11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die Joseph-Stiftung ist in der Vermietung, der Eigentumsverwaltung sowie im Neubaugeschäft tätig.
Für unsere Tätigkeit werden Ressourcen wie Wasser, Boden, Baumaterialien, Fläche, Abfall oder auch Energie in Anspruch genommen oder produziert. Weiterhin werden durch die Bewirtschaftung der Bestände Emissionen freigesetzt sowie die Biodiversität beeinflusst. Dabei sind wir stets bestrebt, die Ressourcennutzung unseres Bestandes sowie unserer Geschäftsstellen so gerin wie möglich zu halten und zu verringern.  

Die Ressourcennutzung innerhalb der Bestände wird in erster Linie durch die Nutzer beeinflusst. Insbesondere die Nutzung von Wasser und Energie sowie die Entstehung von Abfall innerhalb der Bestände liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Diverse Maßnahmen tragen jedoch dazu bei, dass eine Schonung der Ressourcen gefördert wird. Dies erfolgt z. B. über Maßnahmen im Bereich des Neubaus und der Modernisierung sowie im Bereich des Energie- und Betriebskostenmanagements.  

Bei unseren Tätigkeiten, wie Abriss, Neubau und Modernisierung und Instandhaltung, werden verschiedenste Baustoffe eingesetzt und. es fallen Abfall- oder auch Schadstoffe an, deren fachgerechte Entsorgung durch entsprechend beauftragte Firmen erfolgt.  

Innerhalb der Verwaltung der Joseph-Stiftung wird für die Geschäftsstellen Strom,Heizenergie, sowie Energie für Mobilität in Anspruch genommen. Weiterhin wird Wasser verbraucht und Abfall produziert.

Aufgrund unsere Verwaltungstätigkeit ist primär Energie für Strom die in Anspruch genommene Ressource. Daher wird hier lediglich der Stromverbrauch dargestellt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Ziele und ökologischen Aspekte unserer Unternehmenstätigkeiten werden jedes Jahr in der Geschäftsleitung der Joseph-Stiftung im Rahmen der Balanced-Score-Card betrachtet und festgelegt. Dabei werden Ziele und Maßnahmen mit verschiedenen Laufzeiten festgelegt und quartalsweise durch ein Controlling-Tool von den Bereichsleitern gesteuert.
Es wurden 10 Handlungsfelder identifiziert, die mit den SDGs ein Einklang gebracht wurden und Maßnahmen für nachhaltiges Handeln in verschiedenen Feldern festlegt. Vgl. dazu hier.
So wurden beispielsweise in 2019 160 neue, energieeffiziente Wohnungen errichtet, was uns unserem Ziel, 4500 energieefziente Wohnung, bis 2030, im Bestand zu haben, wieder ein Stück näher gebracht hat.
Zudem wurde 2019 das Projekt der digitalen Wohnungsabnahe fertiggestellt, wodurch nachhaltig Papier und Kosten eingespart werden.
 
Im Rahmen der Neubautätigkeit für den eigenen Bestand und der Instandhaltung und Modernisierung werden die baulichen Maßnahmen hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen betrachtet. Dies gilt für die Geschäftsstellen des Unternehmens wie für das Produkt des Unternehmens, dem Wohnungsbau im Anlagevermögen und bei Bauträgermaßnahmen gleichermaßen. Neben einem möglichst hohen Standard beim baulichen Wärmeschutz betrifft dies insbesondere die Entscheidungen zur Energieerzeugung in den Gebäuden. Der Einsatz von Holzpellet-Heizungen, Wärmepumpen-Anlagen, BHKW, PV bzw. der Anschluss an Fernwärme-Versorgung wird routinemäßig bei jeder Maßnahme planerisch überprüft und abgewogen. Insbesondere im Bestand werden diese Maßnahmen bei anstehenden Kesselauswechslungen oder im Rahmen von Fernwärmeleitungs-Erweiterungen mit einem Zeithorizont von rund 3-5 Jahren individuell geplant. Im Rahmen von anstehenden Quartiersentwicklungen im Bestand wird die möglichst regenerative Energieversorgung explizit und bereits in sehr frühen Bearbeitungsphasen eingehend untersucht. 
Um dem allgemeinen Problem der Bodenversiegelung Wohnungsbau entgegenzuwirken, versuchen wir, individuell auf jedes Projekt zugeschnitten, möglichst große Grünflächen auf den bebauten Grundstücken zur Verfügung zu stellen.

Auf eine Zielformulierung auf der Ebene des gesamten Portfolios wurde bisher verzichtet. Allerdings ist geplant, dieses Vorgehen ab ca. 2021 gegen einen konkreten Klimaschutzplan auszutauschen, mit dessen Hilfe entsprechende Energie- und CO2-Einsparungs-Potentiale offensiv untersucht werden sollen.

Dazu wurde die Joseph-Stiftung Gründungsmitglied des Vereins „Initiative Wohnen 2050“, in dem rd. 40 Wohnungsunternehmen vertreten sind, mit über 1,2 Mio. Wohneinheiten im gesamten Bundesgebiet. Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, ein CO2-Bilanzierungs-Verfahren aufzustellen mit dessen Hilfe dann ein Klimaschutzplan bis zum Jahr 2050 für jedes Unternehmen aufstellbar wird.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Da die Joseph-Stiftung Gebäude herstellt, betreibt und modernisiert kann kein Materialverbrauch ermittelt werden: Es besteht keine Relevanz.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Die Energieverbräuche wurden durch Visualisierung der Anlagen (z.B. bei PV und Wasserkraftwerk), ansonsten gemäß Abrechnung von Stadtwerken und Zählerablesungen ermittelt.

a. Der Kraftstoffverbrauch betrug in 2019 insgesamt 59.350,09 Liter für die gesamte Joseph-Stiftung
b. der über die Wallbox entnommene Strom für 2019 wurde nicht erfasst
c.i. Jahresverbrauch 110.553 kWh Strom und 410.703 kWh Gas für die Hauptgeschäftsstelle in der Hans-Birkmayr-Str. 65 Bamberg
c.iii. Kühlenergieverbrauch ist nicht angefallen
c.iv. Dampfverbrauch ist nicht angefallen
d.i. Die Joseph-Stiftung betreibt ein Wasserkraftwerk mit 4 Turbinen, ein BHKW und mehrere PV- Anlagen. Die hier ausgewiesene Energie-Erzeugung wurde aus den Visualisierungen der Anlagen (z.B. bei PV und Wasserkraftwerk) oder durch Zählerablesungen (z.B. BHKW) ermittelt, um zeitliche Verzögerungen bei der Ermittlung der tatsächlich abgerechneten Strommengen zu verhindern. Der Strom wird komplett verkauft, als Allgemeinstrom in vermieteten Gebäuden oder im Rahmen der Netzeinspeisung. Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Energie-Mengen zu den genauen Abrechnungen von Stadtwerken ergeben sich durch Zählerungenauigkeiten. Strom-Erzeugung 2019 im Wasserkraftwerk: 2.190 MWh Strom-Erzeugung 2019 beim BHKW: 197 MWh Strom-Erzeugung 2019 über PV-Anlagen: 221,4 MWh
d.ii. Die Joseph-Stiftung erzeugt und verkauft als Vermieter auch Heizungsenergie. Diese wird allerdings hier nicht ausgewiesen, da der Verbrauch nicht unter der Kontrolle des Unternehmens steht.
e. In der Hauptgeschäftsstelle und weiteren erfassten Geschäftsstellen der Joseph-Stiftung wurden 2019 insgesamt rd. 141,0 MWh Strom und 555,3 MWh Heizeneregie verbraucht. Der Gesamtenergieverbrauch an Heizungswärme und Strom lag 2019 somit bei 696,3 MWh.
f. Die Energieverbräuche der Joseph-Stiftung werden hier für das Unternehmen selbst, ohne Tochter-Unternehmen ausgewiesen. Es werden die ermittelten Zahlen aus dem Energie-Audit verwendet, wobei diese aus der ausführlichen Berichterstattung teilweise herausfallen, da die Verbräuche meist unter den Schwellenwerten lagen, bzw. weil Sie im Rahmen des §16 Abs. 5 EnEV unberücksichtigt blieben. Für die kommenden Jahre ist allerdings geplant, die Energieverbräuche von Geschäftsstellen auch unabhängig der Denkmalschutz-Zuordnung und Schwellenwerte zu erfassen und in die geregelte Betrachtung einfließen zu lassen. Die Verbräuche bei vermieteten Wohnungen und Gewerbeeinheiten werden hier -analog zum Energie-Audit- nicht betrachtet.
g. Es wurden keine Umrechnungen vorgenommen, vgl. Punkt f. 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Seit dem letzten Berichtsjahr 2014 wurden in den Geschäftsräumen der Joseph-Stiftung unterschiedliche Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs vorgenommen, die allerdings teilweise nicht eindeutig quantifizierbar sind. Folgende Maßnahmen wurden vorgenommen und führten zu Einsparungen bei Kraftstoff, Heizung und elektrischem Strom:   Eine konkrete Einsparung ist jeweils nicht bezifferbar. Daher ist kein Basisjahr gewählt, weil die Energieeinsparungen teilweise durch Umzüge oder Veränderungen zustande kamen, die keinen Bezug ermöglichen.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Für unsere Hauptgeschäftsstelle in der Hans-Birkmayr-Str. 65 in Bamberg kommt es jährlich zu einem durchschnittlichen Verbrauch von 1000 m³ Wasser.
Die Wassergewinnung erfolgt durch Fernwasser aus dem Donau Lech Gebiet.
Das gewonnene Wasser der beiden Flüsse fließt in die Hochbehälter in Kunigundenruh(Wasserspeicher). Aus diesem Wasserspeicher erhält die Joseph-Stiftung das Wasser.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Im Zeitraum vom 01.01.2019 - 31.12.2019 wurden wie folgt verbraucht:

Es kann keine Angabe zum Gesamtgewicht gemacht werden, da bei Abholung bzw. Entsorgung durch die Müllabfuhr keine Gewichtsermittlung erfolgt.
Durch unsere Zusatzvereinbarung "mobiles Arbeiten" ist es jedoch möglich Papierlos, von jedem Internetfähigen Endgerät zu arbeiten, wodurch der Entstehung von vermeidbarem Müll entegegengewirkt wird.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die wichtigsten Emissionsquellen bei der Joseph-Stiftung als Unternehmen entfallen auf Emissionen durch Strom- und Heizungswärmeverbrauch. Auch der Kraftstoffverbrauch wird überwiegend durch die Bestandsgebäude und die Bautätigkeit in der gesamten Metropolregion Nürnberg beeinflusst.

Eine Reduktion der Emissionen ist durch Einsparungen beim Kraftstoff kaum machbar, da z.B. Bauleiter flexibel zu Baustellen gelangen müssen. Durch einen hohen Digitalisierungsgrad bei der täglichen Arbeit, mobile-office und zunehmenden Telefon- oder Videokonferenzen konnte in den vergangenen Jahren Kraftstoff eingespart werden.
Weitere Reduktionen sind beim Heizenergieverbrauch geplant, z.B. durch Modernisierung der jahrzehntealten Fassade des Hauptverwaltungsgebäudes in Bamberg.
Wesentliche Reduktionen des Energieverbrauchs und der Emissionen sind im Bereich des Unternehmens-Produkts -der Wohngebäude- möglich, durch energieeffiziente Modernisierung und Neubau sowie verstärkten Einsatz regenerativer Energieträger. Die Möglichkeiten der Modernisierungskostenumlage sind teilweise erheblich begrenzt, was die Finanzierung von Maßnahmen im Bestand erschwert bzw. unmöglich macht.

In den vergangenen Jahren wurde bei Bestandsmodernisierungen und im Neubau, Holzpellet-Heizungen errichtet, die inzwischen fast 15.000 m² Wohnfläche mit regenerativer Wärme versorgen. Außerdem werden weitere 6000 m² Wohnfläche mit Strom beheizt, hierbei handelt es sich jedoch um mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen, die Erdwärme aus Grünanlagen nutzbar machen.
7% der beheizten Flächen wird derzeit mit Wärme aus Ölheizungen versorgt. Diese Quote wird in 2020, durch Anschluss eines großen Wohnquartiers an eine Fernwärmeversorgung mit Holzhackschnitzel, halbiert.

Der eigene Gebäudebestand der Joseph-Stiftung liegt mit einem durschnittlichen Endenergiekennwert von 102,6 kWh/m²a  über dem deutschen Durchschnitt von 136 kWh/m²a.

Im Rahmen der Neubautätigkeit für den eigenen Bestand und der Instandhaltung und Modernisierung werden die baulichen Maßnahmen hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen betrachtet. Dies gilt für die Geschäftsstellen des Unternehmens wie für die Produkte des Unternehmens, dem Wohnungsbau (Anlagevermögen und Bauträgermaßnahmen) gleichermaßen. Neben einem möglichst hohen Standard beim baulichen Wärmeschutz betrifft dies insbesondere die Entscheidungen zur Energieerzeugung in den Gebäuden.
Der Einsatz von Holzpellet-Heizungen, Wärmepumpen-Anlagen, BHKW, PV bzw. der Anschluss an Fernwärme-Versorgung wird routinemäßig bei jeder Maßnahme planerisch überprüft und abgewogen. Insbesondere im Bestand werden diese Maßnahmen bei anstehenden Kesselauswechslungen oder im Rahmen von Fernwärmeleitungs-Erweiterungen mit einem Zeithorizont von rd. 3 Jahren individuell geplant. Im Rahmen von anstehenden Quartiersentwicklungen im Bestand wird die möglichst regenerative Energieversorgung explizit und bereits in sehr frühen Bearbeitungsphasen eingehend untersucht.  

Auf eine Zielformulierung auf der Ebene des gesamten Portfolios wurde bisher verzichtet. Allerdings ist geplant, dieses Vorgehen ab ca. 2021 gegen einen konkreten Klimaschutzplan auszutauschen, mit dessen Hilfe entsprechende Energie- und CO2-Einsparungs-Potentiale offensiv untersucht werden sollen.
Die Joseph-Stiftung ist Gründungsmitglied des Vereins „Initiative Wohnen 2050“, in dem rd. 40 Wohnungsunternehmen vertreten sind, mit über 1,2 Mio. Wohneinheiten im gesamten Bundesgebiet. Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, ein CO2-Bilanzierungs-Verfahren aufzustellen mit dessen Hilfe dann ein Klimaschutzplan bis zum Jahr 2050 für jedes Unternehmen aufstellbar wird.  

Es liegt noch kein entsprechendes Programm vor um die stärksten Emissionenquellen zu definieren.
Es ist in Planung ab 2021 die Emissionsquellen zu benennen sowie die daraus entstehenden Herzausforderungen.  

Durch Stromerzeugung mit PV, über das Gas-BHKW, mit Wasserkraft und über die Beheizung mit Pellets statt mit Gas werden jährlich 1.739 Tonnen CO2 eingespart. Ziel ist es, durch einen weiteren verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien die CO2 Einsparung deutlich zu erhöhen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Aktuell kann dieser Leistungsindikator nicht angegeben werden.
Es ist in Planung die Fragen zu Scope 1 im Jahr 2020 ermitteln zu können.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Aktuell kann dieser Leistungsindikator nicht angegeben werden.
Es ist in Planung die Fragen zu Scope 2 im Jahr 2020 ermitteln zu können.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Aktuell kann dieser Leistungsindikator nicht angegeben werden.
Es ist in Planung die Fragen zu Scope 3 im Jahr 2020 ermitteln zu können.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Aktuell kann dieser Leistungsindikator nicht angegeben werden.
Es ist in Planung die Fragen zur Senkung der THG-Emissionen im Jahr 2020 ermitteln zu können