1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt sieht die Integration nachhaltigen Handelns in ihr Kerngeschäft als wesentliche Aufgabe im Sinne ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Sie strebt Meinungsführerschaft im Bereich Nachhaltigkeit an, will Branchenstandards setzen und mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Errichtung und Bewirtschaftung von Immobilien identifiziert werden. Durch die 2018 erfolgte Integration der Nachhaltigkeitsstrategie in die jeweiligen Geschäftsfeld- und Funktionalstrategien wird nachhaltiges Handeln in allen relevanten Geschäfts- und Unternehmensbereichen sichergestellt.  

Leitprinzipien der Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns sind In Ihrem im Berichtsjahr veröffentlichen Verhaltenskodex stellt die Unternehmensgruppe die nachhaltige Beziehung von Mensch und Raum in die Mitte ihres Wertesystems. Die Grundlage dafür bildet die Einhaltung von sozialen, ethischen und ökologischen Standards, wie sie beispielsweise in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen beschrieben werden. Der Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten adressiert gezielt die Wertschöpfungskette der Unternehmensgruppe. 

Der Nachhaltigkeitsberichterstattung liegen die internationalen GRI Standards, die wohnungswirtschaftliche Ausprägung des Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie der Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW) zugrunde. Die daraus resultierenden Berichtsthemen beeinflussen direkt das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmensgruppe und haben somit auch Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe.  

Im Rahmen ihrer planmäßigen Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die Unternehmensgruppe im Jahr 2018 Ziele, Handlungsstränge und Maßnahmen definiert und in acht Handlungsfelder inkl. drei Schwerpunktthemen verortet. Somit werden alle Nachhaltigkeitsthemen in relevante Geschäfts- und Unternehmensbereiche integriert. Die Verantwortung für die Handlungsfelder trägt die Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit, die sich aus Vertretern der relevanten Unternehmensbereiche zusammensetzt. Sie bleibt weiterhin das zentrale Beratungsgremium und überprüft in einem vierteljährlichen Turnus die Fortentwicklung und Umsetzung der Strategie. Klar definierte Handlungsfeldverantwortliche fungieren zudem als fachliche Ansprechpartner und stellen die Umsetzung der beschlossenen Ziele und Maßnahmen der Handlungsfelder bereichsübergreifend sicher. Im Zuge der Strategiefortschreibung wurden messbare Nachhaltigkeitsziele wie beispielsweise Primärenergiebedarfsvorgaben für Modernisierung und Neubau eingeführt.  

Das Handlungsfeldmodell der Unternehmensgruppe  

Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement/ Energetische und soziale Quartiersentwicklung (Schwerpunktthema)  

Bestandsentwicklung und Werterhalt erfolgt unter der Prämisse der größtmöglichen Maximierung positiver Effekte für unsere Mieter, den Umwelt- und Klimaschutz sowie der Zukunftssicherung unseres Kerngeschäfts.  

Nachhaltigkeit im Bau und Betrieb (Schwerpunktthema)  

Gebäude mit hoher Qualität mit möglichst geringen Auswirkungen auf Umwelt und Mieter zu optimierten Kosten errichten, modernisieren und betreiben. Hierzu betrachten wir den gesamten Lebenszyklus inkl. Lieferkette und Entsorgung.  

Verantwortungsvolle Beschaffung (Schwerpunktthema)  

Steigerung von Nachhaltigkeit in der Lieferkette zur Erreichung von Wirtschaftlichkeits-, Risiko- und Qualitäts- und Nachhaltigkeitszielen.  

Nachhaltige Stadtentwicklung  

Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum durch Innenentwicklung und Flächenrecycling.  

Mitarbeiter/-innen und Arbeitswelten  

Hohe Mitarbeiterzufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen durch eine familienbewusste Unternehmenskultur und eine Kultur der Diskriminierungsfreiheit.  

Strategie  

Definition einer zukunftsfähigen „2-Grad-Klimastrategie“, Ermittlung der Investitionskosten und Integration von Nachhaltigkeit in Geschäftsprozesse.  

Investitionsmanagement/-strategie  

Werterhalt der Bestandsgebäude: Zukunftssicherung des Kerngeschäftes durch Modernisierung und Minimierung der von uns beeinflussten Treibhausgasemissionen.  

Nachhaltige Mobilität  

Beitrag zur Verkehrswende und Sektorkopplung durch innovative Mobilitätskonzepte.  

Die vollständige Strategiedarstellung findet sich im Nachhaltigkeitsbericht 2018 auf S. 16 f.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Mit rund 58.000 Wohnungen in 129 Städten und Gemeinden gehört die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. 
Aus dem Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe ergeben sich Chancen und Risiken für Nachhaltigkeitsthemen, die nach Auffassung der Unternehmensgruppe aktiv gemanagt werden müssen.

Mittels der Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2014/2015 wurden gemeinsam mit internen und externen Stakeholdern die für die Unternehmensgruppe relevanten Nachhaltigkeitsaspekte ermittelt. Diese strategische Analyse erfasst und bewertet die für die Unternehmensgruppe und ihre Stakeholder bedeutenden Nachhaltigkeitsthemen. Sie umfasst die Analyse des externen Umfelds, die interne Unternehmenssicht und die Erwartungshaltung der Stakeholder. Im Rahmen der Strategiefortschreibung wird die Wesentlichkeitsanalyse in Workshops mit internen und externen Anspruchsgruppenvertretern aktualisiert.
  
Die folgenden Nachhaltigkeitsaspekte wurden sowohl von Seiten des Unternehmens als auch von Seiten aller einbezogenen Anspruchsgruppen als wesentlich angesehen:   Diese als wesentlich befundenen Themen wurden in drei Schwerpunktthemen zur Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe kondensiert: Soziale und ökologische Quartiersentwicklung, Nachhaltigkeit im Bauprozess und Betrieb, Verantwortungsvolle Beschaffung. (ausführliche Darstellung der Wesentlichkeitsanalyse siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, Seite 21 f.)  

Aus dem Umgang mit den identifizierten Nachhaltigkeitsaspekten ergeben sich verschiedene Chancen und Risiken, die das Geschäft und die Nachhaltigkeitsleistung der Unternehmensgruppe beeinflussen können. Nachhaltigkeitsrelevante Risiken können sich bspw. aus Risiken des Klimawandels und dessen Folgen für den Gebäudebestand ergeben, aber auch durch Bestandsrisiken wie Schadstoffbelastungen oder Veränderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen für Energieversorgung oder Baustoffentsorgung. Die Einbeziehung der wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt bislang auf Bereichsebene. In Abstimmung zwischen Risikomanagement und Risikoverantwortlichen der Bereiche sind dort Nachhaltigkeitsaspekte zur monatlichen Überprüfung hinterlegt. Diese werden alle zwei Jahre auf Aktualität überprüft und bei Bedarf angepasst. Eine weitere Integration der Nachhaltigkeitsrisiken in das Risikomanagement erfolgte 2018 in Abstimmung mit der Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit. Aus den definierten Nachhaltigkeitsaspekten ergeben sich für die Unternehmensgruppe vielfältige Chancen. Bspw. wird die Zukunftssicherheit des Kerngeschäfts durch vorausschauendes Handeln gesichert, die Mitarbeiter- und Kundenbindung gestärkt sowie ein positiver Beitrag zu gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie der Klimazielerreichung geleistet, der sich wiederum positiv auf die Positionierung der Unternehmensgruppe auswirkt.   

Zur Identifizierung weiterer und Verifizierung bestehender Nachhaltigkeitsaspekte wurden die Unterziele der Sustainable Development Goals und der Klimaschutzplan Hessen 2025 mit den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse der Unternehmensgruppe abgeglichen und relevante Themen abgeleitet. Die Ergebnisse wurden mit dem Verantwortlichen des Risikomanagements abgestimmt.Dieser Themenkatalog sowie ein regelmäßiges Vorgehen wurde mit der Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit abgestimmt: Ab 2019 wird bezüglich der Nachhaltigkeitsrisiken alle zwei Jahre eine grundsätzliche Hinterfragung der erfassten, bewerteten und möglicher neuer Risiken in einem Lenkungsgruppenworkshop vorgenommen.

Erste Aspekte konnten bereits 2018 ins bestehende Risikomanagementsystem integriert und Nachhaltigkeit als Teil der Risikobewertungen in den Managementprozess aufgenommen werden. In Abstimmung mit der Lenkungsgruppe und dem Risikomanagement werden die identifizierten Aspekte im nächsten Schritt bewertet und damit der Risikomanagementprozess konkretisiert: Zukünftig hat jeder Risikoverantwortliche mit für seinen Fachbereich spezifischen Ausprägungen das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigen und die potenziellen Risiken daraus für seinen Geschäftsbereich zu bewerten, so auch Ad-hoc-Risiken. Zur weiteren Integration von Nachhaltigkeit ins Risikomanagementsystem ist der Nachhaltigkeitsverantwortliche als einer von 21 Risikoverantwortlichen benannt worden.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Um unsere Nachhaltigkeitsleistung zu beleuchten und auszubauen, setzen wir uns in unseren acht Handlungsfeldern konkrete Ziele. Aufgrund der Neuausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie und der Einführung des Handlungsfeldmodells (siehe Kriterium 1: Strategische Analyse und Maßnahmen) hat die Unternehmensgruppe ihre Ziele, Handlungsstränge und Maßnahmen im Berichtsjahr neu definiert und den jeweiligen Handlungsfeldern zugeordnet. Somit ist eine direkte Verantwortung der zuständigen Unternehmensbereiche gegeben, die auch die Priorisierung ihrer Ziele verantworten. Der Stand der Zielerreichung wird jährlich überprüft und dokumentiert. Ab der Berichterstattung 2019 wird auch ein Umsetzungsstatus dargestellt. Hierfür entwickelt die Unternehmensgruppe derzeit ein adäquates Bewertungsschema.

Die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmensgruppe speisen sich aus dem identifizierten Impact der Unternehmensgruppe auf Ökologie, Ökonomie und Soziales (siehe Kriterium 1: Strategische Analyse und Maßnahmen). Für die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie und das abgeleitete Zielprogramm hat die Unternehmensgruppe explizit die nationale Ausprägung der Sustainable Development Goals der UN für Deutschland einbezogen. Das im Nachhaltigkeitsbericht 2018 dargestellte Zielprogramm speist sich aus der aktualisierten Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2017. Anhand von Anspruchsgruppendialoge mit Vertretern von Ministerien, Gesellschaftern, Gesamtbetriebsrat und Fach- und Führungskräfte wurde eine Longlist von relevanten Nachhaltigkeitsthemen- und zielen erstellt, die gemeinsam mit den Modulverantwortlichen der Unternehmensgruppe priorisiert und kondensiert wurde. Das Ergebnis ist das Zielprogramm 2018+.   

Auszug aus Zielprogramm 2018+  

Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement/ Energetische und soziale Quartiersentwicklung (Schwerpunktthema)
  - Ausbau der Nutzung regenerativer Energien im Verantwortungsbereich der MET
- Prüfung der Umsetzung von eigenen Mieterstromprojekten durch die MET
- Standardisierung eines koordinierten Verfahrens zur Erfüllung der gesetzlichen Pflichten zur Kanalsanierung und Prüfung aller Abwasserkanäle unter Berücksichtigung der jeweiligen kommunalen Vorgaben  

Nachhaltigkeit im Bau und Betrieb (Schwerpunktthema)
- Erreichen eines Primärenergiebedarfs von max. 100 kWh/m2 bei Teil- und 75 kWh/m2 bei Vollmodernisierungen
- Verwendung erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung bei Modernisierungsmaßnahmen
- Optimierte Erstellung von nachhaltigen Energiekonzepten für Baumaßnahmen
- Sicherstellung der standardisierten Prüfung von Regenwasserversickerung im Neubau
- Angebot von Weiterqualifizierungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in der Projektentwicklung, im Neubau sowie in der Modernisierung und Großinstandhaltung im Bereich nachhaltige Planung
- Auswahl von Materialien und Bauprodukten unter Kosten-, Verfügbarkeits- und Qualitätsaspekten sowie den relevanten Umwelt-, Sozial- und Gute-Unternehmensführungs-Aspekten  

Verantwortungsvolle Beschaffung (Schwerpunktthema)  
- Novellierung und Systematisierung einer konzernweit einheitlichen Lieferanten- und Dienstleistungsbewertung
- Klimaoffensive Energiebezug: Energieeinkauf von Strom und Wärme für den Eigenbedarf und Umstellung des umlagefähigen Bedarfes von zentral beheizten Wohneinheiten auf regenerative bzw. klimaneutralisierte Energien  

Nachhaltige Stadtentwicklung  
Förderung des Themas Nachhaltigkeit im Rahmen der Kommunalberatung in Wechselwirkung zum hessischen Klimaschutzplan:
- Flächenkreislaufmanagement + Reduzierung Flächeninanspruchnahme
- Klimaschutz und -anpassung in der Städtebauförderung sowie durch Förderprogramme Grüne und blaue Städtebauförderung / Zukunft Stadtgrün
- Nachhaltige Mobilität
- Smart City
- Resilienz  

Mitarbeiter/-innen und Arbeitswelten  
- Hohe Mitarbeiterzufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen
- Familienbewusste Unternehmenskultur soll für alle Beschäftigten spürbar gelebt werden
- Ziel ist es, den Anteil von Frauen auf der ersten, zweiten und dritten Führungsebene bis 2021 weiter zu steigern bzw. zu halten. Auf der ersten Ebene sollen 33 % gehalten werden. Auf der zweiten Ebene sollen 33 % erreicht werden. Und auf der dritten Ebene 35 % gehalten werden.
- Zur Förderung der Zielerreichung sowie der Umsetzung der Maßnahmen der Nachhaltigkeitsstrategie fließen Bestandteile des Umsetzungsplans in die jährlichen Zielvereinbarungen der zweiten Führungsebene ein.  

Strategie  
- Synchronisierung der Landes- und Konzernziele zum Klimaschutz im Rahmen des hessischen Klimaschutzplans 2025
- Erarbeitung einer Konzern-Klimastrategie zur Ableitung mittel- bis langfristiger Klimaziele
- Proaktive und ganzheitliche Betrachtung und Steuerung von Risiken durch Einbezug der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte in das Risikomanagement  

Investitionsmanagement/-strategie  
- Erarbeitung eines Regelwerkes zur Entscheidungsfindung bei Energiemanagement des Portfolios oder einzelner Objekte unter Einbezug ganzheitlicher Energiekonzepte
- Anlage liquider Mittel: Treffen einer Entscheidung hinsichtlich des Einbezugs von ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsaspekten bei der Anlage von Finanzmitteln
- Mittelakquisition: Prüfen der Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Akquirierung neuer Finanzmittel  

Nachhaltige Mobilität
- Senkung des CO2-Ausstoßes bei Dienstfahrten und beim Reiseverkehr im Unternehmen, Verringerung des Dienstreiseverkehrs, Optimierung der Poolauslastung und Aktivierung der Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme
- Nutzung von Potenzialen von Maßnahmen der nachhaltigen Mobilität zur Optimierung von Neubauprojekten sowie Reduktion der Pkw-Stellplatzflächen bei Neubauprojekten
- Beitrag zur Verkehrswende und Sektorkopplung durch innovative Mobilitätskonzepte  

Das vollständige Zielprogramm findet sich auf Seite 23 ff. im Nachhaltigkeitsbericht 2018.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

In der Wertschöpfungskette der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt bildet vor allem die verantwortungsvolle Beschaffung ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit. Die Unternehmensgruppe bezieht jährlich Waren und Dienstleistungen in Höhe von rund 322 Millionen Euro. Darüber hinaus investiert die Unternehmensgruppe in den Jahren 2020–2024 1,9 Milliarden Euro in den Neubau sowie in die Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungsbestandes. Hiermit geht auch eine Verantwortung für die Lieferkette einher. Die Unternehmensgruppe hat den Anspruch, potenzielle Umweltbelastungen oder unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Lieferkette zu vermeiden.  

Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten  

Mit dem im Berichtsjahr entwickelten Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten adressiert die Unternehmensgruppe gezielt ihre Lieferkette und ihre Erwartungen an die Geschäftspartner, wie Handwerks- oder Baufirmen. Gemeinsam mit dem Kompetenzcenter Einkauf und Vertragsmanagement hat die Unternehmensgruppe den Verhaltenskodex mit 15 Forderungen zu sozialem und ethischem Handeln sowie ökologischer Verantwortung erarbeitet. Der Kodex wurde im Herbst 2018 nach Abstimmung in der Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit per Geschäftsbeschluss in Kraft gesetzt. Er ist auf der Konzern-Website veröffentlicht.  

Soziale und ethische Schwerpunkte des Forderungskatalogs bilden unter anderem die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und Sicherheitsstandards, eine angemessene Entlohnung sowie aktives Eintreten für einen fairen Wettbewerb. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Thema Ökologie. Die Unternehmensgruppe erwartet von den beauftragten Betrieben einen verantwortungsvollen Umgang mit Umweltschutzthemen – insbesondere in Bezug auf Ressourcen- und Energieverbräuche. Dazu gehören beispielsweise ein möglichst sparsamer Materialeinsatz sowie die Nutzung von energieeffizienten und umweltfreundlichen Technologien. Auch die Vermeidung von umweltbelastenden Abfällen, Abwässern und Emissionen ist ein zentraler Bestandteil des Code of Conduct. Besonders relevant sind diese Kriterien für die Auswahl von Auftragnehmern im Rahmen von Bau- und Modernisierungsvorhaben. Aber auch Dienstleister, die im Geschäftsbetrieb oder mit Drittleistungen wie beispielsweise Energieversorgung oder Mobilität aktiv sind, sollen mit dem Kodex noch deutlicher im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmensgruppe in die Pflicht genommen werden.  

Die gesamthafte Beschreibung des Kerngeschäfts der Unternehmensgruppe mit ihren Wertschöpfungsstufen erfolgt unter „Allgemeine Informationen".

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4