1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als kommunales Wohnungsunternehmen ist unser Kerngeschäft die Bewirtschaftung und Vermietung von Wohnungen an breite Schichten der Bevölkerung.
Diese Aufgabe ist mit großen Herausforderungen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung verbunden wie z.B. Segregationstendenzen in unserer Gesellschaft, demografische Herausforderungen sowie das bedeutende Risiko des Klimawandels.

Seit 2010 hat die GESOBAU das Thema „Nachhaltigkeit“ als grundlegende Unternehmensstrategie implementiert, die die ökonomische, ökologische und soziale Dimension gleichermaßen berücksichtigt.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S.10-11

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Chancen und Risiken der Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen und stellvertretend für unsere Branche können anhand verschiedener Bereiche verdeutlicht werden: Bestandsmanagement, Kundenbeziehungen, Personalmanagement, Quartiersmanagement, interne Geschäftsprozesse und Ertragsmanagement.

Die Chancen und Herausforderungen in Bezug auf unser Bestandsmanagement sind beispielsweise das Baualter, der energetische Zustand unseres Wohnungsbestands sowie demografische Erfordernisse durch wohnende Mieter und künftige Interessenten. Die Kundenbeziehungen sind mit Herausforderungen wie der Forderung nach bezahlbarem Wohnen oder der Versorgung sozial benachteiligter Gruppen verbunden. Weitere Beispiele für Chancen und Risiken sind die Altersstruktur der Mitarbeiter und die Ausbildung in Bezug auf ein nachhaltiges Personalmanagement, der demographische Wandel und Segregationstendenzen hinsichtlich eines nachhaltigen Quartiersmanagements, der Ressourcenschutz bei internen Geschäftsprozessen und Kosten- und Vertriebsrisiken aber auch Potenziale im Hinblick auf ein nachhaltiges Ertragsmanagement.

Aus den beschriebenen Chancen und Herausforderungen leiten wir fünf Aktionsfelder ab, die die drei traditionellen Nachhaltigkeitsdimensionen abdecken und Grundlage unserer Nachhaltigkeitsstrategie sind: Unternehmen, Markt (Kunden, Innovationen), Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter. Für die Ermittlung aller wesentlichen Aspekte in den fünf Handlungsfeldern hat die GESOBAU 2015 erstmalig einen Stakeholder-Dialog durchgeführt.
Anhand der Stakeholder-Interviews wurden zentrale Nachhaltigkeitsthemen der GESOBAU identifiziert. Die Einschätzungen der Experten gaben Impulse für Handlungsbedarfe und legten zukünftige Herausforderungen offen. Zusätzlich wurden auf Grundlage einer quantitativen Analyse interne und externe Einschätzungen zur Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen für die GESOBAU gegenübergestellt.
Die Ergebnisse des Stakeholder-Dialogs liefern uns Impulse für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung und Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S.10-13

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Ein Nachhaltigkeitsprogramm mit überprüfbaren Zielen, die jährlich angepasst werden, ist Teil unserer Unternehmensstrategie.
Darüber hinaus haben wir ökonomische, ökologische und soziale Zielsetzungen fest in prämienrelevanten Unternehmens-,Team- und Mitarbeiterzielen verankert – bis hin zum
Vorstand. Unsere Balanced Scorecard macht diese Ziele auf Basis konkreter Kennzahlen messbar.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S.80-82

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Da die GESOBAU AG ein rein lokal agierendes Unternehmen ist, haben wir keine lange, global ausgerichtete Wertschöpfungskette.
Als großes Wohnungsbauunternehmen können wir aber auch nicht alle Leistungen und Maßnahmen des täglichen Betriebs selbst erbringen, sondern sind auf die Zusammenarbeit mit Ausführenden und Zulieferern angewiesen.
Dafür ist vor allem der Unternehmensbereich Einkauf zuständig, dem fast die gesamte Abwicklung der Lieferungen und Leistungen an die GESOBAU obliegt. Hierfür arbeiten die Mitarbeiter des Bereichs Einkauf eng mit den anderen Abteilungen im Unternehmen sowie den externen Planungsbüros zusammen. Abhängig von der Höhe eines Auftrages gibt es verschiedene Abläufe, wie die zu beschaffenden Waren oder Leistungen eingekauft werden. Während Aufträge im Rahmen der Freihändigen Vergabe bis zu einer gewissen Höhe durch die Abteilungen selbst abgewickelt werden können, müssen alle weiteren Leistungen weitgehend formalisierte Ausschreibungsverfahren durchlaufen. Hier gilt dann unsere spezielle Geschäftsanweisung Einkauf/Vergabe, die alle Verfahren zur Beschaffung, Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen, Liefer-/Dienstleistungen und freiberuflichen Leistungen regelt. Bei vielen Punkten spielen Nachhaltigkeitsaspekte eine wichtige Rolle.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S.38-39

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4