4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

In der Wertschöpfungskette der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt bildet vor allem die verantwortungsvolle Beschaffung ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit. Die Unternehmensgruppe bezieht jährlich Waren und Dienstleistungen in Höhe von rund 322 Millionen Euro. Darüber hinaus investiert die Unternehmensgruppe in den Jahren 2020–2024 1,9 Milliarden Euro in den Neubau sowie in die Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungsbestandes. Hiermit geht auch eine Verantwortung für die Lieferkette einher. Die Unternehmensgruppe hat den Anspruch, potenzielle Umweltbelastungen oder unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Lieferkette zu vermeiden.  

Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten  

Mit dem im Berichtsjahr entwickelten Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten adressiert die Unternehmensgruppe gezielt ihre Lieferkette und ihre Erwartungen an die Geschäftspartner, wie Handwerks- oder Baufirmen. Gemeinsam mit dem Kompetenzcenter Einkauf und Vertragsmanagement hat die Unternehmensgruppe den Verhaltenskodex mit 15 Forderungen zu sozialem und ethischem Handeln sowie ökologischer Verantwortung erarbeitet. Der Kodex wurde im Herbst 2018 nach Abstimmung in der Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit per Geschäftsbeschluss in Kraft gesetzt. Er ist auf der Konzern-Website veröffentlicht.  

Soziale und ethische Schwerpunkte des Forderungskatalogs bilden unter anderem die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und Sicherheitsstandards, eine angemessene Entlohnung sowie aktives Eintreten für einen fairen Wettbewerb. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Thema Ökologie. Die Unternehmensgruppe erwartet von den beauftragten Betrieben einen verantwortungsvollen Umgang mit Umweltschutzthemen – insbesondere in Bezug auf Ressourcen- und Energieverbräuche. Dazu gehören beispielsweise ein möglichst sparsamer Materialeinsatz sowie die Nutzung von energieeffizienten und umweltfreundlichen Technologien. Auch die Vermeidung von umweltbelastenden Abfällen, Abwässern und Emissionen ist ein zentraler Bestandteil des Code of Conduct. Besonders relevant sind diese Kriterien für die Auswahl von Auftragnehmern im Rahmen von Bau- und Modernisierungsvorhaben. Aber auch Dienstleister, die im Geschäftsbetrieb oder mit Drittleistungen wie beispielsweise Energieversorgung oder Mobilität aktiv sind, sollen mit dem Kodex noch deutlicher im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmensgruppe in die Pflicht genommen werden.  

Die gesamthafte Beschreibung des Kerngeschäfts der Unternehmensgruppe mit ihren Wertschöpfungsstufen erfolgt unter „Allgemeine Informationen".