5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten für Nachhaltigkeit in der Hochschule werden dargelegt.

Das Präsidium entwickelt die Nachhaltigkeitsstrategie. Das KNU wirkt als wissenschaftliches Netzwerk an der Universität und ist Innovationslabor sowie Inkubator für neue Ansätze, Konzepte, Verfahren und Methoden im Nachhaltigkeitskontext. In dieser Funktion dient es dem Präsidium als Beratungsinstanz für Nachhaltigkeitsaspekte an der Universität.

Das KNU wird im Wesentlichen durch fünf Teams konstituiert, die interdisziplinär und aus verschiedenen Statusgruppen der Universität zusammengesetzt sind. Diese Teams befassen sich themen- und zielgruppenspezifisch mit vielfältigen nachhaltigkeitsbezogenen Inhalten:

Team 1: Zukunftsfähige Universität

Team 2: Nachhaltigkeit in Lehre und Studium

Team 3: Postdoc-Kolleg “Sustainable Future”

Team 4: Nachhaltige Hochschulverwaltung

Team 5: Studentische Hochschulprojekte

Mit der Förderoffensive „Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit“ unterstützt die UHH über das KNU Projekte an der Universität, die sich der Herausforderung stellen, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten (siehe Kriterium 2b).

Das KNU verfolgt dabei eine Strategie, bei der nach der Formierungsphase (2011-2013) gegenwärtig die „Entwicklungsphase“ kurz vor dem Abschluss steht, die dann 2017 übergeht in eine Diffundierungsphase (2018-2022). Hauptgedanke ist dabei, dass sich bei den Beschäftigten ein Verständnis für Nachhaltigkeit entwickelt und daraus eine Eigenverantwortung für Nachhaltigkeit an der UHH entsteht.

6. Regeln und Prozesse

Die Hochschule legt dar, wie sie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse implementiert.

Universitätsweite Regeln und Prozesse zur spezifischen Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie existieren an der Universität Hamburg bisher nicht – abgesehen von landesgesetzlich vorgeschriebenen Abläufen, die aber auch für andere Strategieprozesse gelten. Voraussetzung dafür ist eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die zurzeit entwickelt wird. Bei der Formulierung von Regeln und Prozessen wird darauf geachtet, vor dem Hintergrund finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen eine Balance zwischen Autonomie der Fakultäten und WissenschaftlerInnen und einer universitätsweiten Strategie beizubehalten.

7. Sicherstellung der Ergebnisqualität

Die Hochschule legt dar, welche Nachhaltigkeitsindikatoren genutzt, wie Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten gesichert und sowohl zur internen Sicherstellung der Ergebnisqualität als auch zur internen sowie externen Kommunikation verwendet werden.

Zur Nachhaltigkeit werden an der Universität Hamburg zum Zweck der Planung und Kontrolle verschiedene Indikatoren für unterschiedliche Berichte erfasst. Dazu gehören Indikatoren in folgenden Bereichen:

Es existiert kein Indikatorensystem bzw. keine direkte Verknüpfung zwischen den verschiedenen Indikatoren. Im Bereich Lehre und Forschung werden bisher keine spezifischen Nachhaltigkeitsindikatoren durch die UHH erfasst. Kriterien, die die Qualität der Daten hinsichtlich einer konsistenten Nachhaltigkeitsberichterstattung sicherstellen sollen, wurden bisher nicht explizit formuliert.

In bislang zwei studentischen Nachhaltigkeitsberichten wurden für die Zeiträume 2010/11 (erschienen 2012) sowie 2011-14  (erschienen 2016) zu 80 Nachhaltigkeitsindikatoren Daten veröffentlicht [https://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/infoboard/knu-dowanloadbereich.html].

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

Die Leistungsindikatoren nach GRI und EFFAS sind vorerst nicht Umfang des HS-DNK. Die Indikatoren sind für unsere Hochschule nicht hinreichend aussagekräftig oder (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht in der abgefragten Tiefe zu berichten. Auf lange Sicht wird geprüft, nach einem (noch zu entwickelnden) hochschulspezifischen Indikatoren-Set zu berichten.

8. Anreizsysteme

Die Hochschule legt dar, inwiefern ihre leitenden Organisationseinheiten Nachhaltigkeitsprozesse materiell und immateriell durch Zuweisung von projektgebundenen oder etatisierten Ressourcen sowie Legitimation und Unterstützung auf allen (Entscheidungs-) Ebenen fördern und anregen. Es wird dargelegt, inwiefern die Hochschulleitung derartige Anreizsysteme auf ihre Wirkung hin überprüft.

Es existieren Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen den Dekanaten der verschiedenen Fakultäten und dem Präsidium, die auch Nachhaltigkeitsaspekte beinhalten. Das Erreichen dieser Ziele wird regelmäßig überprüft.

Mit der oben genannten Förderoffensive „Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit“ unterstützt die UHH über das KNU Projekte an der Universität, die sich der Herausforderung stellen, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Auf diese Art wird Nachhaltigkeitsforschung an der Universität seit 2014 incentiviert.

Die Überprüfung erfolgt auf zwei Ebenen – einerseits durch eine [interne und/oder externe] Erstbegutachtung nach Antragstellung, andererseits nach Projektrealisierung über die Auswertung von Projektberichten, über eingeworbene Drittmittel und Publikationen, wovon wiederum die Mittelzuweisung abhängt. Der nachhaltigkeitsbezogene Impact der geförderten Projekte wird aufgrund von Erhebungsschwierigkeiten nicht im Einzelnen geprüft.

Das Post-Doc-Kolleg  „Sustainable Future” wurde 2016 einer KNU-internen Evaluation unterzogen.

Im Rahmen der Detailierung der UHH-Nachhaltigkeitsstrategie ist vorgesehen, eine Auswahlstrategie für Forschungsschwerpunkte und -zentren zu entwickeln.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Die Leistungsindikatoren nach GRI und EFFAS sind vorerst nicht Umfang des HS-DNK. Die Indikatoren sind für unsere Hochschule nicht hinreichend aussagekräftig oder (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht in der abgefragten Tiefe zu berichten. Auf lange Sicht wird geprüft, nach einem (noch zu entwickelnden) hochschulspezifischen Indikatoren-Set zu berichten.

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

Die Leistungsindikatoren nach GRI und EFFAS sind vorerst nicht Umfang des HS-DNK. Die Indikatoren sind für unsere Hochschule nicht hinreichend aussagekräftig oder (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht in der abgefragten Tiefe zu berichten. Auf lange Sicht wird geprüft, nach einem (noch zu entwickelnden) hochschulspezifischen Indikatoren-Set zu berichten.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Die Hochschule, legt dar, ob und wie sie interne und externe Anspruchsgruppen identifiziert und wie diese in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Sie legt dar, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die KNU-Teams befassen sich themen- und zielgruppenspezifisch mit vielfältigen nachhaltigkeitsbezogenen Inhalten. Dadurch werden verschiedene interne Anspruchsgruppen wie Beschäftigte und Studierende in den Nachhaltigkeitsprozess einbezogen. Das Präsidium ist zu allen Sitzungen eingeladen und nimmt mindestens auf der Ebene der Referenten daran teil. Das KNU berichtet regelmäßig an das Präsidium, einzelne Präsidiumsmitglieder bzw. an den Akademischen Senat. Zudem stellt sich das KNU bei verschiedenen internen und externen Stellen, wie Behörden und anderen nationalen und Internationen Hochschulen, vor und befindet sich damit auch im Austausch mit internen und externen Stakeholdern. Die UHH ist Mitglied in der europäischen COPERNICUS-Alliance, wird durch die Vizepräsidentin in der „Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ vom BMBF vertreten und arbeitet in diversen nationalen und regionalen Netzwerken zur Nachhaltigkeit mit. Der DNK für Hochschulen wurde wesentlich durch UHH-Vertreter initiiert und mitentwickelt.

Studentische Initiativen wie GeoKino, MIBAS debates on CSR, oikos Hamburg und die AG BNE wirken an der Gestaltung von Nachhaltigkeit an der UHH mit, indem sie unter anderem nachhaltigkeitsbezogene, außercurriculare Veranstaltungen anbieten. Der AStA hat seit vielen Jahren ein Referat für Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen zu nachhaltigkeitsbezogenen Projekten finden sich im zweiten NHB auf S. 29 [https://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/downloads/uhh-nachhaltigkeitsbericht-online.pdf].

Ein Prozess zur Identifizierung der für den Nachhaltigkeitsprozess relevanten Anspruchsgruppen existiert bisher nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Die Leistungsindikatoren nach GRI und EFFAS sind vorerst nicht Umfang des HS-DNK. Die Indikatoren sind für unsere Hochschule nicht hinreichend aussagekräftig oder (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht in der abgefragten Tiefe zu berichten. Auf lange Sicht wird geprüft, nach einem (noch zu entwickelnden) hochschulspezifischen Indikatoren-Set zu berichten.

10. Transformation

Die Hochschule legt dar, wie sie durch geeignete Prozesse eine Transformation Richtung nachhaltiger Entwicklung in ihren wesentlichen Handlungsfeldern erreichen möchte. Ebenso wird dargelegt, inwiefern Maßnahmen innerhalb der Handlungsfelder einen Lernprozess für die gesamte Organisation und bei Akteuren darüber hinaus in Gang setzen und Verstetigungsprozesse für die angestrebte Transformation vorangetrieben werden. Dies beinhaltet ebenfalls den kontinuierlichen Austausch mit Kommunen, Wirtschaft, politischem Umfeld und Zivilgesellschaft.

Ein Handlungsfeld des KNU stellt die Initiierung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte zu Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung an der Universität Hamburg dar. Mit der Förderoffensive „Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit“ unterstützt die Universität Hamburg über die KNU-Förderlinien nachhaltigkeitsbezogene Projekte und leistet so eine universitätsweite Incentivierung von Nachhaltigkeitsforschung an der Universität (siehe Kriterien 2b und 8).

Weiterhin gehören zur UHH zahlreiche nachhaltigkeitsbezogene Forschungszentren, die interdisziplinär ausgerichtet sind und wesentliche gesellschaftliche Themen in Bezug auf Nachhaltigkeit adressieren. Beispiele sind unter anderem das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN), das aus dem Klima­Exzellenzcluster CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction) hervorgegangen ist, das Centre for Globalisation and Governance (CGG), das Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) sowie das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH). Weitere Informationen hierzu finden sich im zweiten NHB ab S. 34 [https://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/downloads/uhh-nachhaltigkeitsbericht-online.pdf].

Auch auf betrieblicher Ebene werden Innovationen genutzt, z.B. bei der Energiegewinnung oder der Planung des Gästehauses.

Im Rahmen der Detailierung der UHH-Nachhaltigkeitsstrategie ist vorgesehen, die Innovationsstrategie zu elaborieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link (Seite 38)

Die Leistungsindikatoren nach GRI und EFFAS sind vorerst nicht Umfang des HS-DNK. Die Indikatoren sind für unsere Hochschule nicht hinreichend aussagekräftig oder (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht in der abgefragten Tiefe zu berichten. Auf lange Sicht wird geprüft, nach einem (noch zu entwickelnden) hochschulspezifischen Indikatoren-Set zu berichten.