11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Als IT-Dienstleister nutzt COM Software GmbH neben ihrer langlebigen Hardwareausstattung fast ausschließlich Büromaterial, um ihre Leistung zu erbringen. Der überwiegende Teil davon ist immer noch Papier – Tendenz weiter abnehmend, denn Kopierer und Drucker bedrucken Papier beidseitig. Faxgeräte wurden bereits vor Jahren abgeschafft.

Das von COM Software GmbH derzeit eingesetzte Papier trägt das EU Ecolabel. Es wird zukünftig überwiegend Recyclingpapier bestellt werden.

Tonerkassetten für den Drucker werden zum Recycling gegeben, Flipchartstifte sind nachfüllbar und lösungsmittelarm. Beim gesamten Büromaterialeinkauf wird - soweit möglich - auf Nachhaltigkeit geachtet.

Da nicht produziert wird, beschränkt sich der Wasserverbrauch auf den in Büros üblichen Verbrauch durch Sanitäranlagen und Getränkekonsum, wobei COM Software zur Müllvermeidung extra Wasserspender für die Mitarbeitenden installiert hat.

Boden, Fläche und Biodiversität werden durch die übliche Geschäftstätigkeit von COM Software GmbH nicht nennenswert tangiert.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

COM Software GmbH zog zum 01.04.2014 in ein neues, verkehrsgünstig gelegenes und energetisch effizienteres Bürogebäude um. Am alten Standort verwendete COM Software GmbH ausschließlich Ökostrom.

Seit dem Umzug in das neue Gebäude ist die Energieabrechnung zentral, so dass ein einzelner Mieter keinen separaten Anbieter wählen kann. Derzeit wird für alle Mieter grauer Strom geliefert und ein Wechsel zu Ökostrom ist nach Aussagen des Vermieters nicht geplant.

Unabhängig davon hat das Unternehmen direkten Einfluß auf den Stromverbrauch und wird - wie in der Vergangenheit versuchen - diesen Verbrauch langfristig mindestens konstant zu halten, besser noch, weiter zu senken. Denn trotz der jetzt signifikant größeren Bürofläche und einer größeren Personalstärke hat sich der pro Kopf-Stromverbrauch in den letzten 5 Jahren signifikant um 2/3 auf nun knapp 266 kW/h verringert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen. Link

Da bisher keine Erfassung der Mengen erfolgte, wurde anhand der in Rechnung gestellten Papierabfallmenge ein Verbrauch von ca. 17.000 Blatt Papier in 2014 ermittelt.

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation. Link

Der Strom- und Gasverbrauch für die Immobilie in Eschborn betrug 2014 umgerechnet 29.150 kWh.

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs. Link

COM Software GmbH zog zum 01.04.2014 in ein neues, verkehrsgünstig gelegenes und energetisch effizienteres Bürogebäude um.

Der pro Kopf-Stromverbrauch pro Mitarbeitendem hat sich in den letzten 5 Jahren signifikant um 2/3 verringert.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen. Link

Im Jahr 2014 verbrauchte COM Software GmbH nur 53,55 Kubikmeter Frischwasser, das zu 100% vom regionalen Versorgungsunternehmen Wasserversorgung Main-Taunus bereitgestellt wurde.

Das entspricht einem Drittel des Durchschnittsverbrauchs einer vierköpfigen Familie.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode. Link

COM Software GmbH hat aufgrund ihrer Tätigkeit nur harmlosen Abfall. Dieser gliederte sich in 2014 sehr grob geschätzt, da es nur zentrale Mülltonnen für das gesamte Bürogebäude gibt, auf in 95% Restmüll und 5% Papierabfall. Die Abfallmenge insgesamt betrug rund 1,6 t.

Im kommenden Jahr wird versucht, die Abfallvolumina genauer zu spezifizieren,wobei der Papierabfall derzeit nicht mengen- oder volumenmäßig erhoben wird, sondern nur die Tonnengröße und der Leerungszyklus bekannt sind.

In Eschborn wird der Restmüll verbrannt, alle andere Abfälle werden verwertet bzw. wieder dem Recycling zugeführt.

Noch besser als Verwertung oder Recycling ist das Vermeiden von Müll: Seit 2015 stellt COM Software GmbH ihren Mitarbeitenden Wasserspender zur Verfügung, um Müll durch Einwegflaschen zu reduzieren.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Da dies der erste Nachhaltigkeitsbericht von COM Software GmbH ist, gibt es keine verlässliche Zahlenbasis, auf die zurückgegriffen werden kann.

Die Erfassung dieser Werte hat für ein Dienstleistungsunternehmen nicht die höchste Priorität; sie wird aber sukzessive erfolgen.

COM Software GmbH nutzt so wenig Firmenwagen wie möglich und zieht aktuell in Erwägung, diese zu mindestens teilweise durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen.

Flugreisen zu Projekteinsätzen werden bis auf ein Projekt in Berlin vermieden. Andere Projekteinsätze werden mit dem ÖPNV oder dem Zug (Ökostrom) durchgeführt.

Durch die begonnene Datenerhebung kann in Zukunft genauer der Fortschritt bei der Vermeidung von Treibhausgasen festgestellt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1). Link

Emissionen von Treibhausgasen (THG) in der Scope 1 genannten Kategorie entstehen bei der direkten Verbrennung von fossilen Brennstoffen, also der Nutzung von Erdöl und Erdgas für Heizungszwecke sowie den Abgasen der COM Software GmbH Firmenfahrzeuge.

Bisher wurden nur die CO2-Äquivalente für die Heizung erfasst. Diese betrugen in 2014 umgerechnet 4,484 t CO2.

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2). Link

Scope-2-Emissionen treten z. B. bei der Nutzung von Strom oder Fernwärme auf.

Der Stromverbrauch wurde seit dem Jahr 2011 durch Virtualisierung von Servern bereits stark verringert. Der Umzug in ein neues Gebäude im April 2014 hat zwar den Nachteil, dass die Nutzung von Ökostrom in diesem Gebäude nicht mehr möglich ist, dafür hat sich der Stromverbrauch seit dem Umzug um 38 % reduziert.

Die CO2-Äquivalente für den verbrauchten Strom betrugen in 2014 ca. 4 t CO2.

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3). Link

Scope-3-Emissionen werden derzeit noch nicht erfasst.

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen. Link

Der Großteil der Treibhausgasemissionen erfolgt durch Gebäudeheizung und Mobilität.

Auch wenn viele Kunden und Mitarbeitende im Großraum Frankfurt angesiedelt, und damit auf kurzen Wegen erreichbar sind, wird der öffentliche Nahverkehr trotz des angebotenen Jobtickets noch nicht so genutzt, dass alle Individualfahrten mit privaten PKW vermieden werden. Geschäftsreisen werden bevorzugt mit Deutsche Bahn AG durchgeführt, da diese mit Ökostrom fährt, sofern nicht aus Entfernungsgründen ein Flugzeug genutzt werden muss. Für den Vertrieb sind nach wie vor Geschäftsfahrzeuge im Einsatz, die mit Diesel betrieben werden.