11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die Spar- und Bauverein eG agiert in allen Handlungsfeldern, insbesondere in den Bereichen Neubau, Modernisierung und Instandhaltung nach der Maxime, mit Ressourcen möglichst schonend umzugehen. Die Lieferketten und die Geschäftsprozesse werden laufend dahingehend untersucht, den Ressourcenverbrauch im Sinnen der Ökologie, aber auch Ökonomie so gering wie möglich auszurichten.

Für die Reduzierung des Energieverbrauchs in den Wohngebäuden steht das kontinuierliche Modernisierungsprogramm, welches aufbauend auf den Ergebnissen der eingehenden Portfolioanalyse formuliert ist. Die diesbezügliche Mittelfristplanung sieht die energetische Modernisierung von 1.230 Wohnungen innerhalb der kommenden 5 Jahre vor. Dies entspricht einer Modernisierungsquote von über 2 % jährlich. Die vorgesehenen Modernisierungen berücksichtigen im Rahmen der spezifischen Gegebenheiten immer energetische Optimierungsmaßnahmen, die von der vollständigen Dämmung der beheizten Gebäudehülle einschließlich Fensteraustausch, über Umstellung der Wärmeversorgungskonzepte bis hin zu kleineren energetischen Verbesserungsmaßnahmen ( z.B. Ergänzung bereits vorhandener Dämmungen).  Die jeweils erreichten Reduzierungen der Energieverbräuche reichen von 10 bis knapp 50 %. Das entsprechende Berichtswesen wird derzeit noch erarbeitet, so dass künftig dezidierte Aussagen zur Verbrauchsreduzierung in den kommenden Jahren getroffen werden können.

Neben diesen größeren Modernisierungsvorhaben setzt die Genossenschaft auch eine Vielzahl anderer, einsparungsrelevanter Maßnahmen eher geringinvestiver Art um. Diese reichen von der Implementierung einer fernüberwachten Heizungssteuerung bis hin zu Einbau spezieller Thermostate und Regulierungsventile. Zur Effizienzsteigerung dieses Maßnahmenspektrums nimmt die Spar- und Bauverein eG auch an einem einschlägigen Forschungsprojekt teil.

Weiterhin kann hierzu auch das unternehmensspezifische Abfallmanagement für die Wohngebäude exemplarisch genannt werden, das bereits seit 2003 in enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Entsorgungsunternehmen EDG in Dortmund umgesetzt und nun auch auf Unnaer Stadtgebiet ausgeweitet wird. Ziele sind Abfallvermeidung, die ordnungsmäße Abfallsortierung und damit einhergehende nachhaltige Senkung der Wohnnebenkosten. Hierzu werden zum einen die abfallrelevanten Rahmendaten der Kommune ermittelt, zum anderen werden die abfallwirtschaftlichen Bedingungen an den betreffenden Liegenschaften vor Ort aufgenommen. Dazu zählen unter anderem die Behälterausstattung, das vorgehaltene Restmüllvolumen, der Befüllungsgrad, die Sortiertiefe, aber auch die Fehlbefüllungsrate sowie die Anzahl der angeschlossenen Wohnungseinheiten mit der entsprechenden Sozialstruktur der Bewohnerschaft. Die aufgenommenen Daten werden ausgewertet und das Ergebnis wird in einem individuellen Abfallmanagementkonzept zur Optimierung der umlagefähigen Entsorgungskosten bis hin zur bedarfs- und teilweise behindertengerechten Neugestaltung der Abfallsammelplätze umgesetzt.

Die kontinuierliche Steuerung mittels Abfallmanagement bewirkt nach wie vor erhebliche Einsparungen für die Bewohnerschaft. Als Ergebnis des konsequenten Vorgehens konnten die Abfallentsorgungskosten in der Zeit von 2004 (2,65 Mio. Euro) bis 2017 trotz i.d.R. jährlicher Kostensteigerungen auf einem Kostenniveau von 2,06 Mio. (Vorjahr 2,05 Mio. Euro) Euro gehalten werden.

Ein Reperaturbeauftragungssystem koordiniert eigene technische Service-Mitarbeiter zur bedarfsgerechten Steuerung von unternehmensinternen sowie ggfs. notwendigen externen Ressourcen. Die Verringerung der Auftragsvolumina von externen Fachunternehmen sorgt für eine Reduzierung zusätzlicher Kosten für den Bewohner im Sinne der Kundenfreundlichkeit.

Einen weiteren Beitrag im Sinne der Ressourcenschonung leistet die Genossenschaft durch eine stetige Optimierung der Verwaltungsarbeit. Dies wird insbesondere durch verschiedene Digitalisierungsprozesse umgesetzt. Beispielsweise sorgt ein systematisiertes servergesteuertes Drucksystem für eine bewusstere Nutzung von Papier. Digitale Mieterakten reduzieren das Papieraufkommen und unterstützen die täglichen Arbeitsprozesse.