13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Energieeffizienz und Emissionsreduktion
Die Deutsche Wohnen konzentriert sich mit ihrem Energiemanagement für Bestands- und Neubauten derzeit auf zwei Schwerpunkte, bei denen wir stets die Treibhausgasemissionen im Blick haben. Einerseits achten wir auf die Versorgung mit umweltfreundlicher Energie. Wir greifen auf regenerative Energien zurück und beliefern drei Viertel unseres Wohnbestands mit Wärme beziehungsweise Brennstoff aus dem Joint Venture G+D. Andererseits investieren wir in hohem Maße in die Energieeffizienz unserer Wohnungen und Anlagen.Schon seit Jahren legen wir besonderen Wert auf die Energieeffizienz unserer Immobilien. Bei der Bilanz des Energieverbrauchs schneiden aktuell rund 74,5 % unserer Einheiten besser ab als der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland (160 kWh/m² pro Jahr)1). Etwa 27 % unserer Einheiten verbrauchen unter 100 kWh/m² pro Jahr (A+ bis C). Der Mittelwert unseres Bestands beläuft sich auf 133,4 kWh/m² pro Jahr und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr noch einmal positiv verändert (2016: 135,1 kWh/m² pro Jahr). 

Ergänzend erheben wir die absoluten Verbräuche von Heizenergie und Strom in unserem Bestand und errechnen die entsprechenden CO2-Emissionen. Dabei behalten wir das Verhältnis zur Nutzfläche im Blick und überprüfen die Effizienz. 

In diese Werte fließen auch die denkmalgeschützten Einheiten ein. Deren Energieeffizienz kann aufgrund bestehender gesetzlicher Auflagen im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen nicht in dem Maße gesteigert werden, wie das bei nicht denkmalgeschützten Gebäuden möglich ist. Hinzu kommt, dass die Werte für 2016 und 2017 nur bedingt vergleichbar sind, da es sich um absolute Verbräuche handelt, deren Bezugsgrößen aufgrund der unterschiedlichen Abrechnungszeiten durch die Versorger leicht variieren. In Bezug auf unseren Gesamtbestand zum 31. Dezember 2017 wurde der Heizenergieverbrauch für circa 85 %, der Stromverbrauch für rund 89 % des Portfolios bestimmt.2)
Da wir im Berichtsjahr keine Neubautätigkeiten ausgeführt haben, fielen in diesem Bereich keine Verbräuche an. 

Für die Instandhaltung, Sanierung und energetische Modernisierung unseres Gebäudebestands haben wir ein umfassendes Investitionsprogramm aufgesetzt. Wir investieren bis 2022 über EUR 1,2 Mrd. in Fassaden-, Kellerdecken- und Dachdeckendämmungen, verbesserte Ausstattungsstandards der Wohnungen, den Austausch beziehungsweise die energetische Sanierung der Fenster, die Erneuerung von Wärmeerzeugungsanlagen sowie in eine regenerative beziehungsweise effiziente Energieerzeugung. Damit werden wir den Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht. 

Durch unsere Investitionen in umfassende Modernisierungsmaßnahmen im Bestand haben wir in den letzten drei Jahren (2015 - 2017) beispielsweise im Rahmen von Modernisierungsprojekten insgesamt rund 3.000 Wohneinheiten energetisch saniert. Im Ergebnis konnte der Endenergiebedarf um durchschnittlich rund 35 % auf 103 kWh/m² pro Jahr verbessert werden, was pro Jahr einer Energieeinsparung von rund 8,2 Mio. kWh beziehungsweise 2.000 t CO2entspricht.  

2017 profitierten eine Reihe unserer Bestände in Berlin, Hannover, Braunschweig, Dresden und Mainz von unseren – teilweise denkmalgerechten – energetischen Sanierungsprojekten. Hier haben wir zum Beispiel die Wärmedämmung verbessert, Isolierglasfenster eingebaut oder Fassaden instand gesetzt. Darüber hinaus haben wir Küchen und Bäder modernisiert und Balkone angebaut.

Detaillierte Informationen zu den klimarelevanten Emissionen und Berechnungsgrundlagen können Sie den folgenden Leistungsindikatoren zu Kriterium 13. entnehmen.  

1) Der Energieausweis: Steckbrief für Wohngebäude, https://www.verbraucherzentrale.de/Der-Energieausweis-Steckbrief-fuer-Wohngebaeude-4, Abruf: 20. April 2018. Durchschnittswert berücksichtigt Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung. Für rund 30.000 Einheiten unter Denkmalschutz sind keine Energieausweise erforderlich.
2)Ergänzend zu den absoluten Verbräuchen haben wir unter anderem Kennzahlen zum Energieverbrauch des Portfolios und der Verwaltungsstandorte mit einheitlichen Bezugsgrößen (Like-for-like) im Rahmen der Berichterstattung nach den EPRA sBPR im Juli 2018 veröffentlicht.