3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wir stehen vor großen Herausforderungen: Bereits heute ist der globale ökologische Fußabdruck der Menschheit größer, als es die verfügbaren Ressourcen der Erde dauerhaft verkraften. Die Weltbevölkerung wird Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2050 auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Gleichzeitig führt die weltweit zunehmende Wirtschaftsleistung zu steigendem Konsum und Ressourcenbedarf. Somit wird sich insgesamt der Druck auf die Ressourcen in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. Daher brauchen wir Innovationen, Produkte und Technologien, die mehr Lebensqualität bei gleichzeitig geringerem Material- und Rohstoffverbrauch ermöglichen. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung im nachhaltigen Wirtschaften wollen wir diese zukunftsfähigen Lösungsansätze gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln und umsetzen. Unser langfristiges Ziel bis 2030 ist, den Wert zu verdreifachen, den wir mit unserer Geschäftstätigkeit schaffen – im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck, den wir durch unsere Produkte und Dienstleistungen hinterlassen. Dieses Ziel bezeichnen wir als „Faktor 3“.

Um unser Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2030 dreimal effizienter zu werden, müssen wir unsere Effizienz jährlich um durchschnittlich 5 bis 6 Prozent steigern. Auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel „Faktor 3“ wollen wir unsere Leistungen in diesen Bereichen auch in den kommenden Jahren weiter verbessern.

Wir konzentrieren unsere Aktivitäten auf sechs Fokusfelder, die die für uns wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung abbilden. Drei von ihnen beschreiben, wie wir „mehr Wert“ schaffen wollen, beispielsweise durch mehr Arbeitssicherheit und Beiträge zum gesellschaftlichen Fortschritt. Die drei anderen Felder beschreiben die Bereiche, in denen wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren wollen, etwa durch einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch und weniger Abfall. Wir setzen auf das Engagement unserer Mitarbeiter, unsere Produkte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um in diesen Fokusfeldern Fortschritte voranzutreiben.

Im Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen erneut konkrete Fortschritte im Hinblick auf seine Zwischenziele für 2020 (Basisjahr 2010) erreicht: - Der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen (pro Tonne Produkt) gingen um 24 Prozent zurück.
- Das Abfallaufkommen (pro Tonne Produkt) konnte um 32 Prozent verringert werden.
- Der Wasserverbrauch (pro Tonne Produkt) sank um 24 Prozent.
- Die Arbeitssicherheit (pro 1 Mio. Arbeitsstunden) verbesserte sich um 17 Prozent.
- Der Umsatz (pro Tonne Produkt) stieg um 5 Prozent.
- Insgesamt konnte Henkel das Verhältnis zwischen geschaffenem Wert und ökologischem Fußabdruck im Vergleich zum Basisjahr 2010 bereits um 43 Prozent verbessern. Bis 2020 soll die Ressourceneffizienz um 75 Prozent gesteigert werden.
Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzabkommens und der Verpflichtung der Staatengemeinschaft, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, will Henkel einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei fokussiert sich das Unternehmen zunächst darauf, den CO2-Fußabdruck seiner Produktion bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent zu reduzieren. Zudem strebt Henkel an, bis 2030 100 Prozent des Stroms für seine Produktion aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Bis 2020 soll eine Abdeckung von 50 Prozent erreicht sein. Langfristig verfolgt Henkel die Vision, ein klimapositives Unternehmen zu werden.

www.nachhaltigkeitsbericht.henkel.de
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