11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Unsere Geschäftstätigkeit verlängert maßgeblich die Lebenszeit von IT-Hardware durch deren Weiternutzung. Dies trägt zur Schonung natürlicher Ressourcen bei. In einer Studie der TU Berlin wurden Einsparpotenziale hinsichtlich natürlicher Ressourcen durch die Aufbereitung und Wiedervermarktung von IT-Hardware bewertet. Hierbei wurden in Bezug auf Treibhausgasemissionen Einsparpotenziale von bis zu 73,5 kg CO2-Äquivalente pro weitergenutztes Gerät ermittelt. Daneben bestehen Einsparpotenziale hinsichtlich der Ressource Metall von bis zu 146 kg Eisenäquivalent sowie bis zu 830 MJ Primärenergiequellen.

Um die ökologischen Auswirkungen, die durch unseren Arbeitsprozess entstehen, zu erfassen, haben wir an zwei Standorten begonnen, den Corporate Carbon Footprint zu messen.

In Bezug auf die AfB-Kernprozess werden die Mitarbeiter angehalten, stetig Optimierungen vorzuschlagen und umzusetzen, um so den Ressourcenverbrauch zu minimieren.
Geplant ist die bishrigen Messungen des Corporate Carbon Footprints auf alle Standorte auszuweiten. Währenddessen können eindeutige Einsparpotentiale ermittelt werden um somit den Ressourcenverbauch noch gezielter zu minimieren.

Die Erfassung aller Ressourcen ist bisher noch nicht vollbracht. Zurzeit arbeiten wir anhand zweier Niederlassungen an der Messung des Corporate Carbon Footprint.
Dazu wurden folgende Messgrößen des Corporate Carbon Footprints berücksichtigt:

-Scope 1 (Emission Fuhrpark, Eigene Emission Heizen)
-Socpe 2 (Fremdbezogene Emission Strom, Fremdbezogene Emission Heizen, Fremdbezogene
 Emission Kühlmittel)
-Scope 3: (Vorgelagerte Emission Kategorie 6, Nachgelagerte Emission Kategorie 5, 9, 11)
 Im Anschluss an die Ausweitung des Carbon Footprints auf alle Standorte der AfB wollen wir in  Zukunft auch die Messung von Wasser und weiteren natürlichen Ressourcen quantifizieren.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, bis 2020 klimapositiv zu werden. Das bedeutet für uns, mit unserer Geschäftstätigkeit weniger CO2 zu verbrauchen, als durch die Lebenszeitverlängerung der IT-Hardware eingespart wird.

Im ersten Schritt haben wir die Messung des CO2 Ausstoßes an zwei Standorten durchgeführt. Diese soll in Zukunft auf die gesamte AfB ausgeweitet werden. Dezentral sollen dann durch Niederlassungsleiter und globale Bereichsleiter Einsparungsziele formuliert und bis 2020 verwirklicht werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen. Link

Der allergrößte Teil der eingesetzten Materialen ist die uns überlassene IT Hardware unserer Partnerunternehmen. Im Berichtszeitraum wurden über 280.000 Teile von Partnern angenommen und verarbeitet. Nicht mit eingerechnet sind Zubehör, Datenträger und Software.

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation. Link

Bisher haben wir im Bezug auf Energieverbauch nur unseren Stromverbrauch gemessen. Im Laufe der Messung des Carbon Footprints aller Niederlassungen wird zukünftig der Gesamtenergieverbrauch erfasst. Der Stromverbrauch belief sich im letzten Jahr auf 465.548 kWh (hochgerechnet mit den Werten eines Großteils der Niederlassungen).

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs. Link

Wir wollen mit Hilfe der Leistungsindikatoren, die in Berlin und Klagenfurt pilotiert werden, mögliche Einsparungen identifizieren und in Zukunft nutzen.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen. Link

Im Anschluss an die Einführung der Messung des Corporate Carbon Footprints für die gesamte AfB wird auch die Messung des Gesamtwasserverbrauchs eingeführt.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode. Link

Zur Zeit sind wir im Aufbau einer Reporting Struktur für die Erfassung des gesamten Abfalls der AfB. Bisher liegen Daten von den Standorten Berlin, Klagenfurt und Ettlingen vor:

Berlin (2015)
Gemischter Abfall 58,30 m³
Folie 7,70 m³
Altpapier 15,89 t
Styropor 2,00 m³

Ettlingen (hochgerechnet für Berichtszeitraum)
Restmüll 14,43 t

Klagenfurt (wöchentliche Abholung)
Gewerbemüll 1100 l
Papier 1100 l
Plastik 1100 l

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Ein Umweltmanagement System ist im Aufbau. Daher können wir aktuell noch keine Kennzahlen nennen.

Im Zusammenhang der Nachhaltigkeitsstrategie 2020 haben wir uns das langfristige Ziel gesetzt eine klimapostive Organisation zu werden. Dies bedeutet für uns, die CO2-Emissionen der gesamten AfB zu erfassen und so gering zu halten, dass sie von den CO2-Einsparungen unserer Geschäftstätigkeit übertroffen werden.
Einzelne Maßnahmen dazu werden in den jeweiligen Geschäftsbereichen entwickelt. Die Grundlage dafür bilden die Analysen der einzelnen Standorte. Als Ausgangspunkt nehmen wir die Analyse der einzelnen Standorte.

Durch die dezentrale Ausrichtung der AfB ist die Nutzung von regenerativen Energien von Niederlassung zu Niederlassung unterschiedlich. Eine komplette Umstellung aller Standorte auf regenerative Energie ist langfristig geplant. Bisher liegt der Anteil regenerativer Energien (hochgerechnet mit den Werten eines Großteils der Niederlassungen) bei 58,52%.

Für die Erfassung der THG Emissionen haben wir den Corporate Carbon Footprint (CCF) der Niederlassungen in Klagenfurt und Berlin erfasst. Zur Berechnung der CO2 Äquivalente wurden die Emissionsfaktoren aus der vom Öko-Institut Freiburg breitgestellten GEMIS-Datenbank (Globales Emissions-Modell integrierter Systeme) benutzt.

Erste Erkenntnisse der CCFs zeigen, dass die meisten Emissionen bei der nachgelagerten Nutzung der IT-Geräte entstehen. (Scope 3) Dies direkt gefolgt von Emissionen durch den Fuhrpark an den Standorten. (Scope 2). Die kleinste Menge an Emissionen wird ausgestoßen durch Strom und Heizung an den Standorten. (Scope 1)

Dies stellt uns vor die Herausforderungen, unsere Endkunden im Nutzungsverhalten zu sensibilisieren. An einer Fahrtroutenoptimierung arbeiten wir stetig weiter und haben bereits zu großen Logistikunternehmen kontaktaufgenommen um von den Erfahrungen zu profitieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1). Link

Wir sind momentan im Aufbau einer Reportingstruktur zur Messung des Verbrauchs an CO2 Äquivalenten. In einem Pilotprojekt wurde der Corporate Carbon Footprint der Niederlassungen Klagenfurt und Berlin erfasst.

Direkte Emissionen (Scope 1)

Niederlassung Klagenfurt:
Eigene Emissionen durch Fuhrpark: 2887,54 kg CO2 e
Eigene Emissionen durch Heizen: 299,10 kg CO2 e

Niederlassung Berlin:
Eigene Emissionen durch Fuhrpark: 95.283,01 kg CO2 e
Eigene Emissionen durch Heizen: 0,00 kg CO2 e

Summe Scope 1 insgesamt: 98.469,74 kg CO2 e

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2). Link

Indirekte Emissionen (Scope 2)

Niederlassung Klagenfurt:
Fremdbezogene Emissionen durch Strom: 38,00 kg CO2 e
Fremdbezogene Emissionen durch Heizen: 0,00 kg CO2 e
Fremdbezogene Emissionen durch Kühlmittel: 0,00 kg CO2 e

Niederlassung Berlin:
Fremdbezogene Emissionen durch Strom: 2.734,14 kg CO2 e
Fremdbezogene Emissionen durch Heizen: 13.919,42 kg CO2 e
Fremdbezogene Emissionen durch Kühlmittel: 0,00 kg CO2 e

Summe Scope 2 insgesamt: 16.691,56 kg CO2 e

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3). Link

Weitere Indirekte Emissionen (Scope 3)

Niederlassung Klagenfurt:
Kategorie 5: Produzierter Abfall: 720,72 kg CO2 e
Kategorie 6: Geschäftsreisen: 345,71 kg CO2 e
Kategorie 9: Nachgelagerter Transport mit DPD: 0,00 kg CO2 e
Kategorie 11: Nutzung der verkauften Güter: 106.432,93 kg CO2 e

Niederlassung Berlin:
Kategorie 5: Produzierter Abfall: 736,05 kg CO2 e
Kategorie 6: Geschäftsreisen: 172,86 kg CO2 e
Kategorie 9: Nachgelagerter Transport mit DPD: 0,00 kg CO2 e
Kategorie 11: Nutzung der verkauften Güter: 105.893,80 kg CO2 e

Summe Scope insgesamt 3: 214.302,07 kg CO2 e

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen. Link

Da wir erst in diesem Jahr mit der Messung der THG-Emissionen begonnen haben, konnten wir noch keine Reduzierung im Vergleich zu Vorjahren feststellen.