenge Auswahl der Zulieferer in der Lieferkette keine negativen menschenrechtlichen Auswirkungen, siehe Ausführungen zu Kriterium 17.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gesellschaftliches Engagement zeigt der Betrieb

a) in der Region, durch
b) überregional und bundesweit, durch die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ mit Sitz in Düsseldorf am 2.11.2015. Neben Steinbildhauern und Steinmetzen sind aktuell auch die Gewerke Backhandwerk, Holzbildhauerei, Modehandwerk vertreten.

Die Betriebe unter den Mitgliedern, die sich hier zusammengeschlossen haben, wirtschaften verantwortungsvoll, d.h. unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte.
Durch den Bezug dieser Mittel aus dem regionalen wie auch dem europäischen Wirtschaftsraum wird das daraus Hergestellte wieder zu einem verlässlichen Produkt, ohne die Risiken von unmenschlichen Produktionsbedingungen, unzuverlässigen Zertifizierungen und ökologischer Risiken.
Dabei fertigen sie im eigenen Betrieb oder lassen in heimischen Unternehmen produzieren. Mit einer Selbstverpflichtung bürgen sie für die Einhaltung dieser Standards.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

Die Unterstützung des Gemeinwesens erfolgt vor allem durch zeitintensive ehrenamtliche Tätigkeiten:
Ein quantifizierbarer Wert für von Timothy C. Vincent geleistete Ehrenamttätigkeiten (u.a. durch Gründung und fortlaufende Betreuung des gemeinnützigen Vereins "Handwerk mit Verantwortung e.V.", der Gründung einer regionalen Gemeinwohlökonomie-Gruppe) liegt nicht vor.

Spenden 2015: 5.260 Euro für gemeinnützige Einrichtungen in Deutschland (u.a. für Schule 2000, Förderung Behindertensport)

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Um Nachhaltigkeitsziele auch stärker in die Politik zu tragen, engagiert sich Timothy C. Vincent:
Die Kriterien, nach denen entschieden wird, wofür sich das Unternehmen engagiert, sind im Vorfeld die Fragestellungen:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

keine politischen Spenden

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Timothy C. Vincent hat sich dem Verhaltenskodex des „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ verpflichtet, der  ausdrücklich „keine Bestechlichkeit“ fordert. Als Mitglied des Vereins ist Vincent verpflichtet, keine Bestechungsgelder anzunehmen oder zu zahlen.
Mitarbeitende werden auch zum dem Thema sensibilisiert. Sie kennen durch die Einbindung in das Nachhaltigkeitsmanagement den Verhaltenskodex und wissen um die Verpflichtung.

Weitere Compliance- und Antikorruptionsrichtlinien sowie due diligence Prozesse, wie in Großunternehmen und Konzernen üblich, sind für den kleinen Betrieb nicht passend.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

keine Risiken

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

keine Korruptionsfälle

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

keine Bußgelder