5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Alle drei Partner tragen Verantwortung für nachhaltiges Handeln im Unternehmen. Entscheidungen über Investitionen ab 500 € werden in der Gesellschafterversammlung abgestimmt und im Sinne von Langlebigkeit, Verwendung ökologisch möglichst unbedenklicher Materialien etc. getätigt.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Änderungen des Geschäftszwecks und Akquisitionen außerhalb der Kernkompetenzen werden in regelmäßig durchgeführten und protokollierten Gesellschafterversammlungen behandelt und entschieden. Die Auswahl von Kooperationspartnern  sowie wesentliche Verträge mit Dritten (Werkverträge, Versicherungen,...) werden von mindestens zwei Partnern von N³ gemeinsam abgeschlossen.

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Die Partner erneuern permanent ihre Kompetenzen in den abgegrenzten Bereichen und tauschen sich bei den Gesellschafterversammlungen über wesentliche Entwicklungen aus, die Einfluss auf die Ausrichtung des Unternehmens haben könnten.

Prozesse: Alle wesentlichen Dokumente werden den Partnern in Kopie zur Kenntnis gebracht. Alle Angebote, Verträge, Arbeitsergebnisse etc. werden bei einem der Partner auf einer backup-Platte gespeichert. Die monatliche Buchführung und die Einhaltung des Steuerrechts wird von einer Steuerberaterin überprüft. Barausgaben der Partner werden belegt und nach Prüfung durch einen anderen Partner zur Bezahlung durch die Firma frei gegeben. Belege und Rechnungslegung werden jährlich durch denjenigen der drei Partner, der den geringsten Anteil am ausgeschütteten Ergebnis hatte, revisorisch geprüft.
Über Projektfortschritte und Neuakquisitionen wird in den Gesellschafterversammlungen regelmäßig berichtet und beraten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator G4-56
Beschreiben Sie die Werte, Grundsätze sowie Verhaltensstandards und -normen (Verhaltens- und Ethikkodizes) der Organisation. Link

N³ ist der wissenschaftlichen Wahrheit verpflichtet. Die Partner sind bestrebt, immer auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik zu beraten und bilden sich dementsprechend intensiv fort (durch Literaturstudium, Teilnahme an spezifischen Kongressen, Netzwerk- und Fortbildungsveranstaltungen). N³ berät seine Kunden ehrlich, nachvollziehbar und im Sinne der Nachhaltigkeitsstandards. Die Aufgaben werden in einem ergebnisoffenen Prozess für den Kunden transparent gelöst.
N³ ist der Nachhaltigkeit als globaler, gesellschaftlicher Aufgabe verpflichtet und setzt dies im Rahmen des Unternehmens und bei seiner Beratungstätigkeit um. Leitlinien sind u.a. die SDGs und die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie.
N³ übernimmt nur Aufgaben, für die ausreichender Sachverstand bei den Partnern bzw. dem Netzwerk von N³ vorhanden ist.
N³ lehnt finanzielle Zuweisungen ohne eine Beratungs-Gegenleistung ab.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/ Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

N³ ist eine Partnergesellschaft ohne dauerhaft beschäftigte Mitarbeiter. Notwendige Dienstleistungen werden über Werkverträge eingekauft. Die Partner erhalten keine regelmäßigen Auszahlungen aus dem Unternehmen, vielmehr wird im Sinne einer langfristigen Wertschöpfung der jährlich entstandene Überschuss (ggf. nach Bildung von Rückstellungen) im Folgejahr an die Partner ausgekehrt, wobei sich die Höhe nach drei Kriterien bemisst (s.u. Indikatoren).
Ein Kontrollorgan neben der Gesellschafterversammlung (=Partner) gibt es nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

Leistungsindikator G4-51a
Vergütungspolitik – Berichten Sie über die Vergütungspolitik für das höchste Kontrollorgan und die leitenden Führungskräfte. Link

Kriterien für die Bemessung der Ausschüttung an die Partner (nach Priorität geordnet)
1. in Projekten/Aufträgen geleistete Arbeit
2. erfolgreiche Akquisitionstätigkeit
3. Eigenkapitalanteil

Leistungsindikator G4-54
Nennen Sie das Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters in jedem Land mit signifikanten geschäftlichen Aktivitäten zum mittleren Niveau (Median) der Jahresgesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne den höchstbezahlten Mitarbeiter) im selben Land. Link

N³ hat keine Beschäftigten. Es ist selbstverständlich, dass Werkverträge zu auch für die jeweiligen Partner auskömmlichen Konditionen geschlossen werden. N³ legt großen Wert auf den fairen Umgang mit Partnerunternehmen und setzt auf langfristige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen.

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Die Identifikation von Anspruchsgruppen vor allem in den Branchen Energie, Entsorgung, Chemie gehört zum Kernbereich des Unternehmen, da dies unverzichtbarer Bestandteil der Beratungsleistung für Kunden ist. Der Dialog mit (potentiellen) Anspruchsgruppen erfolgt generell
- durch ehrenamtliche Mitarbeit in zahlreichen Gremien und Verbänden, die einen entsprechenden Informationsfluss ermöglichen (ISWA WG Recycling and Waste Minimization, VKU-AK Europa, DGAW-AG Nachhaltige Abfallwirtschaft, Vorstand der regionalen Initiative "Zukunft durch Industrie", BUND-AK Umweltchemikalien / Toxikologie, Umweltausschuss der IHK Niederrhein,...)
- durch Beobachtung von Publikationen zahlreicher Anspruchsgruppen im Netz bzw. in Form von Zeitschriften, Presseverlautbarungen etc.,
- durch selbst gestaltete Konferenzen (z.B. 2016 mit/bei der IHK Niederrhein zu nachhaltigen Unternehmensstrategien) sowie Besuch zahlreicher Fachkonferenzen (z.B. 2016 Economic Forum, Krynica, Polen; Green & Sustainable Chemistry Conference, Berlin; 6th EuChemS, Sevilla, Spanien; ISWA World Congress, Novi Sad, Serbien).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

Leistungsindikator G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben. Link

Wichtige Anstöße zur Weiterentwicklung bei N³:
- auf der fachlichen Seite (Energie, Ressourcen, Innovationen, Chemie)
- in der Entwicklung nachhaltiger Strategien vor allem durch Kontakte bei Zukunft durch Industrie

Stakeholder-Gruppen übernehmen Themen und Ergebnisse von N³, z.B.
ISWA: übernimmt über internationale Working Groups Arbeiten von N³
DGAW, VKU, Zukunft durch Industrie,... laden N³-Partner häufig zu Vorträgen ein.

Migliedschaft und aktive Mitarbeit in nationalen wie internationalen Stakeholder-Gruppen und Netzwerken:
Ressourcen / Abfallwirtschaft: ISWA, DGAW, VKU-Förderverein,
Umwelt- und Naturschutz: BUND
Energie / Wasser / Strom / Gas: ZWU, IWW
Chemie / Pharma: ISCnet
Innovationen: DTI, EEN, Managerkreis der FEST, ZENIT-Verein
Nachhaltigkeitsberatung: Die Nachhaltigkeitsberater in Duisburg

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

N³ beobachtet - schon um für die Kunden ein immer gut informierter und innovativer Ansprechpartner zu sein - die Entwicklungen in den Bereichen Energie, Ressourcen, Mobilitätsdienstleistungen, Chemie. Dazu zählen die Auswertung der wissenschaftlichen Literatur, Meldungen von Unternehmen und Verbänden sowie Teilnahme an einschlägigen Veranstaltungen. Darüber hinaus sind die Partner immer wieder als Guftachter und Ratgeber für Innovationsprojekte und Fördermittelanträge gefragt und erhalten auf diese Weise Einblick in neueste markt- und Technologieentwicklungen. Die daraus resultierende stetige Erneuerung der Kernkompetenzen, die auch zur gelegentlichen Überprüfung der eigenen Produkte und Dienstleistungen führt, dient nebenbei der Optimierung der eigenen Nutzung von Ressoucen wie IT, TK, Mobilität.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator G4-FS11
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Link

N³ verfügt über keinerlei Finanzanlagen.