11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Energie, Wasser- und Abfallmanagement
Weltweit sind schon heute rund 40 % der globalen Treibhausgasemissionen auf den Energieverbrauch von Gebäuden zurückzuführen. Einer Studie des World Green Building Council zufolge wird sich bis 2060 die Gebäudenutzfläche sogar noch verdoppeln. Hierzulande entfallen etwa 40 % des Endenergieverbrauchs und ca. 30 % der CO²-Emissionen auf Gebäude und ihre Bewohner.Im Rahmen unserer langjährig bewährten Beschaffungsstrategie decken wir uns mit zertifiziertem Strom aus regenerativen Quellen ein. Für unsere zum 31. Dezember 2017 vermieteten Wohn- und Gewerbeeinheiten beziehen wir rund 90 % unseres Hausstroms für die Eingangs- und Flurbeleuchtung sowie für technische Anlagen aus Wasserkraft. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Strommix – in der Regel 30 % aus regenerativen Quellen – konnten wir im Berichtsjahr 17.365 t CO2-Äquivalente (2016: 17.555 t CO2-Äquivalente) einsparen. Flankierend produzieren wir mit unseren 52 Photovoltaikanlagen und fünf BHKW-Anlagen eigene elektrische Energie. Im Berichtsjahr haben wir 12.708 MWh in das öffentliche Netz eingespeist. 

Der Energie- und Wasserverbrauch in den vermieteten Einheiten hängt in großem Maße vom Nutzerverhalten unserer Mieter ab. Für Strom und Gas schließen unsere Kunden grundsätzlich eigene Verträge mit Versorgungsunternehmen ab. Bei der Wasserversorgung ist die Deutsche Wohnen an die jeweiligen kommunalen Wasserbetriebe gebunden.
Der Deutsche Wohnen bleiben in diesen Bereichen lediglich zwei Einflussmöglichkeiten. Zum einen können wir durch die Optimierung von Energieerzeugungs- und -verteilungsanlagen, eine ökologieorientierte Energiebeschaffung und ergänzende energetische Maßnahmen gute Voraussetzungen für einen effizienten Energie- bzw. Ressourcenverbrauch schaffen. Zum anderen versuchen wir, das ökologische Bewusstsein unserer Mieter zu stärken. So wollen wir durch das System der verbrauchsabhängigen Abrechnung von Ressourcen (Wärme, Warm- und Kaltwasser) die Bewohner zu ressourcenschonendem Verhalten motivieren. Im Rahmen komplexerer Modernisierungsmaßnahmen ermöglichen wir dies durch den vermehrten Einbau von Heizkostenverteilern beziehungsweise Kalt- und Warmwasserzählern.Wir haben 2017 für unseren Berliner Bestand, der rund 71 % unseres gesamten Portfolios abbildet, einen Wasserverbrauch von rund 8 Mio. Litern ermittelt. Hier verzeichneten wir eine Abnahme um etwa 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf die berücksichtigte Fläche des Bestands umgerechnet, ergibt sich ebenfalls ein niedrigerer Verbrauch von 1,24 l/m². 

Auch in Bezug auf das Abfallaufkommen haben wir keinen direkten Einfluss auf das Verhalten unserer Mieter. Jedoch sorgen wir für eine höhere Umweltfreundlichkeit in unserem Bestand, indem wir die Abfall- und Wertstoffgefäße systematisch nachsortieren. So können wir zudem die Zahl der Behälter im Restmüll- und Wertstoffbereich an den tatsächlichen Bedarf anpassen und die abfallbedingten Betriebskosten für unsere Mieter entsprechend senken. Im Berichtsjahr haben wir so das gesamte Abfallaufkommen unseres Bestands gegenüber 2016 um rund 12 Mio. Liter auf 917 Mio. Liter reduziert. 

An unseren Verwaltungsstandorten setzen wir kontinuierlich Maßnahmen um, die Ressourcen schonen und Abfälle reduzieren. Um noch mehr Papier im Büroalltag zu sparen, setzen wir künftig verstärkt auf digitale Dokumente, eine virtuelle Dokumentenverwaltung und weniger Ausdrucke. Der leichte Anstieg des Papierverbrauchs um 1,8 t ist auf die höhere Anzahl an Mitarbeitern im Berichtsjahr zurückzuführen. Dennoch konnten wir den Papierabfall bereits um 8,5 t reduzieren.Wir achten auf den sparsamen Einsatz von Trinkwasser. In Anbetracht der wenig wasserintensiven Bürotätigkeiten schätzen wir den Wasserverbrauch der Verwaltung jedoch als nicht wesentlich ein. Einsparpotenziale haben wir durch verbrauchsreduzierte Toilettenspülsysteme und Geschirrspülmaschinen bereits in der Vergangenheit erschlossen. 

Material
Die Deutsche Wohnen verarbeitet Materialien in drei Bereichen: in Großprojekten wie der Sanierung und Modernisierung von Wohnungen, in kleineren Projekten der laufenden Instandhaltung und des Mieterwechsels sowie bei Neubaumaßnahmen. Bei den Baustoffen nutzen wir größtenteils industriell hergestellte Materialien und Stoffe, die durchgängig DIN-geprüft sind.Uns ist bewusst, dass alle eingesetzten Materialien auch mit Umweltauswirkungen verknüpft sind, ob beim Rohstoffabbau, in den Herstellungsprozessen oder bei der Entsorgung. Um negative Auswirkungen weitestgehend zu vermeiden, fließen ökologische und gesundheitsrelevante Kriterien in unsere Kaufentscheidung mit ein. Da Materialien mit nachhaltigen Eigenschaften in der Regel kostenintensiver sind, beeinflusst diese Entscheidung unmittelbar unser Geschäftsergebnis. 

Auf die Auswahl der verwendeten Materialien wirken wir zunächst durch konkrete Vorgaben ein, da die Projekte in der Regel durch Subunternehmer ausgeführt werden. Hier verlangen wir die Einhaltung der umfassenden deutschen Gesetze und Vorschriften für den Gesundheits- und Umweltschutz. Insbesondere im Neubau verfolgen wir einen ganzheitlichen, nachhaltigen Planungsansatz unter Verwendung natürlicher und umweltfreundlicher Baumaterialien. 

Wir achten außerdem auf die strenge Einhaltung baubiologischer Kriterien. Das betrifft etwa die Verwendung gesundheitsverträglicher Baustoffe, die Schaffung eines gesunden Raumklimas mit einer hohen Innenraumluftqualität, Fensterrahmen aus Holz oder Netzfreischalter zur Vermeidung von Elektrosmog. Zudem investieren wir in die ökologische Nachhaltigkeit unserer Neubauten. Dabei verwenden wir teilweise Baustoffe, die nach dem Cradle to Cradle®-Konzept zertifiziert sind und somit geschlossene Kreislaufsysteme zur vollständigen Wiederverwendung der Materialien gewährleisten. Aus Umweltgesichtspunkten verzichten wir bei Dämmmaßnahmen, wann immer möglich, auf den Einsatz von Styropor und verwenden stattdessen Zellulose oder Mineralwolle.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Bestand
Die Deutsche Wohnen setzt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in ihrem Bestand. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen gilt es, die Interdependenz zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu berücksichtigen. 

Die Umweltbilanz von Gebäuden ist abhängig von Städtebau, Architektur, Materialverwendung, infrastruktureller Einbindung und dem Nutzungsverhalten ihrer Bewohner. Innerhalb unseres Unternehmens ist das Nutzerverhalten unserer Mieter für den Großteil unserer Umweltauswirkungen verantwortlich. Unser Einfluss ist in diesem Bereich gering, da wir etwa auf das Mieterverhalten kaum direkt einwirken können. Hier leisten wir unseren Beitrag, indem wir unseren Bestand fortlaufend modernisieren und bei Neubauvorhaben mit umweltschonenden Materialien für eine bestmögliche Qualität der Bausubstanz sorgen. 

Innerhalb unseres Konzerns haben wir für sämtliche Umweltbelange Verantwortlichkeiten festgelegt. Die DWB ist unter anderem für das Energie- und Abfallmanagement und für die Sanierung von Wärmeerzeugungsanlagen zuständig. Die DWI betreut die Entsorgung gefährlicher Abfälle im Rahmen von Mieterwechseln, die laufende Instandhaltung oder gesundheits- und sicherheitsrelevante Fragen sowie die technische Gebäudeausstattung. Investitionen zum Beispiel in technische Anlagen verantwortet die DWB. Die Deutsche Wohnen verzichtet in der Verwaltung auf ein formelles Umweltmanagementsystem, etwa nach ISO 14001 oder EMAS. Wir sehen Nutzen zu Aufwand für unsere Standorte aktuell als nicht verhältnismäßig an. Für unsere Bestände haben wir hingegen ein systematisches Energiemanagement etabliert.

Verwaltung
Für unsere Verwaltungsgebäude wählen wir selbst aus, woher wir die notwendige Energie beziehen und wie diese erzeugt wird. Dabei achten wir stets auf umweltfreundliche Varianten. Parallel setzen wir bei unseren eigenen Prozessen schwerpunktmäßig auf den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen. 

Seit 2012 decken wir den größten Teil unseres Eigenstrombedarfs an unseren Verwaltungsstandorten durch zertifizierte regenerative Energie aus Wasserkraft, wodurch im Jahr 2017 540 t CO2-Äquivalente vermieden werden konnten. Im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Energieaudits nach DIN EN 16247-1 hat die Deutsche Wohnen eine umfassende Datenerfassung durchgeführt und durch Vor-Ort-Begehungen verifiziert. Aus den Ergebnissen der Datenanalyse konnten wir Energieeinsparpotenziale identifizieren und zugleich Maßnahmen zur Optimierung der Energieflüsse im Unternehmen ableiten.

E-Mobilität und Ladeinfrastruktur
Unsere Tochter FACILITA ist Vorreiter im Bereich Elektromobilität: Der Berliner Facility-Dienstleister stellt seinen Fuhrpark derzeit auf E-Mobile und E-Fahrräder um. Bis Ende 2018 soll die Umrüstung einschließlich Ladestationen komplett sein und der CO2-Ausstoß auf Null gesenkt werden. 

Bereits im Dezember 2016 errichtete das Unternehmen mit Unterstützung des Energieunternehmens Vattenfall an vier Berliner Standorten in Pankow, Reinickendorf, Spandau und Steglitz insgesamt elf Ladestationen. Weitere 21 Ladesäulen sind in Planung, die bis Sommer 2018 installiert werden sollen.Ein Großteil der Fahrzeugflotte ist ebenfalls schon auf Elektromobilität umgestellt. 2017 standen 16 Elektroautos nur noch 15 Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor gegenüber. Von letzteren sind vier Fahrzeuge lediglich geleast, bis der Aufbau der Ladeinfrastruktur abgeschlossen ist. Zur Flotte zählen mittlerweile auch 52 Fahrräder und 17 Elektro-Fahrräder. Bereits im ersten Jahr wurden rund 10.000 km mit Fahrrädern und rund 10.000 km mit E-Bikes zurückgelegt.
Der Einsatz von E-Fahrzeugen - Autos wie Fahrräder - spart pro 100 km 21 g COein. Während Treibhausgase reduziert werden, wird im gleichen Zug die Nutzung regenerativer Energien gefördert.

Wir erhöhen die Energieeffizienz unseres Gebäudebestands tatkräftig mit langfristig wirkenden Investitionen in die energetische Gebäudesanierung. Wir modernisieren unsere technischen Anlagen und streben damit eine immer effizientere Verbrauchsregelung unserer Immobilien an. Mit Erfolg: Schon heute ist die Energiebilanz von rund drei Vierteln unserer Wohneinheiten besser als der Durchschnittsverbrauch der Wohngebäude in Deutschland. Kurz gefasst: Wir sind bei CO2-Reduzierung und Klimaschutz auf dem richtigen Weg. 

Bezüglich unserer Bestände sind die Bereiche Wasser, Abwasser und Abfall zuvorderst Mieterthemen, die wir nur sehr begrenzt lenken können. Daher stellen wir die Aspekte Energie und Emissionen in unseren Fokus, auf die wir stärker einwirken können. Als strategisches Ziel haben wir uns die Einsparung von jährlich 20.000 Tonnen COab 2022 gesetzt.

Die strategische und operative Zielsetzung für das Handlungsfeld Verantwortung für Umwelt und Klima finden Sie unter Kriterium 3. Ziele. Das strategische Ziel zur Einsparung von jährlich 20.000 Tonnen COab 2022 mit den operationalisierten Zielen zur Zielerreichung haben uns ab dem Jahr 2018 gesetzt und werden den Grad der Zielerreichung zukünftig kontinuierlich messen und ausweisen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

 
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen
Material Einheit 2016 2017
Estrich t 178 209
Styropor m3 1.000 700
Mineralwolle m3 13.600 8.250
Zellulose-Einblasdämmung m3 21.200 5.800
Papier t 51 53
   

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

 
Energieverbrauch Bestand in MWh  
Energieart Nutzung 2016 2017
Erdgas Heizung 521.648 535.338
Erdöl Heizung 36.926 37.768
Pellets Heizung 8.412 8.419
Fernwärme Heizung 589.419 618.952
Strom Beleuchtung und 
elektrische Geräte
33.313 32.948
Verkaufte Energie aus Photovoltaik   -985 -688
Gesamt   1.188.733 1.232.737

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.


Senkung der Energieverbräuche und Klimaemissionen der Verwaltung
durch Effizienz- und Einsparmaßnahmen1)
Maßnahme Einheit 2016 2017
Jährliche Einsparung durch Umstellung auf LED MWh 2,6 2,6
Jährliche vermiedene Emissionen durch Umstellung auf LED t CO2e 1,4 1,4
Vermiedene Emissionen durch zertifizierten Grünstrom aus Wasserkraft t CO2e 514 540
1) Die Umstellung auf LED zur Ausleuchtung der Kunstwerke in den Ausstellungsräumen ist erfolgt. Die entsprechende Energieeinsparung und vermiedenen Klimaemissionen konnten nicht bestimmt werden.
 
Senkung des Energieverbrauchs und der Klimaemissionen des Bestands 
durch Effizienz- und Einsparmaßnahmen2)
 
Maßnahme Einheit 2017
Senkung des Energieverbrauchs durch Sanierung und Modernisierung der Einheiten MWh 3.797,1
Jährliche vermiedene Emissionen durch Umstellung auf LED t CO2e 915
Vermiedene Emissionen durch zertifizierten Grünstrom aus Wasserkraft t CO2e 17.365
         
2) Die abgeleiteten Größen der Klimaemissionen wurden mit dem Faktor 241 g/kWh für Erdgas (Emissionsfaktor des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU)) berechnet. 

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch und Wasserintensität Bestand1)
  Einheit 2016 2017
Wasserverbrauch m3 8.453.625 7.929.615
Wasserverbrauch je nach m2 Wohn- und Nutzfläche m3 1,33 1,24
Einbezogene Wohn- und Nutzfläche m2 6.377.279 6.394.399
Einbezogene Einheiten Anzahl 106.908 106.318
1)Die angegebenen Daten beziehen sich auf unseren Berliner Bestand, der im Jahr 2017 rund 71% unseres Gesamtportfolios ausmachte. Die Daten stammen von unseren Hauptwasserzählern. Diese erfassen sowohl die individuellen Mieterverbräuche, die den Großteil des Gesamtverbrauchs ausmachen, als auch den allgemeinen Wasserverbrauch der Gemeinschaftsflächen sowie Sprengwasser. In einem Teil des Bestands sind keine Unterzähler für die einzelnen Teilflächen verbaut. Daher ist es gegenwärtig nicht möglich, separierte Daten etwa zum Wasserverbrauch der Gemeinschaftsflächen, die ohnehin nur einen sehr geringen Teil (etwas 1%) der Gesamtfläche ausmachen, zu erheben.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Ungefährliche Abfälle im Rahmen der Verwaltungstätigkeit nach Entsorgungsverfahren1)
Entsorgungsverfahren Abfallkategorie Einheit 2016 2017
Recycling Papier in t 85,1 76,6
1)Für die Verwaltung werden die Papierabfälle erhoben. Weitere Daten über ungefährliche Arten von Abfall sind aufgrund der Verwaltungstätigkeit nicht steuerungsrelevant und können zudem nicht belastbar quantifiziert werden.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Energieeffizienz und Emissionsreduktion
Die Deutsche Wohnen konzentriert sich mit ihrem Energiemanagement für Bestands- und Neubauten derzeit auf zwei Schwerpunkte, bei denen wir stets die Treibhausgasemissionen im Blick haben. Einerseits achten wir auf die Versorgung mit umweltfreundlicher Energie. Wir greifen auf regenerative Energien zurück und beliefern drei Viertel unseres Wohnbestands mit Wärme beziehungsweise Brennstoff aus dem Joint Venture G+D. Andererseits investieren wir in hohem Maße in die Energieeffizienz unserer Wohnungen und Anlagen.Schon seit Jahren legen wir besonderen Wert auf die Energieeffizienz unserer Immobilien. Bei der Bilanz des Energieverbrauchs schneiden aktuell rund 74,5 % unserer Einheiten besser ab als der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland (160 kWh/m² pro Jahr)1). Etwa 27 % unserer Einheiten verbrauchen unter 100 kWh/m² pro Jahr (A+ bis C). Der Mittelwert unseres Bestands beläuft sich auf 133,4 kWh/m² pro Jahr und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr noch einmal positiv verändert (2016: 135,1 kWh/m² pro Jahr). 

Ergänzend erheben wir die absoluten Verbräuche von Heizenergie und Strom in unserem Bestand und errechnen die entsprechenden CO2-Emissionen. Dabei behalten wir das Verhältnis zur Nutzfläche im Blick und überprüfen die Effizienz. 

In diese Werte fließen auch die denkmalgeschützten Einheiten ein. Deren Energieeffizienz kann aufgrund bestehender gesetzlicher Auflagen im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen nicht in dem Maße gesteigert werden, wie das bei nicht denkmalgeschützten Gebäuden möglich ist. Hinzu kommt, dass die Werte für 2016 und 2017 nur bedingt vergleichbar sind, da es sich um absolute Verbräuche handelt, deren Bezugsgrößen aufgrund der unterschiedlichen Abrechnungszeiten durch die Versorger leicht variieren. In Bezug auf unseren Gesamtbestand zum 31. Dezember 2017 wurde der Heizenergieverbrauch für circa 85 %, der Stromverbrauch für rund 89 % des Portfolios bestimmt.2)
Da wir im Berichtsjahr keine Neubautätigkeiten ausgeführt haben, fielen in diesem Bereich keine Verbräuche an. 

Für die Instandhaltung, Sanierung und energetische Modernisierung unseres Gebäudebestands haben wir ein umfassendes Investitionsprogramm aufgesetzt. Wir investieren bis 2022 über EUR 1,2 Mrd. in Fassaden-, Kellerdecken- und Dachdeckendämmungen, verbesserte Ausstattungsstandards der Wohnungen, den Austausch beziehungsweise die energetische Sanierung der Fenster, die Erneuerung von Wärmeerzeugungsanlagen sowie in eine regenerative beziehungsweise effiziente Energieerzeugung. Damit werden wir den Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht. 

Durch unsere Investitionen in umfassende Modernisierungsmaßnahmen im Bestand haben wir in den letzten drei Jahren (2015 - 2017) beispielsweise im Rahmen von Modernisierungsprojekten insgesamt rund 3.000 Wohneinheiten energetisch saniert. Im Ergebnis konnte der Endenergiebedarf um durchschnittlich rund 35 % auf 103 kWh/m² pro Jahr verbessert werden, was pro Jahr einer Energieeinsparung von rund 8,2 Mio. kWh beziehungsweise 2.000 t CO2entspricht.  

2017 profitierten eine Reihe unserer Bestände in Berlin, Hannover, Braunschweig, Dresden und Mainz von unseren – teilweise denkmalgerechten – energetischen Sanierungsprojekten. Hier haben wir zum Beispiel die Wärmedämmung verbessert, Isolierglasfenster eingebaut oder Fassaden instand gesetzt. Darüber hinaus haben wir Küchen und Bäder modernisiert und Balkone angebaut.

Detaillierte Informationen zu den klimarelevanten Emissionen und Berechnungsgrundlagen können Sie den folgenden Leistungsindikatoren zu Kriterium 13. entnehmen.  

1) Der Energieausweis: Steckbrief für Wohngebäude, https://www.verbraucherzentrale.de/Der-Energieausweis-Steckbrief-fuer-Wohngebaeude-4, Abruf: 20. April 2018. Durchschnittswert berücksichtigt Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung. Für rund 30.000 Einheiten unter Denkmalschutz sind keine Energieausweise erforderlich.
2)Ergänzend zu den absoluten Verbräuchen haben wir unter anderem Kennzahlen zum Energieverbrauch des Portfolios und der Verwaltungsstandorte mit einheitlichen Bezugsgrößen (Like-for-like) im Rahmen der Berichterstattung nach den EPRA sBPR im Juli 2018 veröffentlicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Scope 1: Direkte Treibhausgasemissionen in Tonnen CO2-Äquivalenten
  Spezifikation Einheit 2016 2017  
Verwaltung1) Emissionen aus fossilen Quellen (Benzin, Diesel, Erdgas, Erdöl) t CO2e 446 520  
Emissionen aus biogenen Quellen (Pellets) t CO2e 0,06 0,06  
Bestand2) Emissionen aus fossilen Quellen (Erdgas, Erdöl) t CO2e 137.275 140.838  
Emissionen aus biogenen Quellen (Pellets) t CO2e 151 152  

1)Die Werte bilden basierend auf dem witterungsbereinigten Energieverbrauch der Verwaltung die direkten Klimaemissionen ab (Scope 1). Der Scope-1-Wert wird mit den Emissionsfaktoren des IWU (Institut Wohnen und Umwelt) und dem Emissionsfaktor für den deutschen Strommix des Umweltbundesamts (527 g CO2e/kWh) berechnet. 

2)Die Werte bilden basierend auf dem Energieverbrauch des Bestands die direkten Klimaemissionen ab (Scope 1). Der Scope-1-Wert wird mit den Emissionsfaktoren des IWU (Institut Wohnen und Umwelt) und dem Emissionsfaktor für den deutschen Strommix des Umweltbundesamts 
(527 g CO2e/kWh) berechnet.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Scope 2: Indirekte, energiebedingte Treibhausgasemissionen in Tonnen CO2-Äquivalenten
  Spezifikation Einheit 2016 2017  
Verwaltung1) Emissionen aus Strom und Fernwärme (standortbasiert) t CO2e 1.301 1.356  
Emissionen aus Strom und Fernwärme (marktbasiert) t CO2e 787 815  
Bestand2) Emissionen aus Strom und Fernwärme (standortbasiert) t CO2e 191.435 199.954  
Emissionen aus Strom und Fernwärme (marktbasiert) t CO2e 175.634 184.327  

1
) Die Werte bilden basierend auf dem witterungsbereinigten Energieverbrauch der Verwaltung die indirekten, energiebezogenenen Klimaemissionen (Scope 2) ab. Der standortbasierte Scope-2-Wert wurde mit den Emissionsfaktoren des IWU (Institut Wohnen und Umwelt) und dem Emissionsfaktor für den deutschen Strommix des Umweltbundesamts 
(527 g CO2e/kWh) berechnet. Der marktbasierte Scope-2-Wert wird dargestellt, um die positiven Klimaeffekte der Beschaffung von zertifiziertem Grünstrom anzuzeigen. Dieser Wert setzt sich wie folgt zusammen: Emissionen aus Fernwärme; 5% Emissionen nach Strommixfaktor für Deutschland (527g CO2e/kWh)und 95% Emissionen nach Grünstromfaktor (0 g CO2e/kWh).

2
) Die Werte bilden basierend auf dem Energieverbrauch des Bestands die indirekten, energiebezogenenen Klimaemissionen (Scope 2) ab. Der standortbasierte Scope 2-Wert wurde mit den Emissionsfaktoren des IWU (Institut Wohnen und Umwelt) und dem Emissionsfaktor für den deutschen Strommix des Umweltbundesamts (527 g CO2e/kWh) berechnet. Der marktbasierte Scope 2-Wert wird dargestellt, um die positiven Klimaeffekte der Beschaffung von zertifiziertem Grünstrom darzustellen. Dieser Wert setzt sich wie folgt zusammen: Emissionen aus Fernwärme; 10% Emissionen nach Strommixfaktor für Deutschland (527g CO2e/kWh)und 90% Emissionen nach Grünstromfaktor (0g CO2e/kWh).

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Weitere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) entstehen etwa durch den Eigenwärmeverbrauch unserer Mieter. Diese Verbräuche erfassen wir jedoch nicht, da der zeitliche Aufwand der Erhebung unverhältnismäßig hoch ist und können daher keine entsprechenden Emissionshöhen ableiten.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die entsprechenden Kennzahlen berichten wir gemeinsam mit den Angaben zur Senkung der Energieverbräuche (GRI 302-4) unter den Leistungsindikatoren zu Kriterien 11. und 12.