2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Da unsere Unternehmensziele mit Nachhaltigkeitszielen unmittelbar zusammenfallen (siehe 1.) haben wir für alle Bereiche unserer Arbeit eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Diese gibt Prämissen/Kriterien für Entscheidungen und Handlungen im operativen Geschäft vor – sie gelten für alle drei Bereiche unseres Handelns und betreffen: 1. Wesentlichkeit, 2. Wirtschaftlichkeit, 3. Betroffene und Beteiligte.

Zu 1. unterscheiden wir Maßnahmen nach der Bedeutung ihrer Konsequenzen für das Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele. So möchten wir sicherstellen, dass unsere Ressourcen nicht für ineffektive Einzelmaßnahmen aufgebraucht werden und wichtigere Vorhaben womöglich ausbremsen.

Zu 2. prüfen wir die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen. Hierzu nutzen wir eine einfache Tabelle mit vier Feldern: 1. nicht-investiv und wirtschaftlich, 2. investiv und wirtschaftlich, 3. nicht-investiv und nicht wirtschaftlich, 4. investiv und nicht wirtschaftlich. Während Maßnahmen aus Feld 1. lediglich hinsichtlich ihrer zeitlichen und personellen Durchführbarkeit geprüft werden, prüfen wir die weiteren Maßnahmen zunehmend streng nach Kosten- und Nutzen-Aspekten. Dabei kommt dem erstgenannten Kriterium der Wesentlichkeit offensichtlich wieder Bedeutung zu.

Zu 3. unterscheiden wir drei Bereiche betroffener und beteiligter Akteure: a. unsere Geschäftsstelle und unsere Servicecenter, b. unser Bestand und c. unsere Geschäftspartner. Während wir Maßnahmen im ersten Feld (a) relativ leicht einschätzen, planen und realisieren können, sind wir in den beiden anderen Feldern auf die Mitwirkung unserer Mieter und Geschäftspartner angewiesen. Zu b) unterscheiden wir mögliche Maßnahmen, die wir I.) vollständig ohne Mitwirkung unserer Mieter realisieren können (z.B. Wechsel von Leuchtmitteln), II.) Maßnahmen, bei denen wir auf die Mitwirkung unserer Mieter angewiesen sind (z.B. angepasstes Nutzerverhalten bei technischen Neuerungen oder dem Ziel der Reduktion von Restmüllmengen) und III.) Maßnahmen, die allein in der Hand unserer Mieter liegen (z.B. die Auswahl eines Stromanbieters).

Auf die gesellschaftliche Herausforderung des demografischen Wandels haben wir mit einer Erweiterung unseres Portfolios reagiert. So bauen wir bereits das dritte "Argentum – intelligentes Wohnen im Alter". Diese modernen Wohnanlagen verbinden Ansprüche an barrierefreies und sicheres Wohnen mit der Möglichkeit, hauswirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Dienstleistungen vor Ort in Anspruch zu nehmen. Selbstverständlich stellen wir auch hier hohe Ansprüche an die energetische Qualität unserer Immobilien.