11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen ist in den drei Geschäftsbereichen Wohnen, Apartment und Gewerbe in den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette sehr unterschiedlich. Bisher standen Bestandsmanagement und Projektentwicklung durch Ankauf und Modernisierung im Fokus der berlinovo. Baumaßnahmen zur Errichtung von Gebäuden hatten in der Wertschöpfungskette bisher eine untergeordnete Rolle.  

Beim Ankauf von Objekten und im Bestandsmanagement spielt die Nutzung natürlicher Ressourcen durch die berlinovo eine begrenzte Rolle. Im Handlungsfeld Abfall bestehen langfristige Verträge mit professionellen Dienstleistern wie beispielsweise der Berliner Stadtreinigung und im Handlungsfeld Wasser mit beispielsweise den Berliner Wasserbetrieben. Energiedienstleistungen werden vorherrschend durch die Mieter selbst bezogen. Da all die genannten Systemdienstleistungen vorrangig durch die Mieter beeinflusst werden, hat die berlinovo nur eine sehr geringe Steuerungswirkung. Um auch auf der Mieterseite die möglichen Einsparungen zu fördern, hat die berlinovo 2017 innerhalb des Mietermagazins „FAIRBERLINER“ eine Aufklärungskampagne zu möglichen Energieeinsparungen durchgeführt. Im Bereich Modernisierung wurde ein strukturierter Prozess zur nachhaltigen Umsetzung der Maßnahmen aufgesetzt. Im Moment werden verschiedene Projekte zu einem effizienteren Management natürlicher Ressourcen (siehe 12. „Ressourcenmanagement“) innerhalb der Gruppe getestet.  

Die berlinovo arbeitet derzeit am Aufbau einer Nachhaltigkeitsstrategie, die wesentliche Bewertungskriterien des nachhaltigen Bauens in der Projektentwicklung und im Bestandsmanagement durch Einbeziehung ökologischer, ökonomischer wie auch sozialer Aspekte transparent, messbar und überprüfbar erfüllen soll. Die Beurteilung wird sich dabei auf wissenschaftlich anerkannte und praxisorientierte Methoden der Ökobilanzierung und Lebenszykluskostenrechnung stützen. Gemäß dem unternehmensspezifischen bedarfsorientierten Auftrag werden insbesondere städtebauliche, gestalterische, technische und funktionale Qualitäten berücksichtigt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Das Geschäft der berlinovo gliedert sich in drei Bereiche: Apartment, Wohnen und Gewerbe. Der Einfluss auf den Ressourceneinsatz in den direkten Bereichen der Gewerbevermietung sowie der direkten Wohnungsvermietung sind gering, da die jeweiligen Mieter für den Bezug ihrer Ressourcen, vornehmlich Energie, eigenverantwortlich handeln. Die Bereiche in der Verantwortung der berlinovo für den Bezug von regenerativen Energien sind der Eigenverbrauch in der Zentrale am Halleschen Ufer und in den sieben Service-Centern, der sogenannte Hausstrom, der für die Versorgung außerhalb der Wohn- und Gewerbeflächen eingekauft wird, sowie der Energiebezug für die eigenbewirtschafteten Immobilien.  

Zur Untersuchung der Energieverbräuche und zur Ermittlung des Reduktionspotenzials hat die berlinovo zwei externe Energieberater verpflichtet. Sie betreuen das Energie-Audit der Zentrale, das im gesetzlich vorgeschriebenen Turnus alle vier Jahre stattfindet und zum letzten Mal im Jahr 2019 mit dem Bezugsjahr 2018 stattgefunden hat. Gegenüber dem Energieverbrauch in Höhe von 2.364.059 KWh im Basisjahr 2013 stehen 1.704.019 KWh im Jahr 2018. Diese Einsparung konnte durch die Modernisierung der Heizungsanlage und die Restrukturierung der Serverräume erzielt werden. Auch das aktuelle Energieaudit hat Einsparpotentiale aufgezeigt, deren Umsetzung derzeit geprüft wird.

Die berlinovo engagiert sich für den Klimaschutz und leistet einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes Berlin. Im ersten Quartal 2018 wurden mit Energieunternehmen Rahmenverträge für die Strom- und Gasbelieferung für die kommenden Lieferjahre geschlossen oder verlängert, die die CO2-neutrale Versorgung der eigenbewirtschafteten Immobilien ermöglichen. Diese neuen Rahmenverträge bündeln sowohl alle Berliner als auch die bundesweit gemanagten Immobilienbestände der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH sowie die Bestände der Berlinovo Apartment GmbH. Der Strombedarf wird durch ein CO2-freies Grünstromprodukt gedeckt und spart über den dreijährigen Lieferzeitraum im Vergleich zu einer konventionellen Stromversorgung bei einer Lieferung von circa 75 Millionen KWh rund 45.000 Tonnen CO2 ein. Die Gaslieferung wird jährlich durch ein zertifiziertes Kompensationsprodukt CO2-frei gestellt. Durch die Förderung von Projekten wie dem Bau des Wasserkraftwerks „Pamona 2“ in Indonesien wird sichergestellt, dass ebenso viele CO2-Emissionen eingespart werden, wie der Gasverbrauch erzeugt. Die Nachweisverfolgung erfolgt hierbei über sogenannte CO2-Gutschriften, die von den Vereinten Nationen (UNFCCC) zertifiziert und für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern ausgegeben werden. Die Entwicklungsländer werden so bei einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt und können zum Klimaschutz beitragen. Die Energieversorgung der von der berlinovo eigenbetriebenen Immobilien erfolgt somit vollständig CO2-neutral. Zusätzlich wird zum Heizen Fernwärme von einem weiteren Versorger bezogen. Dadurch konnten im Jahr 2018 475,93 Tonnen CO2 eingespart werden.  

Weiterhin werden die Energie-Ausweise aller Liegenschaften bis 2025 komplett überprüft und daraus Maßnahmen abgeleitet. Ein weiteres Nachhaltigkeitsprojekt ist die Anschlusswertprüfung der Fernwärmeversorgung, das zu einer Optimierung des Verbrauchs im Bereich der Heizstationen führen wird.  

Im Geschäftsbereich Apartment bietet die berlinovo ein Komplettpaket für die Vermietung an. In diesem Bereich bestehen daher vielfältige Möglichkeiten, Emissionen zu vermeiden und Einsparungen über Technik und Austausch zu erzielen, die im Wohn- und Gewerbebereich aus rechtlichen Gründen so nicht möglich sind. So wurden im Geschäftsbereich Apartment beispielsweise bis heute rund 45.000 Leuchtmittel ausgetauscht und durch energiesparende LED-Leuchtmittel ersetzt. Dieser Austausch führt durch den Einsatz energiesparender Technik zu einer Reduktion des Strombezugs. Im Bereich Gewerbe und Wohnen werden die Leuchtmittel in den öffentlichen Bereichen ebenfalls sukzessive im Rahmen von Reparaturen ersetzt. Ein weiteres Projekt im Geschäftsbereich Apartment ist ein im Jahr 2019 gestartetes Pilotprojekt im Rahmen der intelligenten Verbrauchssteuerung. Die Gebäudetechnik ermittelt über cloudbasierte Vernetzung der Außen- und Innenraumtemperaturen den Heizenergieeinspeisungsbedarf und nimmt – sofern erforderlich – eine aktive Regelung der Heizparameter vor. Durch den Einsatz solcher „smarten“ Technologie konnten nach erster Auswertung bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden.  

Ein weiteres innovatives Projekt zum Bezug CO2-neutraler Energie ist das Mieterstromprojekt in Kaulsdorf. Gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken wurde im Oktober 2019 Berlins größtes Projekt in diesem Bereich gestartet. Zwischen den Gärten der Welt und dem Wuhletal werden bis zum Projektabschluss 2021 rund 11.900 Solarstrommodule auf einer Fläche von 27.000 m² installiert, die mehr als 4.300 Haushalte mit sauberem Strom vom Dach versorgen können. Dies deckt den kompletten Strombedarf von 1.200 Zweipersonen-Haushalten. Bei einem geschätzten Ertrag von 2,9 Millionen KWh Ökostrom pro Jahr werden dadurch circa 1.580 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Derzeit hat die berlinovo weitere mögliche Flächen identifiziert, die gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken auf eine mögliche Realisierung weiterer Mieterstromprojekte überprüft werden. Auch im Geschäftsbereich Gewerbe werden Mieterstromprojekte getestet.   

Ein weiteres Projekt zu einem verbesserten Ressourcen-Management im Geschäftsbereich Apartment ist das Abfallmanagement. Durch die Nachtrennung von Abfällen in diesem Bereich wird eine höhere Recycling-Quote erzielt.  

Durch den Einbau sogenannter Perlatoren konnte darüber hinaus auch der Wasserverbrauch reduziert werden.

Wohnungsbau hat einen starken Einfluss auf Ressourcen- und Flächenverbrauch. Die berlinovo versucht, negative Auswirkungen auf diese Ressourcen und Ökosysteme durch ihre Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Dazu tragen Innovationen wie beispielsweise der technisch optimierte Prototyp (siehe 10. "Innovations- und Produktmanagement") bei.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Wie unter 11. „Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen“, beschrieben, spielen Gewicht und Volumen eingesetzter Materialien bisher eine untergeordnete Rolle.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Im Berichtsjahr 2019 wurde ein Energieaudit gemäß DIN EN 16246-1 durch einen akkreditierten Energieauditor durchgeführt.

 
Gesamtenergieverbrauch 2018
berlinovo Gesamtenergieverbrauch 2018
Energiebezug berlinovo



Energieverbrauch berlinovo







Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Aus dem Energieaudit resultieren im Wesentlichen zwei Maßnahmen:  

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Der Leistungsindikator zur Wasserentnahme ist auf das Geschäftsfeld der berlinovo nicht anwendbar, da sie als Immobiliendienstleisterin Leistungen des Portfolio-, Asset-, Property- und Fondsmanagements erbringt. Dazu wird kein Wasser entnommen.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Wie unter 11. „Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen“, beschrieben, spielt Abfall derzeit in der Wertschöpfungskette der berlinovo eine untergeordnete Rolle. Ein Berichtssystem zur Erfassung und Verwertung der verschiedenen Abfallklassen ist in Vorbereitung. Die Verwertung erfolgt bisher und zukünftig durch ausgewiesene Fachbetriebe.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Der Einfluss auf Treibhausgas(THG)-Emissionen aus den direkten Bereichen der Gewerbevermietung sowie der direkten Wohnungsvermietung ist gering, da die jeweiligen Mieter für den Bezug ihrer Energie eigenverantwortlich handeln. Für die durch die berlinovo beeinflussbaren THG-Emissionen im Scope 1 und im Scope 2 wurde eine Klimabilanz erstellt:

THG-Emissionen
Treibhausgasemissionen im Jahr 20181 in t CO2-Äquivalent
Direkt (Scope 1)    
Erdgas Zentrale2 296,63 3,47 Prozent
Erdgas verwaltete Immobilienbestände3 7.973,34 93,19 Prozent
Flotte4 18,11 0,21 Prozent
Summe direkte Emissionen 8.288,08 96,87 Prozent
     
Indirekt (Scope 2)    
Stromverbrauch Zentrale2 268,04 3,13 Prozent
Stromverbrauch verwaltete Immobilienbestände5 0,00 0,00 Prozent
Summe indirekte Emissionen 268,04 3,13 Prozent
     
Indirekt (Scope 3)    
noch ohne Berechnung    
     
Gesamtsumme 8.556,11 100 Prozent

1 Basis ist das gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit im Jahr 2019 mit Werten aus dem Jahr 2018. Es wurden in Kohärenz mit dem Energieaudit die Emissionsfaktoren der BAFA 2018 für die Berechnung der THG-Emissionen verwendet.
2 Die Versorgung mit Erdgas und der Stromverbrauch am Standort der Unternehmenszentrale erfolgt CO2-neutral.
3 Die Versorgung mit Erdgas der verwalteten Immobilienbestände wird kompensiert.
4 nur Pool-Fahrzeuge
5 Der Stromverbrauch der verwalteten Immobilien wird zu 100% aus erneuerbaren Energien gedeckt.

In den kommenden Berichtsjahren wird die berlinovo ihre Klimabilanz weiter verfeinern und auch den Scope der Bilanzierung erweitern. Derzeit wird zur weiteren betrieblichen Emissionsreduktion ein bezuschusstes ÖPNV-Ticket für Mitarbeitende angeboten. Ein Konzept für ein weitergehendes Mobilitätspaket, das auch weitere Verkehrsformen unterstützt, ist in Ausarbeitung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die direkten CO2-Emissionen des Unternehmens (Scope 1) betragen 8.288,08 Tonnen CO2-Äquivalente.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die indirekten CO2-Emissionen des Unternehmens (Scope 2) betragen 268,04 Tonnen CO2-Äquivalente.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

In den kommenden Berichtsjahren wird berlinovo seine Klimabilanz weiter verfeinern und auch den Scope der Bilanzierung erweitern. 

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Als Basis für eventuell weitere mögliche Senkung von THG-Emissionen wurde das im Jahr 2019 durchgeführte Energieaudit mit Werten aus dem Jahr 2018 verwendet. Einsparungspotentiale im Bereich der Zentrale werden geprüft. Die Stromversorgung erfolgt bereits zu über 98 Prozent (27.783.250 kWh) aus erneuerbaren Energien. Der Bezug von Erdgas wird zu über 96 Prozent CO2 kompensiert.

Alle genannten CO2-Berechnungen erfolgten mit Emissionsfaktoren gemäß BAFA 2018.