12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Bestand
Die Deutsche Wohnen setzt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in ihrem Bestand. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen gilt es, die Interdependenz zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu berücksichtigen. 

Die Umweltbilanz von Gebäuden ist abhängig von Städtebau, Architektur, Materialverwendung, infrastruktureller Einbindung und dem Nutzungsverhalten ihrer Bewohner. Innerhalb unseres Unternehmens ist das Nutzerverhalten unserer Mieter für den Großteil unserer Umweltauswirkungen verantwortlich. Unser Einfluss ist in diesem Bereich gering, da wir etwa auf das Mieterverhalten kaum direkt einwirken können. Hier leisten wir unseren Beitrag, indem wir unseren Bestand fortlaufend modernisieren und bei Neubauvorhaben mit umweltschonenden Materialien für eine bestmögliche Qualität der Bausubstanz sorgen. 

Innerhalb unseres Konzerns haben wir für sämtliche Umweltbelange Verantwortlichkeiten festgelegt. Die DWB ist unter anderem für das Energie- und Abfallmanagement und für die Sanierung von Wärmeerzeugungsanlagen zuständig. Die DWI betreut die Entsorgung gefährlicher Abfälle im Rahmen von Mieterwechseln, die laufende Instandhaltung oder gesundheits- und sicherheitsrelevante Fragen sowie die technische Gebäudeausstattung. Investitionen zum Beispiel in technische Anlagen verantwortet die DWB. Die Deutsche Wohnen verzichtet in der Verwaltung auf ein formelles Umweltmanagementsystem, etwa nach ISO 14001 oder EMAS. Wir sehen Nutzen zu Aufwand für unsere Standorte aktuell als nicht verhältnismäßig an. Für unsere Bestände haben wir hingegen ein systematisches Energiemanagement etabliert.

Verwaltung
Für unsere Verwaltungsgebäude wählen wir selbst aus, woher wir die notwendige Energie beziehen und wie diese erzeugt wird. Dabei achten wir stets auf umweltfreundliche Varianten. Parallel setzen wir bei unseren eigenen Prozessen schwerpunktmäßig auf den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen. 

Seit 2012 decken wir den größten Teil unseres Eigenstrombedarfs an unseren Verwaltungsstandorten durch zertifizierte regenerative Energie aus Wasserkraft, wodurch im Jahr 2017 540 t CO2-Äquivalente vermieden werden konnten. Im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Energieaudits nach DIN EN 16247-1 hat die Deutsche Wohnen eine umfassende Datenerfassung durchgeführt und durch Vor-Ort-Begehungen verifiziert. Aus den Ergebnissen der Datenanalyse konnten wir Energieeinsparpotenziale identifizieren und zugleich Maßnahmen zur Optimierung der Energieflüsse im Unternehmen ableiten.

E-Mobilität und Ladeinfrastruktur
Unsere Tochter FACILITA ist Vorreiter im Bereich Elektromobilität: Der Berliner Facility-Dienstleister stellt seinen Fuhrpark derzeit auf E-Mobile und E-Fahrräder um. Bis Ende 2018 soll die Umrüstung einschließlich Ladestationen komplett sein und der CO2-Ausstoß auf Null gesenkt werden. 

Bereits im Dezember 2016 errichtete das Unternehmen mit Unterstützung des Energieunternehmens Vattenfall an vier Berliner Standorten in Pankow, Reinickendorf, Spandau und Steglitz insgesamt elf Ladestationen. Weitere 21 Ladesäulen sind in Planung, die bis Sommer 2018 installiert werden sollen.Ein Großteil der Fahrzeugflotte ist ebenfalls schon auf Elektromobilität umgestellt. 2017 standen 16 Elektroautos nur noch 15 Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor gegenüber. Von letzteren sind vier Fahrzeuge lediglich geleast, bis der Aufbau der Ladeinfrastruktur abgeschlossen ist. Zur Flotte zählen mittlerweile auch 52 Fahrräder und 17 Elektro-Fahrräder. Bereits im ersten Jahr wurden rund 10.000 km mit Fahrrädern und rund 10.000 km mit E-Bikes zurückgelegt.
Der Einsatz von E-Fahrzeugen - Autos wie Fahrräder - spart pro 100 km 21 g COein. Während Treibhausgase reduziert werden, wird im gleichen Zug die Nutzung regenerativer Energien gefördert.

Wir erhöhen die Energieeffizienz unseres Gebäudebestands tatkräftig mit langfristig wirkenden Investitionen in die energetische Gebäudesanierung. Wir modernisieren unsere technischen Anlagen und streben damit eine immer effizientere Verbrauchsregelung unserer Immobilien an. Mit Erfolg: Schon heute ist die Energiebilanz von rund drei Vierteln unserer Wohneinheiten besser als der Durchschnittsverbrauch der Wohngebäude in Deutschland. Kurz gefasst: Wir sind bei CO2-Reduzierung und Klimaschutz auf dem richtigen Weg. 

Bezüglich unserer Bestände sind die Bereiche Wasser, Abwasser und Abfall zuvorderst Mieterthemen, die wir nur sehr begrenzt lenken können. Daher stellen wir die Aspekte Energie und Emissionen in unseren Fokus, auf die wir stärker einwirken können. Als strategisches Ziel haben wir uns die Einsparung von jährlich 20.000 Tonnen COab 2022 gesetzt.

Die strategische und operative Zielsetzung für das Handlungsfeld Verantwortung für Umwelt und Klima finden Sie unter Kriterium 3. Ziele. Das strategische Ziel zur Einsparung von jährlich 20.000 Tonnen COab 2022 mit den operationalisierten Zielen zur Zielerreichung haben uns ab dem Jahr 2018 gesetzt und werden den Grad der Zielerreichung zukünftig kontinuierlich messen und ausweisen.