1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Für COM Software ist es eine selbstverständliche und stetige Verpflichtung, ihren Beitrag für eine Welt zu leisten, die auch in Zukunft lebenswert ist. Zum einen aus unternehmerischer Sicht und zum anderen aus privater Perspektive: schließlich wünscht sich dies Geschäftsführer Helmut Röse auch für seine eigenen Kinder.

In Zukunft können Verbesserungen, welche die Nachhaltigkeit betreffen, sogar konkret „gemessen“ werden – der IT-Dienstleister hat im letzten Jahr erstmals ökonomische, ökologische und soziale Ausgangswerte gemäß den Leistungsindikatoren der Global Reporting Initiative, dem internationalen Standard für Nachhaltigkeitsberichterstattung, erhoben. Diese Kennzahlen dienen in Zukunft dazu, Verbesserungen detailliert zu erfassen.

Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit werden bei COM Software bereits seit vielen Jahren praktiziert, ohne dass dies bisher besonders hervorgehoben worden wäre.

Beispiele dafür sind

Um den zentralen Stellenwert, den Nachhaltigkeit bei COM Software einnimmt, auch nach außen sichtbar zu machen, wurden für das Jahr 2015 erstmalig folgende Berichte veröffentlicht:

Diese transparente Kommunikation wird mit der jetzigen zweiten Entsprechenserklärung fortgesetzt, die wiederum freiwillig ist.

Anhand der ersten Nachhaltigkeits-Berichterstattung wurde deutlich, wie viel das Unternehmen bereits erreicht hat – aber auch, wo es noch besser werden kann. Dazu wurde 2016 verstärkt der Dialog mit den internen und externen Mitarbeitenden gesucht. Sie wurden zu ihrer Meinung zu 47 potenziellen Handlungsfeldern befragt. Diese repräsentativen Rückmeldungen ergaben eine fundierte Basis für die operative Unternehmensstrategie. Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen langfristig seinen Mitarbeitenden und Kunden bestmögliche Orientierung geben und so den ökonomischen Erfolg sichern.

Auch das Thema „Beständigkeit“ ist zentral. Ein gutes Beispiel für diesen Komplex ist das zwanzigjährige Jubiläum, das COM Software am 19. Dezember 2016 feiern konnte. Seit der Gründung im Jahr 1996 löst das Unternehmen erfolgreich und zuverlässig Aufgabenstellungen und Herausforderungen im Umfeld unterschiedlichster IT-Projekte. Darüber hinaus werden Kunden auch beim sogenannten „Third-Party-Management“ und im Agenturgeschäft mit fachlicher Expertise unterstützt.  

Die Geschäftsführung wünscht allen Leserinnen und Lesern, die den vorliegenden Bericht studieren, viel Vergnügen – und auch in diesem Jahr wieder neue und interessante Erkenntnisse über COM Software!

Falls Sie Anregungen haben oder uns Ihr Feedback geben möchten: gerne direkt an Helmut Röse unter Helmut.Roese@com-software.de.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
  
  
  
    

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Da COM Software keine Tochterfirmen unterhält, bezieht sich der Bericht auf die gesamte GmbH.

Für die Berichtsinhalte wurden Daten verwendet, die COM Software vorliegen. Diese wurden zwischen den Gesellschaftern abgestimmt. Wo es sinnvoll und notwendig war, wurden interne und externe Stakeholder hinzugezogen, beispielsweise um die Wesentlichkeitsmatrix zu erarbeiten.

Als Grundlage für die langjährige und erfolgreiche Geschäftstätigkeit von COM Software gilt sicherlich folgender Aspekt: Nur durch eine vertrauensvolle und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit ausgelegte Zusammenarbeit von Mitarbeitenden, Führungskräften und Geschäftsführung kann ein verlässliches „Fundament“ entstehen. Dies spiegelt sich in den grundlegenden Werten von COM Software wider: Verlässlichkeit, Wertschätzung und Partnerschaft.



"IT-Dienstleistungen zum Wohle unserer Kunden, Mitarbeiter und nachfolgender Generationen" – so lautet der aussagekräftige Unternehmens-Leitspruch. Um diesem in der Praxis gerecht zu werden, legt die Firma sehr großen Wert auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden. Dass dies gelingt, zeigen zwei Auszeichnungen zum Thema „Arbeitgeberattraktivität“ des Arbeitgeber-Bewertungsportals „kununu“. Gleichzeitig wird durch kontinuierliche und qualitativ hochwertige Weiterbildung der Mitarbeitenden sichergestellt, dass profundes Know-how vorhanden ist, das jetzt und in Zukunft bestmögliche Kundenbetreuung garantiert. Es wird jedoch zunehmend schwieriger, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal einzustellen. Dieses Risiko kann durch den verstärkten Einsatz externer Mitarbeitender zum Teil kompensiert werden. Eine Chance im Hinblick auf Personalgewinnung liegt in der menschlich-orientierten Ausrichtung des Unternehmens. Gerade die sogenannte „Generation Y“ legt Wert auf sozial attraktive Arbeitgeber. Der Schwerpunkt der COM Software-Nachhaltigkeit liegt somit eindeutig im Bereich „Personal“. Dies zeigt sich auch in den identifizierten Handlungsfeldern (siehe Kriterium 3).

Auch ökonomisch ist das Unternehmen stabil aufgestellt: Es erzielte zum Ende des Jahres 2016 einen Umsatz von 10,5 Millionen Euro. Die somit äußerst erfolgreiche Arbeit wird auch zukünftig durch das bewährte Gesellschafterteam fortgeführt. 2016 wurde COM Software von der Zeitschrift „FOCUS Money“ erneut als „Wachstums-Champion“ ausgezeichnet.

Betrachten wir jetzt den Aspekt „Ökologie“: Ökologisch gesehen arbeitet COM Software schon seit vielen Jahren ressourcenschonend und nachhaltig. Durch das vorhandene Geschäftsmodell ist es ohnehin äußerst unwahrscheinlich, dass COM Software zu irreversiblen Umweltschäden beitragen könnte. Unabhängig davon werden weiterhin verschiedene Maßnahmen (s.u.) eingesetzt, um den „ökologischen Fußabdruck“ des Unternehmens so klein wie möglich zu halten.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Im ersten Nachhaltigkeitsbericht wurden Handlungsfelder identifiziert, die sich aus dem Stakeholder-Dialog mit internen Mitarbeitenden ergeben hatten. Die Handlungsfelder wurden mit detaillierten Messgrößen hinterlegt. Auf diese Weise konnten konkrete Fortschritte verifiziert werden, die nun in den Bericht für 2016 einfließen.

Die folgende Tabelle zeigt den Stand der Umsetzung:

Handlungsfeld

Messgröße

Status

Strategiediskussion zu Stärken und Verbesserungspotenzialen führen

Strategiemeeting der Geschäftsführung wurde durchgeführt

erledigt

Mitarbeitende mit der Strategie „abholen“ und an COM Software binden

Mitarbeitende wurden in einer Versammlung über das Ergebnis informiert

erledigt

Wirtschaftliche Leistung verbessern, Kosten sparen

Kosten wurden um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesenkt

erledigt

Marktpräsenz verstärken

Mindestens zwei Fachartikel schreiben bzw. mindestens zwei Vorträge halten

es wurde ein Vortrag gehalten

Termingerechtere Abgabe von Projekten sicherstellen

Vier-Augen-Prinzip bei Projektplanung einführen.

Ggf. auch Qualitäts-Manager in Projekten einsetzen

Vier-Augen-Prinzip wird 2018 eingeführt

Nachwuchsgewinnung/Bindung von Fachkräften intensivieren

Teilnahme an mindestens einer Recruiting-Messe

die Maßnahme hat sich nicht als sinnvoll erwiesen

Kontinuierlicher und nachhaltiger das Geschäft entwickeln

Bestandskunden gezielt zu neuen Themen und neue Kunden zu vorhandenen Themen werben

Maßnahme in Arbeit

Mehr Plätze für Werkstudenten/Praktikanten anbieten

Zwei zusätzliche Werkstudenten bzw. Praktikanten 2016

weitere Trainees „an Bord“ genommen

Eigene Mitarbeitende in neuen Technologien anlernen

Dozenten für mindestens einen Workshop einkaufen

erledigt

Partnerschaft mit den Kunden intensivieren (Betreuung verbessern)

Kundenzufriedenheits-Befragung einführen

Maßnahme in Arbeit

Weitere Kunden durch Referenzen gewinnen

Mindestens zwei Success-Storys ausarbeiten

Maßnahme in Arbeit

Mitarbeitende in Elternzeit an COM Software binden; Wiedereinstieg fördern

Kontakt zu Mitarbeiterinnen in Elternzeit aufnehmen; Wiedereinstieg anvisieren

Maßnahme in Arbeit, Planungen zu KiTa-Plätzen ebenso

Freie Mitarbeitende zu „eigenen“ Mitarbeitern machen

Freelancer über diese Möglichkeit informieren

das Thema wird nicht weiter verfolgt

Am Geschäftserfolg der Software-Partner durch Projekte partizipieren

Quartalsmeetings mit den Software-Partnern durchführen

mit Maßnahme wurde begonnen: Treffen sind für 2018 geplant

Zuverlässigkeit der Projektabwicklung erhöhen

„Lessons Learned“ bei Projektende festhalten und intern kommunizieren

wird bei Bedarf durchgeführt

CSR als (Marketing-)Thema weiter aufgreifen

Nachhaltigkeitsbericht wurde erstellt und veröffentlicht

erledigt

Weitere Sozialleistungen bieten, um noch attraktiver zu werden

Ideen der Mitarbeitenden einfordern und bewerten, mindestens eine umsetzen

Mitarbeiterdialog gestartet, KiTa-Plätze sind in Arbeit

Auf Markterfordernisse schneller mit Freelancern reagieren („atmende Kapazität“)

Freelancer-Pool um zehn Prozent erweitern

Erledigt


Mit der geplanten Erweiterung des Stakeholder-Dialogs werden die genannten Ziele fortgeschrieben werden.
  
   
  

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfungskette von COM Software ist die eines typischen Dienstleistungsunternehmens, d.h. mit personalintensiven Prozessen, ohne Produktion oder Lieferkette und gliedert sich in drei Bereiche:



Kernprozesse: Marketing, Vertrieb und Auftragsabwicklung
Managementprozesse: Strategie, Finanzen, Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung) und Datenschutz
Unterstützungsprozesse: Personal, Qualitätsmanagement, Infrastruktur und Rechnungswesen

Der Hauptprozess der Auftragsabwicklung unterteilt sich wiederum in folgende Bereiche: Auftragsbearbeitung, Konzeption, Realisierung und Aftersales.

Anfang 2016 wurde eigens ein Stakeholder-Dialog durchgeführt, dem sich eine Wesentlichkeits-Analyse anschloss. Hieraus ergaben sich in den Nachhaltigkeitsbereichen Soziales und Ökonomie mehrere Handlungsfelder, um das Unternehmen nachhaltig aufzustellen (siehe Kriterium 3). Diese konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf zwei Bereiche der Wertschöpfungskette:

Die zentrale Erkenntnis war, dass durch das starke Unternehmens-Wachstum in den letzten Jahren die Kommunikation und das "Wir-Gefühl" innerhalb der Firma nicht in gleichem Maß Schritt gehalten hatte – und deshalb anzupassen ist. Die bestehende Kommunikation für Kunden, Mitarbeitende und Partner beziehungsweise Lieferanten erfolgt über die hauseigene Website, über Pressemitteilungen und Newsletter. Für die internen Mitarbeitenden finden darüber hinaus quartalsweise Belegschaftsversammlungen statt.

Das Thema „Kommunikation“ wurde seit dem letzten Nachhaltigkeitsbericht verstärkt priorisiert – und stellt nach wie vor ein zentrales Thema dar.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass von den drei Nachhaltigkeitsbereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales der Bereich Ökologie von den Stakeholdern von COM Software nicht so hoch priorisiert wurde, dass daraus Handlungsfelder abzuleiten waren. Unabhängig davon setzt die Geschäftsführung den vor Jahren eingeschlagenen ökologischen Weg fort, fördert weiterhin die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, verbraucht äußerst sparsam Strom (siehe Kriterien 12 und 13) und setzt beispielsweise gebrauchte Hardware ein (siehe Kriterium 14).  

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4