3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Nachhaltigkeitsziele des Betriebes leiten sich aus den Nachhaltigkeitsprinzipien von „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ ab und haben langfristigen Charakter:

1. Achtung der Natur sowie die Beachtung des Vorsorgeprinzips

... durch Bezug von Rohstoffen und Rohprodukten, deren Gewinnung möglichst wenige Effekte auf Umwelt und Natur aufweisen.

... durch Vermeidung langer und unnötiger Transportwege:
Ein Großteil der klimaschädlichen Treibhausgase entsteht im Rahmen des Transports. Unnötige Transport- und Lieferwege sind zu vermeiden. Dies gilt sowohl für den Bezug von Rohstoffen und Rohprodukten, bei deren Auswahl auch die Transportwege als Auswahlkriterium einbezogen werden sollten.

... durch Vermeidung von Umweltverschmutzung in der Produktion/(Weiter-)Be- und Verarbeitung:
Dazu gehören die Einhaltung der geltenden Umweltschutzgesetze,  das Angebot ökologisch nachhaltiger Produkte, die Verwendung von Öko-Strom, Einsatz möglichst effizienter Produktionsmittel etc.

... durch Vermeidung von Abfällen und Förderung von Up-/Recycling:
Die Vermeidung von Abfällen beginnt beim Produktdesign und bei der Auswahl von Rohstoffen und Rohprodukten. Bevorzugt sollen Rohstoffe und Rohprodukte eingesetzt werden, die sich durch eine hohe Recyclingfähigkeit auszeichnen oder biologisch abbaubar sind. Langlebigkeit (ästhetisch und  technisch) sowie Reparaturfähigkeit sind weitere Anforderungen, die der Nachhaltigkeit dienen. 

2. Achtung und Förderung von Mitmenschen

Kein Bezug von Produkten aus sozial fragwürdiger Herstellung:
Viele Rohstoffe und Rohprodukte, insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern, werden unter menschenverachtenden Bedingungen gewonnen. Kinder- und Zwangsarbeit, mangelnder Gesundheitsschutz, unbezahlte und exzessive Überstunden sowie unzureichende Entlohnung sind nur einige der bekannten Probleme. Sofern davon auszugehen ist, dass bei einem Rohstoff/Rohprodukt sozial fragwürdige Arbeitsbedingungen anzunehmen sind, soll auf Bezugsquellen der Region, aus dem europäischen Wirtschaftsraum oder auf Recyclingmaterialien zurückgegriffen werden. Ist dies nicht möglich, sollten – sofern erhältlich – zertifizierte Materialien/ Produkte verwendet werden. 
 
Investition in  bestehende und  zukünftige Generationen, durch Weitergabe von Wissen, Ausbildung und Weiterbildung im Betrieb:
Die Weitergabe von Wissen und Können ist ein essenzieller Bestandteil zur Aufrechterhaltung von Qualität und Nachhaltigkeit im Handwerk. Vincent hat sich dazu verpflichtet, nach seinen Möglichkeiten im Betrieb auszubilden. Wünschenswert ist auch die Förderung sozial benachteiligter Menschen, um ihnen über eine Ausbildung die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Wertschätzung und Respekt von Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen sowie Kunden, Verbot von Diskriminierung

Förderung eines fairen Wettbewerbs im Sinne fairer Betriebs- und Geschäftspraktiken


Erweiterung von Entscheidungsspielräumen für Kunden:
Kunden können nur nachhaltig konsumieren, wenn sie ihre Entscheidungen beurteilen können. Vincent hat sich verpflichtet, die Kunden umfassend und ehrlich über die Vor- und Nachteile von Waren und Dienstleistungen sowie über eingesetzte (Herstellungs-)Verfahren aufzuklären.

3. Achtung grundlegender Nachhaltigkeitsprinzipien
Einzelheiten siehe Darstellung im Kriterium 7, Leistungsindikator G4-56

Die vorgenannten genannten qualitativen Ziele sollen in Zukunft um quantitative Zielsetzungen mit definierten Zeitpunkten für die Umsetzung von Maßnahmen ergänzt werden, damit die Fortschritte messbar werden und die Zielerreichung besser überprüfbar wird.