5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Initiator des Projektes zur Integration eines Nachhaltigkeitsmanagements ist der IBB-Vorstand, der durch den Vorsitzenden, auch im Projektausschuss vertreten ist. Die Projektumsetzung erfolgt durch den Stab Unternehmensentwicklung und im Rahmen eines bereichsübergreifenden Projektteams.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Das Projekt „Integration eines Nachhaltigkeitsmanagements“ wurde beauftragt, ausgewählte Nachhaltigkeitsaspekte in die Geschäftsstrategie der Investitionsbank Berlin angemessen zu integrieren.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Im Rahmen des Projekts „Integration eines Nachhaltigkeitsmanagements“ wurden erstmalig GRI-Kennzahlen zur Erfüllung des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes erfasst. Emissionen wurden anhand des aktuellen Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU)-Standards berechnet. Des Weiteren wird geprüft, ob ein Umweltmanagementsystem und eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 sowie EMAS für die IBB zielführend sind. Zur internen Planung, Steuerung und Kontrolle werden bereits die Leistungsindikatoren für die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten genutzt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

Die Investitionsbank Berlin verfügt über ein Leitbild, das die Zielvorgabe der "nachhaltigen Förderung" bereits enthält, sowie über Führungsleitlinien und einen Kommunikationskodex für die Kommunikation untereinander.
Die Verhaltensgrundsätze in speziellen Arbeitsvorgängen regeln eine Vielzahl von Arbeitsanweisungen der Schriftlich fixierten Ordnung. Darunter ist die Arbeitsanweisung (AA) Allgemeine Compliance, AA MaRisk Compliance, AA Verhaltensregeln inkl. sexuelle Belästigung, AA Dienstreisen, AA WpHG Compliance, AA Personalkompetenz, AA Dokumentationsregelung.
Zu den AA Geldwäsche, AA Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen inkl. Diebstahl, AA Informationssicherheit und Datenschutz sowie zu der AA Arbeitssicherheit gibt es regelmäßige dokumentationspflichtige Schulungen.
Für die Ausgestaltung der Leitlinien sind die Beschäftigten und Führungskräfte der jeweiligen Fachbereiche zuständig.
Die Grundsätze sowie die Risiko- und Geschäftsstrategie (einschließlich Governance Framework) sind jährlich aktualisiert von allen Beschäftigten im Intranet einsehbar.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Ausgewählte Nachhaltigkeitsziele (z.B. zur Frauenförderung) sind Bestandteil der jährlichen Zielvereinbarungen für Führungskräfte, die die Grundlage für die variable Vergütung der Führungskräfte darstellen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Die Bezüge des Vorstands und des Verwaltungsrates werden jährlich im Geschäftsbericht veröffentlicht. Darüber hinaus veröffentlicht die IBB jährlich einen Vergütungsbericht, seit 2014 im Rahmen des allgemeinen Offenlegungsberichtes, auf den in diesem Zusammenhang verwiesen wird.


Offenlegungsbericht der IBB

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

Das Verhältnis zwischen der Jahresgesamtvergütung des höchstbezahlten Beschäftigten und dem Mittelwert der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten beträgt das 5,12 fache.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Erwartungen und Wünsche von Kunden und Mitarbeitern werden von der Investitionsbank Berlin mittels Befragungen im zweijährigen Turnus systematisch erfasst und ausgewertet. Auch können die Stakeholder im Rahmen eines Ideen- und Feedbackmanagement unkompliziert in einen Dialog mit der Bank treten.
Interessen und Wünsche des Eigentümers werden über das Aufsichtsgremium, aber auch über einen regelmäßigen Dialog mit den Parlamentsausschüssen aufgenommen und bearbeitet. Im Zuge des Projektes zur Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagements hat sich die IBB mit der Identifizierung Ihrer relevanten Anspruchsgruppen weiter auseinander gesetzt. Die Analyse wurde mittels dem Stakeholder-Mapping durchgeführt. In einem Workshop wurde dabei erarbeitet, welche Akteure in- und außerhalb der IBB zum einen Einfluss auf den Erfolg und zum anderen von den Auswirkungen des Unternehmenshandelns betroffen sind.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Die Erwartungen und Wünsche von Kunden, Mitarbeitern, Eigentümern und gesellschaftlichen Gruppen werden von der Investitionsbank Berlin systematisch erfasst und ausgewertet. Unter anderem können die Stakeholder im Rahmen eines Ideen- und Feedbackmanagement unkompliziert in einen Dialog mit der Bank treten. Des Weiteren werden regelmäßig Kunden- und Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Hiervon gehen wertvolle Anregungen hervor, die den Nachhaltigkeits- aber auch den Geschäftsprozess verbessern können. Eine Befragung der IBB-Mitarbeiter ergab u.a. , dass die Mitarbeiter großen Wert auf die Transparenz zu nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten legen. Die Mitarbeiterbefragung 2015 ergab, dass sich 23 % der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr gut und 59 % gut über aktuelle Geschehnisse in der Bank informiert fühlen und lediglich 17 % das weniger gut bewerteten. Die Bewertung der wichtigen Arbeitgebereigenschaften Verlässlichkeit-Glaubwürdigkeit-Vertrauen durch die Mitarbeiter liegt generell hoch und hat sich 2015 gegenüber 2013 markant verbessert: Gegenüber 2013 (75 %) empfinden jetzt 82 % der Befragten diese Eigenschaften als zutreffend für die IBB.

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Das Leistungsspektrum der IBB umfasst Produkte in der Berliner Wirtschafts- und Immobilienförderung.

Im Geschäftsbetrieb der IBB werden neben den Einsparungen von CO2 kontinuierlich weitere ressourcenschonende Maßnahmen entwickelt und auf Umsetzbarkeit geprüft. Mit dem Abbau des Fuhrparks um 80% der Dienstwagen wird im Jahr 2015 die daraus resultierende CO2-Emission in Zukunft weiter deutlich reduziert werden.

Im Fokus der Wirtschaftsförderung steht die nachhaltige Stabilisierung der wirtschaftlichen Dynamik Berlins. Bei einem Großteil der Aktivitäten werden EU-Strukturfondsmittel (EFRE) eingesetzt, so dass die Förderprodukte kompatibel mit den auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Zielen der Europa 2020-Strategie sind. Hieraus resultieren Vorgaben und Regelungen, deren Einhaltung ebenfalls durch unabhängige Stellen kontrolliert wird. Die Unternehmensfinanzierungen sollen die Innovationsfähigkeit und Produktivität vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) steigern. Speziell im Fokus stehen dabei Unternehmen in den Clustern der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg.

Die IBB verfügt über spezielle Förderprogramme (Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (ProFIT), Innovationsassistent) die den Transfer zwischen Wissenschaft und Forschung und der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in den Unternehmen unterstützen. Finanziert werden hier sowohl Projekte in den Phasen der industriellen Forschung, der experimentellen Entwicklung sowie des Produktionsaufbaus, der Marktvorbereitung und der Markteinführung. Über die IBB Businessteam GmbH unterstützt die IBB mit Schulungs- und Coachingmaßnahmen Unternehmen bei der Einführung innovativer Prozesse.
Über ein elektronisches Antragsverfahren (eAntrag) können Unterlagen für die Antragsbearbeitung bei den Produkten der Wirtschaftsförderung eingereicht werden, wodurch zwischen dem Kunden und der IBB ressourcensparend und rechtsverbindlich kommuniziert werden kann.
In regelmäßigen Abständen wird die Förderwirkung der einzelnen Produkte von unabhängigen Sachverständigen evaluiert, dies geschieht sowohl ex-ante (vor Förderung) als auch ex-post (nach Förderung).

Im Geschäftsfeld Immobilienförderung unterstützt die IBB Eigentümer von Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Standards bei der energetischen Gebäudesanierung, dem energieeffizienten Neubau, dem altersgerechten, barrierereduzierenden Umbau sowie im Rahmen der sozialen Wohnraumversorgung. Alle Programme berücksichtigen die langen Investitionszyklen bei Immobilieninvestitionen durch lange Zinsbindungen und Orientierung an soziokulturellen, demographischen Trends sowie den gesteckten klimaschutzpolitischen Zielen. Die Programme verhelfen zu einer nachhaltigen Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudebestand , sichern Wohnraum für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen und tragen dazu bei, dass neu errichtete Wohngebäude unter zukunftsorientierten Effizienzstandard errichtet werden und damit langfristig auf die Klimaneutralität des Gebäudebestandes einzahlen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

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