4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfungskette bei LPKF beginnt bei der Beschaffung und setzt sich fort über Forschung & Entwicklung, Vertrieb und Marketing, Produktion, Auftragsabwicklung, Logistik, Service und Inbetriebnahmen, bis hin zum Kunden. Direkten Einfluss können wir nur auf die internen Prozesse sowie auf die direkten Zulieferer und Kunden nehmen.

Von unseren Lieferanten fordern wir verantwortliches Handeln in Bezug auf Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte und Korruptionsvermeidung. Unsere Einkaufsbedingungen verpflichteten sie dazu, Zwangs- und Kinderarbeit zu ächten, international anerkannte Menschen- und Arbeitnehmerrechte sowie Umweltstandards und Antikorruptionsvorschriften einzuhalten. In Reaktion auf den US-amerikanischen Dodd-Frank-Act erwarten wir von unseren Lieferanten, in einer Selbstauskunft die Verwendung sogenannter „Konfliktmineralien“ auszuschließen. Zur Integration unternehmerischer Verantwortung in die operativen Einkaufsprozesse wird ein Code of Conduct für Lieferanten entwickelt und eingeführt, der unseren Umgang mit den Geschäftspartnern regelt.

Der vorgelagerte Teil der Lieferkette und die damit verbundenen Prozessschritte sind für uns nicht flächig zu überwachen oder zu kontrollieren. Da keine vertragliche Beziehung zwischen LPKF und den Unterlieferanten besteht, ist hier ein Eingriff auch rechtlich nicht möglich. Wir weisen deshalb unsere direkten Lieferanten darauf hin, ihre Vorlieferanten entsprechend zu sensibilisieren und zu verpflichten.

LPKF exportiert ca. 90 % der Waren ins Ausland. Um auszuschließen, dass Kunden aus sog. „Embargo-Ländern“ beliefert werden, wurde ein Ausführverantwortlicher benannt, der die innerbetriebliche Exportkontrolle überwacht und verantwortet. Diese Funktion kann nur durch eine Person der Geschäftsführung übernommen werden. Der Ausfuhrverantwortliche überträgt diese Aufgaben an den Bereich der Exportkontrolle und wird von dieser über jegliche Änderungen informiert. Der Exportkontrollbeauftragte ist verantwortlich für die Weitergabe aller relevanten Informationen an die Abteilungen. Zusätzlich hat LPKF das Kundenmanagementsystem durch eine spezielle Software ergänzt, die ein regelmäßiges Sanktionslisten-Screening durchführt.