5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Für das Thema Nachhaltigkeit zeichnet der CEO im Vorstand verantwortlich. Die operative Verantwortung liegt beim Nachhaltigkeitsmanagement/CSR in der Abteilung Strategy. Im Jahr 2018 werden wir zudem ein fachbereichsübergreifendes Nachhaltigkeitsgremium etablieren.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Bei der Deutsche Wohnen Gruppe bekennt sich der Vorstand zur unternehmerischen Verantwortung und zu den Zielen eines nachhaltigen Wirtschaftens. Für das Thema Nachhaltigkeit zeichnet der CEO im Vorstand verantwortlich. Die operative Verantwortung liegt beim Nachhaltigkeitsmanagement/CSR in der Abteilung Strategy.
Im Jahr 2018 werden wir zudem ein fachbereichsübergreifendes Nachhaltigkeitsgremium etablierenDessen Aufgabe ist es u.a., fachbereichsübergreifend das Nachhaltigkeitsprogramm umzusetzen und weiterzuentwickeln sowie die Nachhaltigkeitsstrategie weiter im Unternehmen zu verankern. Im Bereich CSR – zugehörig zur Abteilung Strategy - liegt die operative Verantwortung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und das Nachhaltigkeitsmanagement.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Unsere strategischen und operativen Zielsetzungen sind in unserem Nachhaltigkeitsprogramm (s. Kriterium 3. Ziele) festgehalten und mit Fristen versehen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Deutsche Wohnen erheben und berichten wir die zur Überwachung und Steuerung relevanten Kennzahlen im Hinblick auf die als wesentlich identifizierten Themen. Die Kennzahlen werden im Zwei-Jahres-Vergleich dargestellt. Neben unseren Kennzahlen berichten wir nach dem Wesentlichkeitsprinzip ausgewählte GRI-Indikatoren und nach den branchenspezifischen Ergänzungen für die Immobilienwirtschaft CRESD (Construction and Real Estate Sector Disclosures). In der vorliegenden DNK-Entsprechenserklärung werden ebenfalls die vorgegebenen GRI-Indikatoren berichtet sowie eine Auswahl der branchenspezifischen Ergänzungen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. offengelegt. 

Eine umfassende Übersicht der Kennzahlen und unseres GRI-Inhaltsindexes finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2017, S. 69-90) 

In unserer nichtfinanziellen Konzernerklärung 2017 haben wir außerdem zu verschiedenen zu berichtenden Belangen einen Schlüsselindikator ausgewählt: Die nichtfinanzielle Konzernerklärung 2017 der Deutsche Wohnen SE finden Sie im Geschäftsbericht 2017, S. 84.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. eine Beschreibung der Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation.

Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Die Unternehmensführung und Unternehmenskultur des Deutsche Wohnen-Konzerns entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und – bis auf eine Ausnahme – den zusätzlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen SE fühlen sich der Corporate Governance verpflichtet; alle Unternehmensbereiche orientieren sich daran. Im Mittelpunkt stehen für uns Werte wie Kompetenz, Transparenz und Nachhaltigkeit.

Deutscher Corporate Governance Kodex und Verhaltensrichtlinien
Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und der Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sind wichtige Grundsätze für die Deutsche Wohnen. Für die Beachtung der rechtlichen Normen sind insbesondere die Führungskräfte und der Compliance Officer verantwortlich. Letzterer ist zentraler Ansprechpartner in allen Compliance-Fragen. Er informiert Management, Mitarbeiter und Geschäftspartner über relevante gesetzliche Vorschriften sowie die Folgen bei Regelverletzungen.Unsere Verhaltensrichtlinien, die rechtskonformes Handeln vorschreiben und definieren, sind für alle Mitarbeiter im Unternehmen gültig und bindend. Jeder neue Mitarbeiter bekommt die Richtlinien bei Arbeitsantritt ausgehändigt und verpflichtet sich, diese zu befolgen. 

Weitere Informationen zu Verhaltensnormen erhalten Sie unter Kriterium 15. Chancengerechtigkeit und Kriterium 20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten.

Investitionsintensität (Werterhaltung und Werterhöhung des Immobilienbestandes): Angabe in EUR/qm Wohnfläche pro Jahr (optional)

EUR 33,37 / m2 (siehe Geschäftsbericht 2017 , S.31)

Gesamtkapitalrentabilität (Ertragskraft des Unternehmens) (optional)

Bitte geben Sie hier die im Sinne des DNK relevanten Informationen in Textform ein.

Bitte beachten Sie, dass eingefügte Bilder/Dateien lediglich ergänzend zur Berichterstattung (Text) erfolgen. Die Uploads selbst sind nicht Inhalt der Prüfung.

CO2-Intensität des Gebäudebestands (optional)

Die Deutsche Wohnen konzentriert sich mit ihrem Energiemanagement für Bestands- und Neubauten derzeit auf zwei Schwerpunkte, bei denen wir stets die Treibhausgasemissionen im Blick haben. Einerseits achten wir auf die Versorgung mit umweltfreundlicher Energie. Wir greifen auf regenerative Energien zurück und beliefern drei Viertel unseres Wohnbestands mit Wärme beziehungsweise Brennstoff aus dem Joint Venture G+D. Andererseits investieren wir in hohem Maße in die Energieeffizienz unserer Wohnungen und Anlagen.
Schon seit Jahren legen wir besonderen Wert auf die Energieeffizienz unserer Immobilien. Bei der Bilanz des Energieverbrauchs schneiden aktuell rund 74,5 % unserer Einheiten besser ab als der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland (160 kWh/m² pro Jahr)a). Etwa 27 % unserer Einheiten verbrauchen unter 100 kWh/m² pro Jahr (A+ bis C). Der Mittelwert unseres Bestands beläuft sich auf 133,4 kWh/m² pro Jahr und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr noch einmal positiv verändert (2016: 135,1 kWh/ m² pro Jahr). 

Eine grafische Darstellung der Energieintensität der Wohneinheiten entnehmen Sie dem Nachhaltigkeitsbericht 2017, S. 50.

a)Der Energieausweis: Steckbrief für Wohngebäude, https://www.verbraucherzentrale.de/Der-Energieausweis-Steckbrief-fuer-Wohngebaeude-4, Abruf: 20. April 2018. Durchschnittswert berücksichtigt Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung. Für rund 30.000 Einheiten unter Denkmalschutz sind keine Energieausweise erforderlich.

CO2-Einsparung seit 1990 (Beschreibung des Einsparpotenzials und die Maßnahmen, durch die die CO2-Einsparung erreicht wurde) (optional)

Bitte geben Sie hier die im Sinne des DNK relevanten Informationen in Textform ein.

Bitte beachten Sie, dass eingefügte Bilder/Dateien lediglich ergänzend zur Berichterstattung (Text) erfolgen. Die Uploads selbst sind nicht Inhalt der Prüfung.

Anteil der energetisch voll- bzw. teilmodernisierter Wohnungen am Gesamtbestand (optional)

Bitte geben Sie hier die im Sinne des DNK relevanten Informationen in Textform ein.

Bitte beachten Sie, dass eingefügte Bilder/Dateien lediglich ergänzend zur Berichterstattung (Text) erfolgen. Die Uploads selbst sind nicht Inhalt der Prüfung.

Kosten für soziale Projekte (optional)

 
Spenden und Sponsoring Einheit 2016 2017
Ausgaben für Spenden und Sponsoring EUR Mio. 0,9 1,0
 
Weitere Informationen finden Sie unter 18. Gemeinwesen.

Anteil barrierefreier/-armer Wohnungen im Bestand (optional)

Bitte geben Sie hier die im Sinne des DNK relevanten Informationen in Textform ein.

Bitte beachten Sie, dass eingefügte Bilder/Dateien lediglich ergänzend zur Berichterstattung (Text) erfolgen. Die Uploads selbst sind nicht Inhalt der Prüfung.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Das Vergütungssystem des Vorstands ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der Beratungen, Überprüfungen und Neugestaltungen im Aufsichtsratsplenum.  

Die Vorstandsverträge der Deutsche Wohnen SE enthalten fixe und variable Bestandteile. Die variable Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern an die Vorgaben des § 87 Abs. 1 S. 3 AktG angepasst. Sie ist an die Erreichung wirtschaftlicher Ziele des Unternehmens gebunden und beruht überwiegend auf mehrjährigen Bemessungsgrundlagen. Die variable Vergütung kann nur bei einem entsprechend positiven Geschäftsverlauf beansprucht werden. Die Vergütungsstruktur wird so auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und die Anreiz­ und Risikowirkung der variablen Vergütung optimiert.
Der ausführliche Vergütungsbericht der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr 2017 ist auf der Internetseite des Unternehmens unter https://ir.deutsche-wohnen.com/websites/dewohnen/German/4600/verguetungsbericht.html zu finden. 

Eines der Ziele des Nachhaltigkeitsprogramms ist es bis Ende 2019 langfristige Ziele als Bestandteil der Vergütung des Vorstandes und von Führungskräften zu etablieren (s. Kriterium 3. Ziele). 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator GRI SRS-102-35: Vergütungspolitik
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und Führungskräfte, aufgeschlüsselt nach folgenden Vergütungsarten:
i. Grundgehalt und variable Vergütung, einschließlich leistungsbasierter Vergütung, aktienbasierter Vergütung, Boni und aufgeschoben oder bedingt zugeteilter Aktien;
ii. Anstellungsprämien oder Zahlungen als Einstellungsanreiz;
iii. Abfindungen;
iv. Rückforderungen;
v. Altersversorgungsleistungen, einschließlich der Unterscheidung zwischen Vorsorgeplänen und Beitragssätzen für das höchste Kontrollorgan, Führungskräfte und alle sonstigen Angestellten.

b. wie Leistungskriterien der Vergütungspolitik in Beziehung zu den Zielen des höchsten Kontrollorgans und der Führungskräfte für ökonomische, ökologische und soziale Themen stehen.

Die Vorstandsverträge der Deutsche Wohnen SE enthalten fixe und variable Bestandteile. Die variable Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern an die Vorgaben des § 87 Abs. 1 S. 3 AktG angepasst. Sie ist an die Erreichung wirtschaftlicher Ziele des Unternehmens gebunden und beruht überwiegend auf mehrjährigen Bemessungsgrundlagen. Die variable Vergütung kann nur bei einem entsprechend positiven Geschäftsverlauf beansprucht werden. Die Vergütungsstruktur wird so auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und die Anreiz­ und Risikowirkung der variablen Vergütung optimiert.

Der ausführliche Vergütungsbericht der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr 2017 ist auf der Internetseite des Unternehmens unter https://ir.deutsche-wohnen.com/websites/dewohnen/German/4600/verguetungsbericht.html zu finden
.

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch die Hauptversammlung in § 10 Abs. 7 der Satzung festgelegt. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten danach eine fixe Jahresvergütung in Höhe von EUR 75.000. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die dreifache Vergütung, der stellvertretende Vorsitzende die anderthalbfache Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für seine Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats eine pauschale Vergütung in Höhe von EUR 15.000 pro Geschäftsjahr, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das Doppelte. Die Mitgliedschaft in anderen Ausschüssen des Aufsichtsrats wird je Mitglied und Ausschuss mit EUR 5.000 pro Geschäftsjahr vergütet, der jeweilige Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte. Die Summe sämtlicher Vergütungen zuzüglich der Vergütung für die Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Konzernunternehmen darf je Aufsichtsratsmitglied einen Betrag in Höhe von EUR 300.000 (jeweils ohne etwaig anfallende Umsatzsteuer) je Kalenderjahr nicht übersteigen. Auslagen werden erstattet. Außerdem kann die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats auf ihre Kosten in eine D&O­Gruppenversicherung für Organe und Leitungsverantwortliche einbeziehen und hat dies auch getan. Hierbei wurde für die Aufsichtsratsmitglieder ein Selbstbehalt entsprechend den Anforderungen von § 93 Abs. 2 AktG i.V.m. Art. 51 SE­VO vereinbart. 

Eine erfolgsorientierte Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder wird nicht gezahlt. Eine individualisierte Angabe der Aufsichtsratsvergütung ist im Vergütungsbericht enthalten.

Der ausführliche Vergütungsbericht der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr 2017 ist auf den Seiten 72 bis 79 des 
Geschäftsberichts 2017 zu finden. 

Weitere Informationen zur Vergütungsstruktur unserer Mitarbeiter finden Sie unter Kriterium 15. Chancengerechtigkeit.

Leistungsindikator GRI SRS-102-38: Verhältnis der Jahresgesamtvergütung
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Verhältnis der Jahresgesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person der Organisation in jedem einzelnen Land mit einer wichtigen Betriebsstätte zum Median der Jahresgesamtvergütung für alle Angestellten (mit Ausnahme der am höchsten bezahlten Person) im gleichen Land.

Die Vorstandsvergütung wird im ausführlichen Vergütungsbericht der Deutsche Wohnen SE offengelegt. Diesen finden Sie hier. Der Leistungsindikator Verhältnis der Jahresgesamtvergütung wird bei der Deutsche Wohnen SE nicht als interne Steuerungskennzahl verwendet. Daher werden die Daten aktuell nicht im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeitervergütung erfasst und ausgewiesen.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Bei unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten und -maßnahmen ist uns sehr wichtig, dass wir Herausforderungen frühzeitig erkennen und stets die wesentlichen Themen fokussieren. Dies gelingt uns allerdings nur, wenn wir die Interessen unserer wichtigen gesellschaftlichen Anspruchssteller hinreichend berücksichtigen und in unser Handeln einbeziehen.

Daher haben wir 2013, sowohl für die Ausarbeitung unserer Nachhaltigkeitsstrategie als auch für den Aufbau unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung, in einer Stakeholderanalyse folgende Stakeholdergruppen und deren Anforderungen identifiziert: (potenzielle) Kunden (Mieter und Käufer), (potenzielle) Mitarbeiter, Investoren und Analysten (einschließlich Ratingagenturen), Geschäftspartner, Politik und Verwaltung, Verbände sowie Medien. Mit allen genannten Gruppen stehen wir in einem regelmäßigen und vielfältigen Austausch während des Berichtsjahres.  Beispiele für den Austausch mit unseren Anspruchsgruppen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.19.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.

Kernthemen 

Stakeholder Kernthemen Spezifische Dialogformate und Häufigkeit
(Potenzielle) Kunden (Mieter/
Käufer)
Mieter: Bezahlbarer Wohnraum, Dialog mit Mietern

Käufer: Quartiersentwicklung, Bausubstanz, Mietersensibilisierung
Homepage, Service Points, Service Center, Newsletter, E-Service, Broschüren, Quartiersfeste, Ausstellungen, Mieterinformationsveranstaltungen und Mieterbüros bei größeren Modernisierungsmaßnahmen, Mietersprechstunden, Dialogplattform, persönliche Gesprächstermine/Besuche, Mieterbefragung, gemeinsame Gespräche mit Mietern und Politik, Wunschwohnungstelefon
(Potenzielle) Mitarbeiter Langfristige wirtschaftliche Stabilität, Mitarbeiterbelange Homepage, Intranet, Broschüren (unter anderem zur Ausbildung), zweijährliche Mitarbeiterbefragung, jährliches Mitarbeitergespräch, Jahresabschlussgespräch, Fokusgruppe (vierteljährlich), themenspezifische Mitarbeiteransprachen durch den Vorstand (i. d. R. 2 × p. a.), jährliches Sommerfest, Ausstellungen, vierteljährlicher Mitarbeiter-Newsletter „bruno“, Welcome-Package und Welcome-Days für neue Mitarbeiter, Klausurtagungen
Investoren und Analysten (einschließ-lich Rating-agenturen) Transparenz und Dialog, Nachhaltigkeits-strategie, langfristige wirtschaftliche Ausrichtung, Arbeitgeberattraktivität, Bestand Geschäftsbericht, Quartalsberichte, Nachhaltigkeitsbericht, Homepage, Präsentationen, Webcasts, Ad-hoc-Mitteilungen, Corporate News, Hauptversammlung, Property-Touren, Road-Shows, (Bank-)Konferenzen, Messebeteiligungen, Telefonkonferenzen zur Veröffentlichung von Geschäfts- und Quartalsberichten
Geschäfts-partner Langfristige wirtschaftliche Ausrichtung, Nachhaltigkeits-strategie, Mitarbeiter-qualifizierung Homepage, Geschäftsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Messebeteiligungen, Ausschreibungen
Politik und Verbände Bestand, bezahlbarer Wohnraum, Dialog mit Mietern, Mitarbeiterbelange Geschäftsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Homepage, Diskussionspanels und Fachforen, politische Initiativen und Bündnisse, Modernisierungsvereinbarungen mit Bezirken, persönliche Gespräche 
Medien Bestand, bezahlbarer Wohnraum, Dialog mit Mietern, Mitarbeiterbelange Geschäftsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Unternehmensbroschüre, Homepage, Pressemeldungen und -termine, Konferenzen, persönliche Gespräche, Telefonkonferenzen zur Veröffentlichung von Geschäfts- und Quartalsberichten
 

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Soziale und ökologische Wirkungen
Wohnen ist existenziell – keine Frage. In den Metropolen und Ballungsgebieten wird es aber wegen des Mangels an bezahlbarem Wohnraum deutlich schwieriger, dieses Grundbedürfnis zu erfüllen. Wir tun deshalb, was zu tun ist: Wir bauen neue, moderne und lebenswerte Wohnungen. Für unsere Neubauvorhaben orientieren wir uns an anerkannten Nachhaltigkeitskriterien, die für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie gelten. Rund 40 % des Energieverbrauchs und etwa 30 % der nationalen Kohlendioxidemissionen entfallen auf den Gebäudesektor. Bis zum Jahr 2050 soll hier die „Dekarbonisierung“ erreicht sein. Dabei kommt der Wohnungswirtschaft in Deutschland mit rund 20 Millionen vermieteten Einheiten eine klimapolitische Schlüsselrolle zu. Deshalb erhöhen wir die Energieeffizienz unseres Gebäudebestands tatkräftig mit langfristig wirkenden Investitionen in die energetische Gebäudesanierung. Wir modernisieren unsere technischen Anlagen und streben damit eine immer effizientere Verbrauchsregelung unserer Immobilien an. 

Energieeffizienz
Ein großer Hebel für einen klimafreundlicheren Wohnbestand ist die Auswahl der Energieträger. Um in diesem Bereich unabhängiger, effizienter und ertragreicher agieren zu können, hat die Deutsche Wohnen zusammen mit dem Energiedienstleister GETEC das Joint Venture G+D gegründet. Gemeinsam mit der G+D erhöhen wir die Energieeffizienz der Erzeugungsanlagen in unseren Liegenschaften und senken zugleich die CO²-Emissionen sowie die Energiekosten. Zum 31. Dezember 2017 versorgte die G+D bereits rund 58 % des zentral wärmeversorgten Deutsche Wohnen-Portfolios mit Energie. Dieser Anteil stieg zum 1. Januar 2018 auf circa 75 %. 

Mittlerweile hat unser Joint Venture G+D bereits das fünfte Blockheizkraftwerk (BHKW), eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Kraftwerken, in Betrieb genommen. Das neueste steht im Berliner Süden in Marienfelde und versorgt eine Wohnanlage mit rund 900 Einheiten zusätzlich mit Wärme. Das BHKW am Imbrosweg verfügt über eine elektrische Leistung von 902 kWel und eine thermische Leistung von 931 kWth. Es ist das bislang größte Blockheizkraftwerk, das die Deutsche Wohnen in ihrem Bestand betreiben lässt. Das mit klimafreundlichem Biogas betriebene BHKW steigert die Produktion von umweltfreundlicher elektrischer Energie im Konzern von 9 GWh auf rund 12 GWh im Jahr. Mit seiner Inbetriebnahme wurde die elektrische Anschlussleistung des „Kraftwerkparks“ auf insgesamt 2.150 kW erhöht. Die produzierte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet.Mit dem Einsatz von BHKWen in unseren Liegenschaften tragen wir dazu bei, unsere Energieversorgung Schritt für Schritt klimafreundlicher zu gestalten. Perspektivisch wollen wir die dezentrale Energieversorgung in unseren Beständen sowie die eigene Energieerzeugung weiter ausbauen.

Instandhaltung und Modernisierung
Der größte Teil unserer Wohnungen ist nicht von uns selbst errichtet worden. Daher kann es vorkommen, dass sich in den Gebäuden vereinzelt noch Materialien befinden, die im Falle ihrer Freisetzung als schädlich gelten. Auch wenn die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in der Regel nur gering sind, tauschen wir diese Materialien rechtzeitig aus, bevor ein Kontakt mit dem Umfeld entstehen kann. Bei jedem Mieterwechsel untersuchen wir ohnehin unsere Wohneinheiten auf Sicherheitsmängel und gesundheitliche Gefahren, die – sofern vorliegend – umgehend beseitigt werden. Damit vermindern wir zudem das Risiko von Reputationsschäden für das Unternehmen sowie von Kompensationszahlungen, die aus einem möglichen Unfall mit gefährlichen Materialien resultieren könnten. 

Der Umgang mit gefährlichen Baustoffen ist durch Richtlinien und Gesetze streng geregelt. Wir halten uns beim Austausch und der Entsorgung von Asbest und anderen gefährlichen Abfällen an die „Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)“. Zudem ersetzen wir asbesthaltige oder andere schädliche Baumaterialien durch geeignete Materialien. Kontaminiertes Material wird selbstverständlich vorschriftsmäßig entsorgt. 

Neubau
Nachhaltiges Bauen ist für uns ökologisch und wirtschaftlich gleichermaßen sinnvoll. Daher richten wir uns beim Neubau am Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB), am Gütesiegel der DGNB beziehungsweise des Nachhaltigen Wohnungsbaus (NaWoh) aus. Damit betrachten wir den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes einschließlich der Konzeptions-, Planungs- und Umsetzungsphase bis hin zur Inbetriebnahme. Besonderes Augenmerk legen wir in diesem Zusammenhang auf die Nutzung unschädlicher und umweltschonender Materialien sowie auf nachhaltige Energie-, Wasser- und Verkehrskonzepte. 
Begleitet werden die Neubauprozesse der Deutsche Wohnen von qualifizierten Dienstleistern für nachhaltige Gebäudezertifizierungen. Diese beraten uns, stellen Konzepte und Messungen für den Erhalt der Zertifikate zur Verfügung, koordinieren die Planungs- und baubegleitende Dokumentation und nehmen Vorgaben für nachhaltige Materialien in die Lieferantenverträge auf. Damit soll abgesichert werden, dass nur Materialien zum Einsatz kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung eine anerkannte Gesundheits- und Umweltverträglichkeit aufweisen. Teilweise werden bereits kreislauffähige Baustoffe verwendet, die nach dem Cradle to Cradle®-Konzept zertifiziert sind.Alle Neubaugrundstücke werden sorgfältig auf Altlasten hin untersucht und nach den gesetzlichen Anforderungen des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) behandelt.

Beispiele für unsere Neubaustrategie finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.34 f.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

(Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten)

Alle finanziellen Anlagen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung. Investitionen in das Immobilienportfolio, bspw. im Rahmen von Instandhaltungen und Modernisierungen,unterliegen u. a. auch Überprüfungen hinsichtlich Umwelt- und sozialen Faktoren, z. B. zum energetischen Sanierungsstand. Im Rahmen von Akquisitionen findet eine umfangreiche Due-Diligence-Prüfung zu zahlreichen Kriterien und Faktoren statt. Inbegriffen sind dabei auch Umweltaspekte und soziale Faktoren, z. B. Umwelt-/Altlastenuntersuchungen, der energetische Zustand der Gebäude sowie die Mieterhistorie.

Innovation im Bereich Multimedia: 
Digitale Prozesssteuerung
Wie auch die Mieterbefragung unterstreicht, gehören hochwertige Services im Wohnumfeld zu den entscheidenden Faktoren der Kundenzufriedenheit. Vor Ort steuert und kontrolliert die FACILITA die Arbeit der Dienstleister im Facility Management. In Berlin betreuen rund 230 Mitarbeiter in 70 Anlaufstellen unseren Bestand.
Die FACILITA strebt im Qualitätsmanagement eine vollständige Digitalisierung der Prozesssteuerung an. Dafür nutzt sie bereits verschiedene Tools, welche die Auftragsbearbeitung und das Reporting über mobile Endgeräte ermöglichen. Zudem werden eine Bedienungsoptimierung der Apps sowie der Umstieg von Smartphones auf Tablets beständig vorangetrieben, um etwa den Informationsaustausch in Echtzeit und die Benutzung neuer Formate wie digitale Aufmaße oder Karten zu erleichtern. Gekoppelt werden diese Innovationen mit umfangreichen Schulungen der Mitarbeiter.Ziel des Unternehmens ist es, sich mittelfristig als Qualitätsführer im infrastrukturellen Facility Management zu etablieren. Dazu soll in allen Beständen in Berlin die Präsenz von Hausmeistern abgesichert werden. Im Jahr 2018 will sich die FACILITA vor allem auf Verbesserungsmaßnahmen und neue Lösungsangebote konzentrieren, die aus den Ergebnissen der Mieterbefragung abgeleitet wurden.

Beteiligung an Forschungsprojekten: 
Hochschul-Kooperation zu Smart-Home und betrieblichem Gesundheitsmanagement
Fünf Studentinnen des Masterstudiengangs Online-Kommunikation der Hochschule Anhalt in Bernburg nahmen erstmals am Projekt „Smarte WG“ der Deutsche Wohnen und des Institute of Electronic Business teil. In einem Kreuzberger Altbau testeten sie in einer Wohngemeinschaft die Vorzüge einer digitalen Wohnung.

Parallel unterstützten die Studentinnen den Bereich Personalentwicklung dabei, das betriebliche Gesundheitsmanagement der Deutsche Wohnen auf eine digitale Basis zu stellen. Zunächst erfolgte eine Analyse des Ist-Zustands mit dem Ziel, 
das Gesundheitsmanagement noch besser an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten. Dazu wurde zusammen mit der Personalabteilung eine Online-Befragung unter den Mitarbeitern durchgeführt. Abgerundet wurde die Recherche von persönlichen Interviews mit einzelnen Mitarbeitern der Deutsche Wohnen.
Aus den Ergebnissen sind mittlerweile konkrete Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen abgeleitet worden. So hat die Deutsche Wohnen mit dem Unternehmen machtfit GmbH zum 1. Juni 2018 einen Vertrag geschlossen. Der erfahrene Gesundheitsdienstleister aus Berlin stellt eine digitale Gesundheitsplattform zur Verfügung, über die die Mitarbeiter beispielsweise Präventionskurse buchen oder auch eigene firmeninterne Maßnahmen koordiniert werden können.
Fachlich begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Thomas Schildhauer vom Institute of Electronic Business und zwei Expertinnen für betriebliches Gesundheitsmanagement.
Leistungsindikator GRI 302-5:
Senkung des Energiebedarfs von Produkten und Dienstleistungen
  Einheit 2017
Senkung des Energieverbrauchs durch Sanierung und Modernisierung der Einheiten MWh 3.797,1