1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

In unseren Unternehmenswerten haben wir uns verpflichtet, unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit stetig auszubauen. Wir wollen mehr Wert schaffen: für unsere Kunden und Verbraucher, unsere Mitarbeiter, unsere Nachbarn, unsere Aktionäre, unser gesellschaftliches Umfeld und unser Unternehmen – bei einem gleichzeitig verkleinerten ökologischen Fußabdruck. Wir wollen
neue Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben und unser Geschäft verantwortungsvoll und wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickeln. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt dafür einen klaren Rahmen und spiegelt die steigenden Erwartungen unserer Stakeholder wider.

Unser langfristiges Ziel bis 2030 ist, den Wert zu verdreifachen, den wir mit unserer Geschäftstätigkeit schaffen – im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck, den wir durch unsere Produkte und Dienstleistungen hinterlassen. Dieses Ziel bezeichnen wir als „Faktor 3“.

Wir sind überzeugt, dass unser Fokus auf Nachhaltigkeit noch nie so wichtig war wie heute. Er fördert unser Wachstum, trägt dazu bei, unsere Kosteneffizienz zu steigern und verringert Risiken. Wir haben
hier bereits ein starkes Fundament und können überzeugende Erfolge vorweisen. So wollen wir durch die Tatkraft unserer mehr als 53.000 Mitarbeiter und mithilfe der hohen Reichweite unseres Geschäfts unsere führende Rolle und unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung weiter ausbauen. Um der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit für unsere Stakeholder und unserem langfristigen wirtschaftlichen Erfolg Rechnung zu tragen, haben wir Schwerpunkte für die kommenden Jahre definiert: Wir wollen unser Fundament stärken, das Engagement unserer Mitarbeiter fördern und unseren Einfluss maximieren.

https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=11

 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

In unseren Unternehmenswerten haben wir uns verpflichtet, unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit stetig auszubauen. Wir wollen mehr Wert schaffen: für unsere Kunden und Verbraucher,
unsere Mitarbeiter, unsere Nachbarn, unsere Aktionäre, unser gesellschaftliches Umfeld und unser Unternehmen – bei einem gleichzeitig verkleinerten ökologischen Fußabdruck. Wir wollen neue Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben und unser Geschäft verantwortungsvoll und wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickeln. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt dafür
einen klaren Rahmen und spiegelt die steigenden Erwartungen unserer Stakeholder wider.


Die Gesellschaft und Unternehmen stehen global vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Um die für unsere Geschäftstätigkeit und Berichterstattung relevanten Themen zu ermitteln, analysieren wir
Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung mithilfe verschiedener Instrumente und beurteilen ihre Bedeutung für das Unternehmen und für unsere Stakeholder. Dazu stehen wir im Dialog mit der Fachöffentlichkeit, internationalen Ratingagenturen, Analysten und der Wissenschaft. Berücksichtigung finden auch die Kriterien verschiedener finanz- und nachhaltigkeitsorientierter Ratings sowie die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Die Ergebnisse dieses kontinuierlichen Prozesses lassen sich anhand unserer sechs Fokusfelder gliedern. In diesen wollen wir durch unsere Geschäftstätigkeit weltweit entlang der Wertschöpfungskette eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben.

www.nachhaltigkeitsbericht.henkel.de
Seite 136


3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wir stehen vor großen Herausforderungen: Bereits heute ist der globale ökologische Fußabdruck der Menschheit größer, als es die verfügbaren Ressourcen der Erde dauerhaft verkraften. Die Weltbevölkerung wird Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2050 auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Gleichzeitig führt die weltweit zunehmende Wirtschaftsleistung zu steigendem Konsum und Ressourcenbedarf. Somit wird sich insgesamt der Druck auf die Ressourcen in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. Daher brauchen wir Innovationen, Produkte und Technologien, die mehr Lebensqualität bei gleichzeitig geringerem Material- und Rohstoffverbrauch ermöglichen. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung im nachhaltigen Wirtschaften wollen wir diese zukunftsfähigen Lösungsansätze gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln und umsetzen. Unser langfristiges Ziel bis 2030 ist, den Wert zu verdreifachen, den wir mit unserer Geschäftstätigkeit schaffen – im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck, den wir durch unsere Produkte und Dienstleistungen hinterlassen. Dieses Ziel bezeichnen wir als „Faktor 3“.

Um unser Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2030 dreimal effizienter zu werden, müssen wir unsere Effizienz jährlich um durchschnittlich 5 bis 6 Prozent steigern. Auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel „Faktor 3“ wollen wir unsere Leistungen in diesen Bereichen auch in den kommenden Jahren weiter verbessern.

Wir konzentrieren unsere Aktivitäten auf sechs Fokusfelder, die die für uns wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung abbilden. Drei von ihnen beschreiben, wie wir „mehr Wert“ schaffen wollen, beispielsweise durch mehr Arbeitssicherheit und Beiträge zum gesellschaftlichen Fortschritt. Die drei anderen Felder beschreiben die Bereiche, in denen wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren wollen, etwa durch einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch und weniger Abfall. Wir setzen auf das Engagement unserer Mitarbeiter, unsere Produkte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um in diesen Fokusfeldern Fortschritte voranzutreiben.

Im Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen erneut konkrete Fortschritte im Hinblick auf seine Zwischenziele für 2020 (Basisjahr 2010) erreicht: - Der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen (pro Tonne Produkt) gingen um 24 Prozent zurück.
- Das Abfallaufkommen (pro Tonne Produkt) konnte um 32 Prozent verringert werden.
- Der Wasserverbrauch (pro Tonne Produkt) sank um 24 Prozent.
- Die Arbeitssicherheit (pro 1 Mio. Arbeitsstunden) verbesserte sich um 17 Prozent.
- Der Umsatz (pro Tonne Produkt) stieg um 5 Prozent.
- Insgesamt konnte Henkel das Verhältnis zwischen geschaffenem Wert und ökologischem Fußabdruck im Vergleich zum Basisjahr 2010 bereits um 43 Prozent verbessern. Bis 2020 soll die Ressourceneffizienz um 75 Prozent gesteigert werden.
Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzabkommens und der Verpflichtung der Staatengemeinschaft, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, will Henkel einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dabei fokussiert sich das Unternehmen zunächst darauf, den CO2-Fußabdruck seiner Produktion bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent zu reduzieren. Zudem strebt Henkel an, bis 2030 100 Prozent des Stroms für seine Produktion aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Bis 2020 soll eine Abdeckung von 50 Prozent erreicht sein. Langfristig verfolgt Henkel die Vision, ein klimapositives Unternehmen zu werden.

www.nachhaltigkeitsbericht.henkel.de
Seite 10

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Materialitätsanalyse: Die globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung analysieren wir mittels verschiedener Instrumente und Prozesse. So identifizieren wir die relevanten Themen für das Nachhaltigkeitsmanagement und die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Henkel. Die Ergebnisse dieses kontinuierlichen Prozesses lassen sich anhand unserer sechs Fokusfelder gliedern. In diesen wollen wir durch unsere Geschäftstätigkeit weltweit entlang der Wertschöpfungskette eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben.

Wir entwickeln unsere Berichts- und Messsysteme kontinuierlich weiter, um unsere Fortschritte hin zum 20-Jahres-Ziel für 2030 integriert über das gesamte Unternehmen und unsere Wertschöpfungskette hinweg bewerten und steuern zu können. Dabei arbeiten wir sowohl an einer möglichst umfassenden Abdeckung als auch an der Qualität der Daten. Dadurch gewinnen wir ein zunehmend klares Bild unseres Fußabdrucks und unserer Leistungen: dieser umfasst die Bewertung von Rohstoffen, die Entwicklung von Verpackungsmaterialien, die Anwendung unserer Produkte und die Entsorgung. Entsorgung. So haben wir für das Jahr 2017 Daten von 188 Standorten erfasst; dies entspricht rund 100 Prozent unserer weltweiten Produktionsmenge. Unseren Fußabdruck über die gesamte Wertschöpfungskette bewerten wir mithilfe repräsentativer Lebenszyklusbetrachtungen über alle Produktkategorien hinweg sowie von Daten zu den von uns eingesetzten Rohstoffen, Verpackungsmaterialien und den beauftragten Transporten. Rund 70 Prozent unseres Umsatzes sind durch Lebenszyklusanalysen, mehr als 25 Prozent durch vereinfachte Lebenszyklusbetrachtungen abgedeckt.
Henkel arbeitet mit verschiedenen Mess- und Bewertungsmethoden, um die Maßnahmen zu identifizieren, die entlang der Wertschöpfungskette den größten Einfluss haben. So sind, über unser gesamtes Portfolio betrachtet, beim Wasser- und CO2-Fußabdruck insbesondere Verbesserungen bei den eingesetzten Rohstoffen und in der Anwendungsphase entscheidend. Unsere Scope-3-Emissionen berechnen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=16

Wir beziehen aucn die Leistungen unserer Lieferanten ein. Ein zentrales Element unserer Lieferantenbewertung ist unser sechsstufiger „Sustainable Sourcing Process“. Im Fokus stehen bei diesem Prozess zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen sind unsere Nachhaltigkeitsstandards von allen Lieferanten einzuhalten. Zum anderen wollen wir durch gezielte Zusammenarbeit mit unseren
strategischen Lieferanten einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette leisten – zum Beispiel durch Wissenstransfer und Fortbildung in Bezug auf
Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz sowie Umwelt- und Sozialstandards.

https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=34

Wir wollen auch gemeinsam mehr Wert schaffen, im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Während die globale Mittelschicht wächst, sind weite Teile der Weltbevölkerung weiterhin mit Armut, schlechten Arbeitsbedingungen und mangelnden Entwicklungsperspektiven konfrontiert. Daher
streben wir an, zum gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt beizutragen und gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette Werte zu schaffen.

https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=21




Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4