11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleister nimmt die W&W-Gruppe keine Ressourcen in besonderem Maße in Anspruch, es gehört jedoch zur Firmenpolitik, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Im Rahmen der konzernweit gültigen Umweltleitlinien wird die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt. (Siehe GRI 4,8)

Eine Offenlegung erfolgt mit der Teilnahme am Carbon Disclosure Project und im Rahmen des ECOfit Programms. Im Jahr 2011 wurden die drei Standorte Ludwigsburg, Karlsruhe und Stuttgart erneut erfolgreich mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet.

Ergänzend zu den nachfolgenden Leistungsindikatoren erfolgt in diesem Punkt die Offenlegung des Flächenverbrauchs der W&W an ihren drei Hauptstandorten:

Karlsruhe: 14668,90 m²
Ludwigsburg: 48673,32 m²
Stuttgart: 39315,71 m²
Gesamt: 102657,93 m²

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Als DER Vorsorge-Spezialist sieht sich die W&W-Gruppe in der gesellschaftlichen Verantwortung, Energieeffizienz und Umweltschutz auch im eigenen Haus vorbildlich zu betreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden konzernweit gültige Umweltleitlinien geschaffen, welche die Bedeutung des Umweltschutzes in der gesamten Wertschöpfungskette der W&W-Gruppe verdeutlichen. (Siehe GRI 4,8))

Ziele und Maßnahmen 2010/2011
(nach Bereich, konkretes Ziel sowie Umsetzung)

Abfall
Müll- und Abfalltrennung an den HV-Standorten optimieren: Vollständig
- Abfallwegweiser im Intranet für die Standorte Ludwigsburg, Karlsruhe und Stuttgart

Papierverbrauch stabilisieren und schrittweise senken: Teilweise
- Sensibilisierung der MA zum doppelseitigen Drucken (Auswirkungen nicht bekannt)

Flyer: Mitarbeiterinformation zur Müllvermeidung und Mülltrennung: Vollständig
- Information im Intranet

Energie
Klimaanlagensteuerung über Luftqualitätsfühler: Teilweise
- Testbetrieb der seit 2010 im Betriebsrestaurant in Ludwigsburg läuft wird weiter betrieben, jedoch keine Ausweitung der Technik (bei hoher Belüftungsdrehzahl unangenehme Geruchsbildung)

Erneuerung der bisherigen Umwälzpumpen durch um ein vielfaches effizientere Pumpen mit elektronischer Drehzahlregelung: Teilweise
- Fortlaufender Austausch durch effizientere Pumpen bei notwendigem Ersatz der bisherigen alten Umwälzpumpen

Testversuch mit LED-Spots in der Cafeteria Ludwigsburg: Teilweise
- Beibehaltung am Test-Standort, jedoch kein konzernweiter Einsatz geplant

Behördenventile für Flure und Sanitärräume in Stuttgart und Karlsruhe: nicht erfüllt
- Fehlende Kosteneffizienz

Informationen an die Mitarbeiter mittels Intranet, Flyer, Einblick usw.: Vollständig

Kooperation bei Energieeinsparungsmaßnahmen mit der IT-GmbH (Stichworte: Green IT, Rechenzentren, Serverräume): Teilweise
- Zentrale Ausschaltung der Computerstationen über Nacht
- Möglichkeit für Telefon- und Videokonferenzen
- Virtualisierung dezentraler Serversysteme, dadurch Verhinderung von Mehrkosten und Verbesserung der Energiebilanz (Jährliche Einsparung von 490.476,87 kWh)
- Verbrauch Server virtuell (31.12.2011): 1.462kWh (Vgl. Vj.: 1.079kWh)

Projekt Erneuerbare Energieformen (Rahmenbedingungen des Einsatzes verschiedener Energiearten klären): Teilweise
- Installation einer dritten Photovoltaikanlage auf Dach des Seminar- und Konferenzzentrums in Oberstenfeld / Gronau (02/2011)
- Projekt Windpark; Installation von Windrädern auf Dächern von Betriebsgebäuden (Machbarkeitsanalyse durchgeführt, Entscheid ausstehend)
- Durchführung einer Machbarkeitsanalyse für den Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) in Ludwigsburg geplant

Untersuchung des Vorschlags aus der Innovationsmesse 2009 zur Nutzung der Gebäudedächer in Gronau für eine Photovoltaikanlage: Vollständig
- Inbetriebnahme einer hochmodernen Photovoltaikanlage (02/2011)

Mobilität
CO2-Standard für Poolfahrzeuge festlegen: vollständig
- Einführung einer konzernweiten CO2-Regelung mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß der Dienstwagenflotte sukzessive zu senken (09/2011)

Kennzahlen des dienstlichen Reiseverkehrs ermitteln, um Maßnahmen ableiten zu können, rsp. Verbrauch zu senken: Vollständig
- Siehe GRI EN26

Produktökologie
Ausbau des Internetangebots zum Thema Nachhaltigkeit und ökologisches Bauen mit Infos zu Fördermitteln, rechtlichen Anforderungen (Energieeinsparverordnung), Energie-Check u.ä.: Vollständig
- Siehe GRI EN6

Information der Kunden über ökologische Aspekte bei Bauvorhaben: Vollständig
- Siehe GRI EN6

Darlehens- und Fondsangebote unter ökologischem Gesichtspunkt: Vollständig
- Siehe GRI EN6

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Tonerkartuschen (Stückzahl): 9.866

CD-Rohlinge (Stückzahl): 4.853

Kopier-Papier (Anzahl Blatt):
- Weiss-TCS (FSC-Standard): 39.410.500
- Recycling-Papier (Blauer Engel): 23.411.500

Gesamt: 102.232.500 Blatt

Alle in der W&W-Gruppe verwendeten Papier-Arten sind mindestens FSC zertifiziert. Alle Finanzberichte der W&W-Unternehmen werden auf Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft bedruckt. Die Auflagenhöhe wird ständig überprüft. Das Gütesiegel CO2-kompensiert stellt darüber hinaus sicher, dass die bei der Herstellung der Berichte entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden.

Leistungsindikator GRI EN3
Direkter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen.

Energieverbrauch 2011 (in kWh)

Stromverbrauch: 21.456.914
Erdgas: 11.050.472
Heizöl: 1.049.582
Fernwärme: 9.305.381
Gesamt: 42.862.349 kWh

Leistungsindikator GRI EN8
Gesamtwasserentnahme aufgeteilt nach Quellen.

Wasserverbrauch 2011 (Quelle: Stadtwerke)
Standort: Menge (in m³)

Ludwigsburg: 37.502
Karlsruhe: 13.000
Stuttgart: 39.033
Gesamt: 89.535 m³

Leistungsindikator GRI EN22
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Abfallmengen 2011
Abfallart: Menge (in t)

Abfälle zur stofflichen Verwertung / Recycling (v.a. Papier / Pappe aus Aktenvernichtung und Verpackungen): 975
Abfälle zur energetischen Verwertung / Verbrennung: 253
Gefährlicher Abfall (v.a. Elektroschrott, Druckfarbenabfälle und Leuchtstoffröhren): 8
Abfälle zur Beseitigung: k.A.
Gesamt: 1.218 t

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Offenlegung durch die Teilnahme am Carbon Disclosure Project 2011.
(Teilnahme seit 2010, Teilnahme im Jahr 2012 basiert aufgrund eines internen Umstrukturierungsprozesses auf den Zahlen von 2011)

Für die nachfolgenden quantifizierbaren Leistungsindikatoren wurden die aktuellen Zahlen für das Berichtsjahr 2011 erhoben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI EN16
Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen nach Gewicht.

CO2-Ausstoß 2011: 18.487.469 kg

Leistungsindikator GRI EN18
Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und erzielte Ergebnisse.

- Konzerngastronomie: Regionaler und saisonaler Einkauf; Aktion "Klimateller"

- Reisemanagement: 3 Elektroautos, die von den Mitarbeitern kurzfristig als Dienstfahrzeug benutzt werden können; 2 Erdgas-Fahrzeuge für den internen Gebrauch; CO2-Richtlinien für Dienstwagen; Reiserichtlinien für Mitarbeiter (siehe GRI EN26)

- Green IT: Durch diverse Maßnahmen in der IT, wie z.B. Servervirtualisierung, konnten bislang 7.490.476,87 kWh Strom eingespart, respektive 4.419.381 kg CO2-Austoß verhindert werden; ein 2012 gestartetes Projekt soll zudem zukunftssichere und energieeffiziente W&W-Rechenzentren schaffen, dabei werden bewusst ökologische Auswahlkriterien (Emissionen, Stromverbrauch, Flächenverbrauch, etc.) einbezogen