1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Investitionsbank Berlin ist die Förderbank des Landes Berlin mit den Geschäftsfeldern Wirtschaftsförderung sowie Immobilien- und Stadtentwicklung. Beide Geschäftsfelder sind zentrale Aktionsfelder des Landes Berlin zum Ausbau zu einer gesunden, lebenswerten und ökologischen Stadt, wie er in der Koalitionsvereinbarung vom November 2011 vorgesehen ist. Unser Fördergeschäft spiegelt unser Engagement für die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen in Berlin wider. Im Hinblick auf die kommende EU-Richtlinie 2014/95/EU werden wir zunächst die Entsprechenserklärung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex unterzeichnen. Damit sollen erstmalig Kennzahlen der Global Reporting Initiative (GRI) Guidelines erhoben werden. Als weitere Ziele des Projekts haben wir uns die Etablierung eines Umweltmanagementsystems und die Prüfung einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 sowie Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) gesetzt.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Mit den Programmen in der Wirtschafts- und Wohnungsbauförderung unterstützt die IBB die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. Bei der Wirtschaftsförderung besteht die zentrale Zielsetzung in der Schaffung langfristiger Arbeitsplätze und bei der Immobilien- und Stadtentwicklung in der Finanzierung von Wohnraum für besondere Bedarfsgruppen (Geringverdiener, Senioren) bzw. mit hohen energetischen Standards.
In der Geschäftsstrategie ist die Etablierung eines IBB-Nachhaltigkeitsmanagements (Berichterstattung, Kennzahlensteuerung) als Maßnahme zur Erreichung des Ziels „Ressourcen optimal einsetzen“ definiert. Der Nachhaltigkeitsgedanke soll künftig in die Geschäftsstrategie der IBB umfassender verankert werden.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Ab 2016 veröffentlicht die IBB auf der Basis eines Kennzahlensystems eine jährliche Berichterstattung zu den relevanten Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial), wobei sowohl das eigene Wirtschaften wie auch die Wirkung der Förderprogramme untersucht werden.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung der IBB beruht auf ihren Finanzierungsleistungen in den Bereichen Wirtschaftsförderung sowie Immobilien- und Stadtentwicklung. Die Programme in der Wirtschaftsförderung haben zum Ziel die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Berlin zu stärken und damit zukunftssichere Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen, die die Region wirtschaftlich stärken. Dabei kontrolliert und gewährleistet die IBB die Mittelverwendung im Sinne der Förderrichtlinien. In der Immobilien- und Stadtentwicklung gibt es Förderprogramme für den Neubau und die Modernisierung- und Instandsetzung des Wohnungsbestandes. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Programme für die energetische Sanierung bzw. Neubau und die Schaffung barrierefreier, altersgerechter Wohnungen. Die Einhaltung baulicher und ökologischer Standards ist hierbei durch die IBB zu kontrollieren. Als Kreditinstitut betätigt sich die IBB auch auf dem internationalen Kapitalmarkt. Bei den Finanzanlagen der IBB stehen aufsichtsrechtliche, liquiditäts- und kreditbezogene Aspekte im Vordergrund. Aufgrund der damit schon verbundenen Vorauswahl (EZB-Fähigkeit, General Collateral Pooling-Fähigkeit, Mindestemissionsgrößen, regionale Beschränkungen, Beschränkungen in den Assetklassen) erfolgt keine weitere Auswahlprüfung nach umwelt- oder sozialen Faktoren.

Als Anstalt des Landes Berlin unterliegt die IBB bei ihren Beschaffungen dem Berliner Vergabegesetz, das zu der Einhaltung zahlreicher Standards wie Mindestlohn, Anti-Korruptionsregeln und Frauenförderung verpflichtet.

Ihren Beitrag zum Umweltschutz leistet die IBB unter Einhaltung der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt. Beschafft werden umweltfreundliche und energieeffiziente Produkte, Materialien und Verfahren. Die Nachweise werden über Zertifikate z.B. Blauer Engel erbracht. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit werden auch die vollständigen Lebenszykluskosten des jeweiligen Produkts berücksichtigt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4