11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Für die Geschäftstätigkeit der Schwartauer Werke werden zahlreiche natürliche Ressourcen in Anspruch genommen. So verwenden wir zur Herstellung unserer über 100 verschiedenen Fruchtprodukte insbesondere Früchte und Getreideprodukte, die wir über unsere Lieferanten beziehen. Für den Verarbeitungsprozess werden neben den bezogenen Rohwaren insbesondere Energie und Wasser von uns benötigt. 2014 verbrauchten wir 73.881.331 kWh Energie und 316.436 m³ Wasser.

Durch die Herstellung unserer Produkte fallen CO2-Emissionen sowie Abfall an. 2014 beliefen sich die CO2-Emissionen auf 19.817 t, die Menge an Abfall betrug 3.492 t – davon 29 t gefährliche Abfälle.

Die Menge an bezogenen Ressourcen ist unmittelbar abhängig von der Produktionsmenge. Durch gezielte Maßnahmen sind wir jedoch in der Lage, auf die Art und den Umfang der benötigten Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Einfluss zu nehmen. So bemühen wir uns um den Erhalt der Biodiversität mit Hilfe unserer Initiative bee careful. Beim Bezug unserer Rohwaren und der Auswahl unserer Lieferanten kommen strikte Nachhaltigkeitskriterien zum Einsatz. Bei der Herstellung unserer Produkte sind wir bestrebt, möglichst wenig Energie und Wasser zu verbrauchen sowie möglichst wenig Emissionen und Abfall entstehen zu lassen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Wir verfolgen derzeit folgende ökologisch orientierten Ziele:

2014 haben wir den spezifischen Verbrauch von Energie um 5,2 Prozent verringern können, die spezifische Abfallmenge um 6,3 Prozent reduziert und die spezifische Recyclingquote um 4,8 Prozent gesteigert. Dagegen erhöhte sich jedoch der spezifische Wasserverbrauch um 0,9 Prozent. Zur Zielerreichung haben insbesondere unser neues Energiemanagementsystem sowie eine Reihe von Effizienzprojekten beigetragen.

Die 2014 gestartete Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Honigbiene lief unter dem Namen „bee careful“ sehr erfolgreich an. Im Rahmen dieser Initiative wurde eine Bienenforschungsstation auf unserem Werksgelände in Bad Schwartau errichtet, eine Website (www.bee-careful.de) zur Wissensvermittlung mit Hintergrundberichten, Videos und Interviews aufgesetzt und eine Kampagne zur Imker-Ausbildung entwickelt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen. Link

Über diese Kennzahl wird nicht berichtet, da sie laut unserer Wesentlichkeitsanalyse weder für die Stakeholder noch für den Unternehmenserfolg von entsprechender Relevanz ist.

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation. Link

An Energie benötigten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 73.881.331 kWh. Hiervon entfielen 54.077.318 kWh auf Erdgas und 19.804.013 kWh auf Strom.

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs. Link

Für das Jahr 2014 hatten wir uns zum Ziel gesetzt, den spezifischen Verbrauch von Strom und Gas um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren. Dieses Ziel ist weit übererfüllt worden: Der Energieverbrauch pro Fertigwarentonnage sank 2014 um 5,2 Prozent. Insgesamt haben wir mit einem Gesamtverbrauch von 73.881.331 Kilowattstunden (kWh) 5.090.378 kWh weniger verbraucht als im Vorjahr.
Erreicht haben wir dies vor allem durch unser neues Energiemanagementsystem sowie eine Reihe von Energieeffizienzprojekten. So haben wir 2014 beispielsweise die Lüftungsanlage in einem Werk optimiert, was zu einer Einsparung von über 600.000 kWh geführt hat. Durch das bedarfsgerechte Zu- und Abschalten von nicht benötigten Kühlkreisläufen konnten wir mehr als 280.000 kWh einsparen. Auch kleinere Maßnahmen wie die Verbesserung der Energieeffizienz unserer Beleuchtungsanlagen und die Zeitprogrammsteuerung von Lüftungsanlagen führten zu Energieeinsparungen von insgesamt rund 100.000 kWh. Die hier vorgenommene Berechnung der Energieverbrauchswerte folgt den Berechnungsmethoden, die wir im Rahmen unserer zertifizierten Umweltmanagementsysteme anwenden.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen. Link

2014 haben wir insgesamt 316.436 m³ Wasser verbraucht, hiervon sind 258.657 m³ Grundwasser und 57.779 m³ Stadtwasser.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode. Link

2014 entstanden insgesamt 3.492 Tonnen Abfall, hiervon waren 29 Tonnen gefährliche Abfälle (0,8 Prozent). Das Gesamtgewicht unserer Abfälle, die 2014 verwertet wurden, betrug 3.224 Tonnen. Hiervon wurden 1.227 Tonnen recycelt (stoffliche Rückgewinnung zur erneuten Nutzung), 989 Tonnen zur Gewinnung von Biogas oder Bioethanol vergärt, 584 Tonnen energetisch verwertet, 273 Tonnen kompostiert und 151 Tonnen einer sonstigen Verwertung zugeführt (z.B. biologische/chemische Verfahren). 268 Tonnen wurden im Rahmen der Abfall-/Müllverbrennung beseitigt. Die Wahl der Entsorgungsmethode und der Umgang mit den Abfällen sind in unserem Umweltmanagementsystem festgelegt worden und folgen den gesetzlichen Vorschriften.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

2014 sind aus unserer Geschäftstätigkeit 19.817 t Abgasemissionen entstanden. Diese Emissionen bestehen zu 99,6 Prozent aus CO2-Emissionen und sanken im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 8,8 Prozent. Die sonstigen Abgasemissionen bestehen aus CH4- und NOX-Emissionen (0,3 Prozent) sowie aus N2O, SO2, NMVOC und NH3 aus Kälteanlagen (0,1 Prozent). Weder unser Produktportfolio noch unsere Produktionsprozesse führen zu Emissionen von ozonabbauenden Substanzen. Die von uns erzeugten Emissionen berechnen wir aufgrund unserer Zugehörigkeit zur Hero Gruppe mithilfe einer Methode, die ursprünglich vom schweizerischen Bundesamt für Umwelt stammt. Für die kommenden Berichtsperioden planen wir, die Berechnung auf Basis des Greenhouse Gas Protocol vorzunehmen.

Wir sind bestrebt, die durch uns verursachten CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Hierzu haben wir uns zum Ziel gesetzt, den spezifischen Energieverbrauch bis Ende 2016 gegenüber 2014 um sechs Prozent zu reduzieren. Die von uns in Anspruch genommene Energie stammt zum Teil aus regenerativen Quellen. Wie hoch dieser Anteil ist, erfassen wir derzeit nicht zentral.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1). Link

Diese Kennzahl wird derzeit noch nicht berechnet. Eine Berechnung ist ab dem Geschäftsjahr 2015 geplant.

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2). Link

Diese Kennzahl wird derzeit noch nicht berechnet. Eine Berechnung ist ab dem Geschäftsjahr 2015 geplant.

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3). Link

Diese Kennzahl wird derzeit noch nicht berechnet. Eine Berechnung ist ab dem Geschäftsjahr 2015 geplant.

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen. Link

Die spezifischen Abgasemissionen betrugen 2014 272 kg/prod. t und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent reduziert. Die Reduzierung der CO2-Emissionen sind insbesondere auf eine Reihe von Energieeffizienzmaßnahmen zurückzuführen.