2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Immobilienbranche nimmt mit ihrem Kerngeschäft - der Bereitstellung von Wohnraum - direkten Einfluss auf das Zusammenleben von Menschen und die Gestaltung von Städten. Als eines der drei größten Immobilienunternehmen Europas sieht sich die Deutsche Wohnen daher in der Pflicht, auch abseits ihrer ökonomischen Zwecke Verantwortung zu übernehmen.

Damit wir Herausforderungen und Chancen erkennen und proaktiv angehen können, legen wir großen Wert auf den konstruktiven Austausch mit allen relevanten und interessierten Akteuren. Durch Transparenz und einen intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern können wir Impulse aus dem Umfeld des Unternehmens aufnehmen und zugleich setzen.

Im Einklang mit den GRI-Leitlinien haben wir im Herbst 2015 unsere zweite Stakeholderbefragung durchgeführt. Dafür haben wir mehr als 500 Mitarbeiter, Geschäftspartner, Mieter, Käufer, Analysten, Investoren sowie Akteure aus Politik und Gesellschaft online um ihre Meinung gebeten. Sie sollten aus ihrer Perspektive die wichtigsten Themen der Deutsche Wohnen in unseren Handlungsfeldern benennen und bewerten. Vorstand und oberster Führungskreis der Deutsche Wohnen identifizierten anschließend die aus Unternehmenssicht relevantesten Themen in einem extern moderierten Workshop. Diese bilden den Schwerpunkt unseres Nachhaltigkeitsmanagements und der dazugehörigen Berichterstattung. Ergänzt um wirtschaftliche Auswirkungen orientieren sich an ihnen auch die ausgewählten GRI-Aspekte und -Indikatoren des Nachhaltigkeitsmanagements und der Berichterstattung.

Die Deutsche Wohnen SE hat für das Geschäftsjahr 2017 entsprechend dem CSR-Richtlinie Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) eine Nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß § 315b ff. HGB veröffentlicht. Sie umfasst die wesentlichen nichtfinanziellen Belange, die  aufgrund erheblicher Auswirkungen auf Umwelt, Arbeitnehmer, Soziales, Korruption und Bestechung sowie Menschenrechte und ihrer Relevanz für die Geschäftstätigkeit der Deutsche Wohnen bestimmt wurden. Auf der Grundlage der GRI-Standards wurden die Auswirkungen  und Risiken durch die Deutsche Wohnen auf die im Gesetz benannten Nachhaltigkeitsbelange sowie deren Relevanz für das Verständnis des Geschäftsverlaufs/-ergebnisses bewertet. Die nichtfinanzieller Erklärung finden Sie hier.
Da der Wesentlichkeitsbegriff von GRI und CSR-RUG nicht einheitlich interpretiert wird, orientieren wir uns in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung weiterhin an den GRI-Vorgaben zur Bestimmung wesentlicher Themen. Die nächste Stakeholderbefragung haben wir für Herbst 2018 angesetzt. Im Anschluss daran werden wir auch die interne Einordnung der Themen nach den Auswirkungen der Geschäftstätigkeit im Sinne der neuen GRI-Standards berücksichtigen.

Liste der wesentlichen Themen nach Handlungsfeldern

Verantwortungsbewusste Unternehmensführung
- Langfristige wirtschaftliche Stabilität
- Transparenz und Dialog mit den Stakeholdern
- klare Unternehmensvision und -strategie in Bezug auf Nachhaltigkeit
- Compliance

Verantwortung für den Immobilienbestand und nachhaltigen Neubau
- Regelmäßige Instandsetzung und Modernisierung
- Dialog mit Mietern
- Schaffung von Wohnraum in Ballungsgebieten
- Auswahl nachhaltiger Lieferanten und Materialien für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau

Verantwortung für Mitarbeiter
- Qualifizierte Aus- und Weiterbildung,
- Förderung von Work-Life-Balance und Familienfreundlichkeit
- Vielfalt und Chancengleichheit
- transparente Strukturen und Mitspracherechte

Verantwortung für Umwelt und Klima
- Innovationen bei Wärme- und Energieerzeugung im Bestand
- energetische Modernisierung des Bestands

Verantwortung für die Gesellschaft
- Quartiersentwicklung
- Förderung historischer Bausubstanz und Denkmalschutz

Verantwortung für Umwelt und Klima
- Innovationen bei Wärme-und Energieerzeugung im Bestand
- energetische Modernisierung des Bestands  

Verantwortung für die Gesellschaft
- Quartiersentwicklung
- Förderung historischer Bausubstanz und Denkmalschutz 


Unsere Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte finden Sie auch unter Kriterium 1. Strategische Analyse und Maßnahmen.